GANZTAG

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Alle Erlassentwürfe zum Schulgesetz, zur Klassenbildung, zu den Schulformen, zum Ganztagserlass.

Fachgruppe Ganztagsschulen des Stadtelternrates   mehr ...  Presse zu Ganztagsschulen  mehr ...

 
21.03.2012, HANNOVER.de Planungen für Ausbau von Ganztagsgrundschulen vorgestellt

In Hannover gibt es zurzeit 18 Ganztagsgrundschulen, zum Schuljahr 2012/2013 werden weitere sieben Grundschulen mit dem Ganztagsbetrieb beginnen. Darüber hinaus haben 19 Grundschulen Interesse an einer Umwandlung zur Ganztagsgrundschule bekundet. Am 21. März hat Schul- und Kulturdezernentin Marlis Drevermann die Planungen für den weiteren Ausbau von Ganztagsgrundschulen vorgestellt.

"Ich freue mich sehr, dass so viele Grundschulen als Ganztagsschule nach unserem Konzept arbeiten wollen, zeigt dies doch die hohe Akzeptanz des Angebotes bei Lehrerschaft, Eltern und Kindern. Für die notwendige Priorisierung des Ausbaus haben wir einen Kriterienkatalog entwickelt, der den besonderen Bedarf der einzelnen Schulen berücksichtigt", so Drevermann.
Nach diesen Kriterien werden zunächst für die Grundschulen Mühlenberg, Fichteschule, Glücksburger Weg, Tegelweg, Wilhelm Busch und Entenfangweg die Planungen aufgenommen. Außerdem für das Schulzentrum Misburg mit der Pestalozzi-Grundschule und der Kardinal-Galen-Schule, da dort nach einem Ratsbeschluss eine Mensa gebaut werden soll.
Für die ausgewählten Grundschulen werden nun die Raumprogramme abgestimmt. An die rund einjährige Planungs-, Beschluss- und Vorbereitungsphase wird sich eine etwa einjährige Bauphase anschließen. Der Beginn des Ganztagsbetriebs wird vom Umfang der jeweils erforderlichen Baumaßnahmen abhängig sein.
Für den weiteren Ausbau der Ganztagsgrundschulen sind in der mittelfristigen Finanzplanung vorbehaltlich eines Ratsbeschlusses und der Genehmigung durch die Kommunalaufsicht circa 9,6 Millionen Euro vorgesehen.
Der von der Verwaltung entwickelte Kriterienkatalog zeigt insbesondere die sozialen Rahmenbedingungen und den Betreuungsbedarf in den einzelnen Stadtteilen auf.
Als Indikatoren für diese Kriterien und die Gewichtung wurden folgende Faktoren herangezogen: die Arbeitslosenquote, der Anteil Alleinerziehender, der Anteil Sechs- bis Neunjähriger mit Migrationshintergrund, der Anteil der EmpfängerInnen von Transferleistungen bis 17 Jahre, der Anteil sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen als Hinweis für den Betreuungsbedarf und die Schulempfehlungen (Anteil der Hauptschulempfehlungen im Stadtteil). Zusätzlich wurde der Betreuungsbedarf auf der Grundlage des Betreuungsniveaus in der Kindertagesstätte gewichtet. Dabei wurde davon ausgegangen, dass Eltern, die für ihre Kinder im Vorschulalter eine Ganztagsbetreuung nutzen, diese auch in der Grundschule fortsetzen möchten.
Mit der schrittweisen Umwandlung aller Grundschulen in Ganztagsgrundschulen setzt die Verwaltung einen Ratsauftrag zum Haushalt 2011 um

>> Ganztagsgrundschulen in Hannover - Informationsflyer (Stand: 2012), pdf, 1.382 MB
>> www.hannover.de/data/meldungen/meld_lhh/2012/03_2012/grundschulen.html
 
05.01.2012 GEW: Ganztagsschulen benötigen fest beschäftigte PädagogInnen
05.01.2012, GEW GEW: Honorarkräfte sind nur in Ausnahmefällen zulässig, pdf, 33 kb
  ... Im "Kleingedruckten Teil" des Rundschreibens des Kultusministeriums vom 4. Januar und seinen unfangreichen Anhängen wird ... darauf hingewiesen, dass Honorarverträge nur zulässig sind, wenn "kein Direktionsrecht der Schulleitung" besteht und die Honorarkräfte nicht in den schulischen Ablauf eingegliedert werden. Sie dürfen also nicht an schulischen Gremien, z.B. an Fach- oder Klassenkonferenzen teilnehmen. Sie dürfen sich nicht mit Lehrkräften pädagogisch oder fachlich beraten. .... >> mehr
05.01.2012, MK Althusmann: "Honorarverträge können ab sofort wieder abgeschlossen werden - Ganztagsschulen erhalten Rechtssicherheit und Unterstützung bei Vertragsfragen, pdf, 43 kb
  Presseinformation.. >> mehr
04.01.2012, MK Weiterführung des Ganztagsbetriebs und Unterstützung der Eigenverantwortlichen Schulen, pdf, 138 kb
  Schreiben des Niedersächsischen Kultusministers an die Schulleiterinnen und Schulleiter der öffentlichen Schulen.. >> mehr
 
06.01.2012, HAZ Verträge mit Honorarkräften wieder möglich

Althusmann hebt Moratorium auf. Von Saskia Döhner.

Hannover. Ganztagsschulen dürfen wieder Honorarverträge mit freien Mitarbeitern schließen. Das hat Kultusminