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| 21.11.2011 | Bertelsmann Stiftung: Im Süden lernt es sich am besten |
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Deutscher Lernatlas misst Lernbedingungen in allen 412 Kreisen und kreisfreien Städte |
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Kreise und kreisfreie Städte in Bayern und Baden-Württemberg bieten in Deutschland die besten Lernbedingungen. Dahinter folgen etwa gleichauf Regionen in Sachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen. Mecklenburg-Vorpommern ist Schlusslicht der Flächenstaaten. Bei den Stadtstaaten liegt Hamburg vor Berlin und Bremen. Das sind die zentralen Ergebnisse des Deutschen Lernatlas, den die Bertelsmann Stiftung heute in Gütersloh vorgestellt hat. Der Deutsche Lernatlas zeigt die Bedingungen für lebenslanges Lernen in Deutschland. Er verdeutlicht den Stellenwert des Lernens in den 412 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten und illustriert, inwieweit eine Kommune über die Lernvoraussetzungen verfügt, um wirtschaftlich und sozial erfolgreich zu sein. Wo lebenslang gelernt wird, sind die Menschen glücklicher, das Zu-sammenleben sozial gerechter und die Gesellschaft wohlhabender. Der Deutsche Lernatlas zeigt uns, wo die Voraussetzungen für lebenslanges Lernen am besten sind, erklärte Jörg Dräger, für Bildung zuständiges Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Der Deutsche Lernatlas verdeutlicht, dass Lernen mehr ist als Schule. Weil Menschen am Arbeitsplatz, als Mitglieder in Vereinen oder politischen Organisationen, in der Familie, in der Freizeit und im Gemeinwesen lernen, erfasst der Deutsche Lernatlas auch Kennzahlen für berufliches, soziales und persönliches Lernen. Er bietet so die einzigartige Möglichkeit, die Lernbedingungen in allen Lebensbereichen greifbar und vergleichbar zu machen. Überraschungssieger: Gute Lernumfelder trotz wirtschaftlichem Rückstand machbar Unter den größten Städten Deutschlands bietet München die besten Lernbedingungen, bei den mittleren und kleineren kreisfreien Städten liegen Erlangen und Bamberg vorn. Unter den ländlichen Regionstypen schneiden die Kreise Würzburg, Main-Spessart und Miesbach am besten ab. 20 Jahre nach der deutschen Einheit zeigt sich bei den Lernbedingungen in Deutschland weniger ein Unterschied zwischen Ost und West, sondern vielmehr ein deutliches Süd-Nord-Gefälle: Deutschlands Lernhauptstädte und beste Lernregionen liegen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen. Beim Schulischen Lernen schneidet beispielsweise auch Thüringen sehr gut ab. Nachholbedarf besteht im Osten allerdings beim Sozialen Lernen, denn viele Regionen in den neuen Bundesländern hinken beim sozialen Engagement hinterher. Eine weitere Er-kenntnis: Auf dem Land sind die Lernumfelder oft besser als in den Städten. Außer beim Persönlichen Lernen erzielen ländlich geprägte Kreise im Durchschnitt deutlich bessere Ergebnisse als die deutschen Großstädte. Dass gute Lernumfelder nicht unbedingt von der ökonomischen Lage einer Region abhängen, zeigen die Überraschungssieger des Deutschen Lernatlas: Städte wie Dresden, Jena, Kaufbeuren und Rosenheim, aber auch die Landkreise Trier-Saarburg oder Amberg-Sulzbach. Sie gehören trotz ungünstigerer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zu den überdurchschnittlichen Lernregionen. Für den Deutschen Lernatlas wurden über 300 Kennzahlen aus unterschiedlichen Quellen überprüft. Nach einem in Kanada entwickelten mathematischen Verfahren wurden daraus 38 Kennzahlen ausgewählt, die besonders aussagekräftig für die Lernbedingungen vor Ort und für nahezu alle Kommunen verfügbar sind. Diese wurden dann zu einem Gesamtindex kombiniert, der abbildet, wie gut die Entwicklungschancen der Bürger in den verschiedenen Lebensbereichen, Lernformen und Lernorten sind. Mit dem Deutschen Lernatlas will die Bertelsmann Stiftung mehr Transparenz über die Lernbedingungen schaffen, erläuterte Dräger. Alle Ergebnisse, Einzelprofile für die 412 deutschen Kreise und
kreisfreien Städte, ein Bundesländervergleich sowie ausführliche
Karten und Diagramme können online unter www.deutscher-lernatlas.de
abgerufen werden. |
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| 25.02.2011. t-online.de | Bertelsmann-Stiftung: Immer noch zu viele Jugendliche ohne Hauptschulabschluss |
| >> Immer noch zu viele Jugendliche ohne Hauptschulabschluss |
| Zwar ging die Zahl im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 6.600 Jugendliche leicht zurück, dennoch kann keine Entwarnung gegeben werden. Die Zahl von 58.400 Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss ist weiterhin besorgniserregend. Gemessen an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung verlassen im Bundesdurchschnitt 7 Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Abschluss. |
| Nach wie vor sind die Chancen auf einen Schulabschluss in Deutschland sehr unterschiedlich verteilt. Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen ost- und westdeutschen Bundesländern: Die Quoten in den ostdeutschen Ländern liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Im Vergleich aller Bundesländer variiert der Anteil der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss von 5,7 Prozent in Baden-Württemberg bis hin zu 14,1 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Dort ist es jedoch gelungen, die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss deutlich zu verringern - von 17,9 Prozent im Jahr 2008 auf 14,1 Prozent 2009. In den anderen Bundesländern konnten meist leichte Verbesserungen verbucht werden. Hervorzuheben sind Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Hier sanken jeweils die Anteile der Abgänger ohne Abschluss um 1,2 Prozentpunkte. In Hessen, Baden-Württemberg, Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben, hingegen gemessen an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung, mehr Jugendliche die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen als im Vorjahr. |
| Bei einem Vergleich der Anteile der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss auf Kreisebene sind die Unterschiede noch gravierender. Die Quoten bewegen sich in einer Bandbreite von 1,3 Prozent im Landkreis Würzburg bis hin zu 25 Prozent in der kreisfreien Stadt Wismar. In knapp einem Viertel der über 410 Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland gehen mehr als 10 Prozent der Schüler ohne Hauptschulabschluss von der Schule ab - in 19 Kreisen sogar mehr als 15 Prozent. Eine Interpretation und Bewertung der regionalen Ergebnisse kann allerdings nur vor Ort mit der Kenntnis der spezifischen Rahmenbedingungen, Pendlerbewegungen und Entwicklungen erfolgen. "Entscheidend ist es, diese Probleme in den Kreisen und Kommunen zu erkennen und für die betroffenen Jugendlichen, Schulen und Stadtteile passgenaue Lösungsansätze zu suchen", forderte Dr. Jörg Dräger, für Bildung zuständiges Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, bei der Veröffentlichung der Ergebnisse. |
| Eine deutliche Verringerung der Zahl der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss könne aber nicht allein auf kommunaler Ebene erreicht werden. "Vielmehr müssen wir uns den Problemen und Herausforderungen der Haupt- und Förderschulen stellen", so Dräger weiter. Rund 80 Prozent der Schulabgänger ohne Schulabschluss kommen aus Förder- und Hauptschulen. Das hat eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie des Bildungsforschers Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung gezeigt. "Genau diese Schulen, auf die es ankommt, blenden wir aber aus. Ihre Schülerinnen und Schüler werden bei den nationalen Vergleichstests nicht oder unvollständig einbezogen, Bildungsstandards für die Hauptschule gar nicht erst überprüft. Wir dürfen die Augen nicht bewusst vor den Herausforderungen an den Haupt- und Förderschulen verschließen. Wir brauchen mehr Transparenz. Wir dürfen es nicht weiter hinnehmen, dass Jugendliche die Schule ohne Abschluss und Perspektive verlassen", fügte Dräger hinzu. |
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| 16.02.2011 | Bertelsmann-Stiftung: Mehrheit für einheitliches Bildungssystem in Deutschland |
| >> Mehrheit für einheitliches Bildungssystem in Deutschland |
Große
Online-Bildungsumfrage "Zukunft durch Bildung": Das Gros
der bisher über 150.000 Teilnehmer an der Bürgerbefragung "Zukunft
durch Bildung" fordert mehr Einheitlichkeit und Mut zur Veränderung
im deutschen Bildungswesen. So lautet das überraschend deutliche Zwischenergebnis
der Umfrage. Bisher sprechen sich neun von zehn Befragten für einheitliche
Abschlussprüfungen in ganz Deutschland aus. Nicht einmal 20 Prozent
finden, dass die Konkurrenz zwischen den Bundesländern für eine
höhere Qualität des Bildungssystems sorgt. Fast 80 Prozent der
bisherigen Teilnehmer halten die Veränderungsbereitschaft der Politik
beim Thema Bildung für "gering" oder "sehr gering". |
| Die Kritik am Bildungsföderalismus wird
bei fast allen Teilnehmern der Befragung deutlich, unabhängig von Alter
oder Bildung. "Wir brauchen nur ein Schulministerium, nicht 16",
findet sich häufig als Antwort auf die Frage nach den größten
Problemen im deutschen Bildungswesen, ebenso: "uneinheitlicher Lehrstoff
und unterschiedliche Prüfungsstandards in den einzelnen Bundesländern".
Die pessimistische Einschätzung der Veränderungsbereitschaft in der Politik steigt mit zunehmendem Alter der Befragten und gilt unabhängig von persönlichem Bildungsniveau oder Einkommen der Teilnehmer. "Politiker, die in jedem zweiten Satz das Wort Bildung in den Mund nehmen, aber nichts dafür tun", lautet der Tenor vieler Antworten. Dagegen schneiden die Lehrer deutlich besser ab. Ihnen traut noch über die Hälfte den Mut zu Veränderungen zu, zugleich werden aber auch mangelnde Leistungsanreize für engagierte Lehrer beklagt: "Schulleiter können ihre Konzepte nur ungenügend oder gar nicht umsetzen, weil sie keinen Einfluss auf die Auswahl ihrer Kollegen haben", kommentieren viele Teilnehmer. Besonders veränderungsbereit sind nach Einschätzung von knapp drei Viertel der Befragungsteilnehmer die Eltern. "Die Zeit scheint reif für grundlegende Veränderungen", stellt Torsten Oltmanns, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants, fest. "Unsere Umfrage wirft die Frage auf, ob der bestehende Bildungsföderalismus wirklich noch zukunftsfähig ist." Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, kommentiert: "Die bisherigen 150.000 Teilnehmer unserer Umfrage sind bereit für Veränderungen im Bildungssystem. Das ist ein Zeichen, dass wir die notwendigen Reformen anpacken können." Die Umfrage läuft noch bis zum 6. März. Unter www.bildung2011.de kann jeder mitmachen. Nach Auswertung aller Fragebögen durch TNS Infratest werden die endgültigen Ergebnisse der Befragung am 17. März 2011 bei einer Pressekonferenz in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Informationen zu den Initiatoren: Die Bertelsmann Stiftung setzt sich für das Gemeinwohl ein. Sie engagiert sich in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Soziales, Gesundheit sowie internationale Verständigung und fördert das friedliche Miteinander der Kulturen. Durch ihr gesellschaftliches Engagement will sie alle Bürger ermutigen, sich ebenfalls für das Gemeinwohl zu engagieren. Die 1977 von Reinhard Mohn gegründete gemeinnützige Einrichtung hält die Mehrheit der Kapitalanteile der Bertelsmann AG. Die Bertelsmann Stiftung arbeitet operativ und ist unabhängig vom Unternehmen sowie parteipolitisch neutral. Die Stiftung war federführend bei der Entwicklung des Fragebogens. BILD ist mit täglich rund drei Millionen verkauften Exemplaren (IVW) Europas größte Tageszeitung. Tag für Tag erreicht BILD Millionen Leser aus allen Bildungsschichten, vom Hauptschüler bis zum Akademiker. Mit täglich mehr als 12 Millionen Lesern der Printausgabe (Media-Analyse) und weiteren fast 12 Millionen Online-Nutzern von BILD.de pro Monat (AGOF) ist BILD das einzige Medium in Deutschland, das derart hohe Reichweiten über alle Zielgruppen liefert. BILD berichtet in mehr als 30 Regional- und Lokalausgaben. Hürriyet ist die größte türkischsprachige Tageszeitung in Europa. Ein bedeutender Teil der im Ausland lebenden Türken erhält durch diese Zeitung aktuelle Nachrichten und Informationen. Mit Berichten aus Wirtschaft, Politik, Sport und Kultur in der Muttersprache deckt Hürriyet sowohl den Informationsbedarf der ersten und der zweiten türkischen Generation in Deutschland als auch die Bedürfnisse der jungen Generation ab. Hürriyet vermittelt nicht nur Nachrichten aus der Heimat, sondern trägt erheblich zur Integration, zur Problemlösung und zur Wissensvermittlung an die Türken in den jeweiligen europäischen Ländern bei. Die Zeitung erscheint sieben Tage die Woche und hat auch eine Online-Ausgabe für die Leser in Europa: www.hurriyet.de. Partner der großen Bürgerbefragung sind das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest, die Web-Portale GMX und WEB.DE sowie die Online-Agentur Revolvermänner. |
| 2009 | Bertelsmann-Stiftung: Jacob-Muth-Preis |
| Der "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" wurde an die Heinrich-Zille-Grundschule in Berlin, die Montessori-Gesamtschule in Borken und die Waldschule in Flensburg verliehen. Für ihren vorbildlichen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern erhalten die drei Schulen ein Preisgeld von je 3.000 Euro. Projektträger sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die Deutsche UNESCO-Kommission und die Bertelsmann Stiftung. |
| >> Jakob-Muth-Preis auf der Homepage der AfB - auch die Preisträger des Jahres 2009 |
| >> Jakob-Muth-Preis auf der Homepage der Bertelsmann-Stiftung |
| >> Flyer zum Jakob-Muth-Preis als pdf, 1 MB |
| >> Artikel zur Verleihung des Jakob-Muth-Preises 2010 |
| Unter dem Motto "Gemeinsam lernen - mit
und ohne Behinderung" zeichnete der "Jakob Muth-Preis für
inklusive Schule" auch in diesem Jahr Schulen aus, in denen behinderte
und nicht behinderte Kinder vorbildlich gemeinsam lernen.
Projektträger sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die Bertelsmann Stiftung und die Deutsche UNESCO-Kommission. Bewerben konnte sich bis zum 14. Mai jede Schule, die den Weg zur inklusiven Schule beschreitet - unabhängig von Schulform oder Trägerschaft. Die drei ersten Preise sind mit je 3.000 Euro dotiert und wurden im Oktober 2010 feierlich verliehen. Mit dem bundesweiten Preis soll die Praxis von Schulen bekannter gemacht werden, die eine bessere Teilhabe ermöglichen - unabhängig von Herkunft, Beeinträchtigung oder sonstiger Benachteiligung. Namensgeber Jakob Muth (1927-93) hatte sich als Bochumer Professor schon früh für eine gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder eingesetzt. Bis heute sieht die Praxis in Deutschland anders aus: Rund 85 Prozent der Kinder mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten in Deutschland werden in separaten Förderschulen unterrichtet. Diese erweisen sich häufig als Sackgasse für ihre weitere Entwicklung: Die Abgänger erhalten keinen qualifizierenden Schulabschluss, und eine gesellschaftliche Teilhabe wird ihnen wesentlich erschwert. Dass es anders geht, zeigen andere europäische Länder: In Italien, Norwegen und Schweden etwa gehen 95 Prozent aller beeinträchtigten Schüler in allgemeine Schulen. Auch in Deutschland kann das Konzept der inklusiven Schule gelingen: Dies zeigen die mutmachenden Beispiele der Schulen, die sich am Jakob Muth-Preis beteiligt haben. |
| 2009 | Jacob-Muth-Preis 2009 - Erika-Mann-Grundschule in Berlin-Wedding |
| Preisträger des Jahres 2009 |
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In der Erika-Mann-Grundschule Berlin im Bezirk Wedding werden rund 600 Kinder aus 22 Nationen unterrichtet - unter ihnen acht Prozent mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Schule mit offenem Ganztagsangebot fördert ihre Schülerinnen und Schüler unter anderem durch eine jahrgangsgemischte Schulanfangsphase, individuelle Lernpläne für alle Kinder und verlässliche multiprofessionelle Lehrerteams. Eine indikatorgestützte Leistungsbeurteilung hilft den Eltern, "Bildungspartner" ihrer Kinder zu werden. Eine intensive Entwicklungsarbeit mit und im "Kiez" rundet den ganzheitlichen Ansatz ab |
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| 2009 | Jacob-Muth-Preis 2009 - Integrierte Gesamtschule Linden in Hannover |
| Preisträger des Jahres 2009 |
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Die Integrierte Gesamtschule Linden in Hannover unterrichtet behinderte und nicht behinderter Kinder seit 1996 in sogenannten "Integrationsklassen" gemeinsam. Knapp sieben Prozent der Schülerinnen und Schüler haben sonderpädagogischen Förderbedarf, insbesondere im Bereich "Lernen" und "Emotionale und soziale Entwicklung". Durch eine gute individuelle Förderung - die unter anderem durch Doppelbesetzung in zentralen Unterrichtsstunden erfolgt - schaffen auch Kinder mit Lernschwierigkeiten den Realschulabschluss. Als "Berufswahl- und Ausbildungsfreundliche Schule" konzentriert sich die IGS Linden erfolgreich darauf, die Chancen ihrer Absolventen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen |
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| 2009 | Jacob-Muth-Preis 2009 - Sophie-Scholl-Schule in Gießen |
| Preisträger des Jahres 2009 |
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An der Sophie-Scholl-Schule in Gießen werden zur Zeit 270 Schülerinnen und Schüler im rhythmisierten Ganztag unterrichtet. Die Grundschule wurde als Fortführung einer integrativen Kindertagesstätte von Eltern gegründet und wird von der "Lebenshilfe Gießen" getragen. Ein Viertel aller Kinder sind geistig oder körperlich behindert - in jeder altersgemischten Lerngruppe mit 22 Kindern gehören 5 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf selbstverständlich dazu. Die Sophie-Scholl-Schule hat nicht nur ein sehr großes Einzugsgebiet und wesentliche höhere Nachfrage als sie Plätze vergeben kann. Zur Zeit beginnt auch der Ausbau zur integrierten Gesamtschule, damit das erfolgreiche Konzept des gemeinsamen Lernens aller Kinder auch bis zum Schulabschluss fortgeführt werden kann. >> mehr |
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| 2009 | Integrierte Gesamtschule Linden, Hannover - Preisträger des Jakob Muth-Preises für inklusive Schule des Jahres 2009 |
| Preisträger des Jahres 2009 |
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Die öffentliche Gesamtschule besuchen insgesamt rund 1.400 Schülerinnen und Schüler, davon 45 Prozent mit Migrationshintergrund und knapp sieben Prozent mit "sonderpädagogischem Förderbedarf". Seit 1996 gibt es an der Schule Integrationsklassen, in denen alle Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Zurzeit sind es 12 Integrationsklassen, womit die Schule die größte Integrationsmaßnahme in Niedersachsen realisiert. Um alle Kinder in heterogenen Klassen optimal zu fördern, arbeitet die Schule nach kompetenzorientierten Curricula und legt besonderen Wert darauf, die Fähigkeiten jedes Kindes zu kennen. Zu Beginn des 5. Schuljahres werden die Kinder in Neigungsklassen aufgenommen, wo ihre Kompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik mit standardisierten Verfahren überprüft werden. Auf dieser Grundlage werden individuelle Förderpläne erstellt, die fortlaufend geführt werden. Ab Klasse 7 werden einzelne Fächer in A- und B-Kurse differenziert und die Schüler können aus einem großen Angebot die Wahlpflichtkurse und AGs wählen. Dies ermöglicht es, die Eigenverantwortung und die individuellen Stärken der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler ist ein Ziel, das die Schule konsequent verfolgt. Dabei spielen die "Klassenräte" eine wichtige Rolle, in der die Kinder und Jugendlichen Verantwortung übernehmen. Mit dem 8. Schuljahr beginnt eine intensive Berufsvorbereitung. Den Einstieg bildet eine Betriebssimulation, es folgen Betriebspraktika, Veranstaltungen im Berufsinformationszentrum und Termine mit Berufsberatern, sowie kontinuierliche Begleitung für Schüler mit besonderem Förderbedarf. Hierzu arbeitet die Schule intensiv mit der Agentur für Arbeit zusammen. Regelmäßige Kooperationen mit außerschulischen Partnern finden auch im Kontext der zahlreichen Arbeitsgemeinschaften und Projektwochen statt. Die außergewöhnlichen Leistungen der Schule dokumentieren mehrere Auszeichnungen. So gilt die Schule z.B. seit 2003 als "Berufswahl- und Ausbildungsfreundliche Schule in der Region". Zudem erhält sie seit 2001 die Gütesiegel "Umweltschule in Europa" und "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Die Schule ist mit ihrem konsequenten Ansatz individueller Förderung auch bei den Eltern leistungsstärkerer Schülerinnen und Schüler sehr beliebt: Viele melden ihre Kinder mit Realschul- oder Gymnasialempfehlungen bewusst für die Integrationsklassen der Gesamtschule an. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist in der IGS zentral. Eltern beteiligen sich aktiv am Schulleben, sie bieten eigene Arbeitsgemeinschaften an, sind als Experten zu bestimmten Themen im Unterricht oder bei Projektwochen gefragt oder sorgen mit für die Verpflegung der Schülerinnen und Schüler, z.B. in der "Naturkostbar". Für Eltern mit Migrationshintergrund werden die Elternabende nach Möglichkeit in ihrer Muttersprache angeboten. Die Schule setzt herausragende künstlerische und musische Akzente. Es gibt z.B. in Zusammenarbeit mit dem Zirkuspädagogischen Zentrum einen Schulzirkus, der gerade für lernschwache Kinder und Jugendliche ein wichtiges Element in der Berufs- und Lebensorientierung sein kann. Große mediale Resonanz fand die Aufführung der Rap-Oper "Culture Clash" im Schuljahr 2007/08, an der eine Integrationsklasse der Schule gemeinsam mit dem Opernhaus, anderen Schulen und Jugendzentren beteiligt war. Kontakt: Schulleiter Christoph Walther, IGS Linden, Integrierte Gesamtschule
Linden, 30449 Hannover, igs-linden@hannover-stadt.de; http://www.igs-linden.de/ |
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| 2009 | Zur Bewerbung der IGS Linden zum Jakob-Muth-Preis |
| 01.12.2009 | >> IGS Linden, pdf, 30 kb |
| 12.11.2009 | >> Bertelsmann: Perspektiven für Förderschulen, pdf, 86 kb |
| 27.08.2009 | >> Jakob-Muth-Preis für die IGS Linden, pdf, 78 kb |
| 27.08.2009 | >> Bertelsmann: Inklusive Schulen, pdf, 86 kb |
| 27.08.2009 | >> Bertelsmann: Jakob-Muth-Preis, pdf, 84 kb |
| 13.03.2009 | >> Jakob-Muth-Preis für Inklusive-Schulen, pdf, 198 kb |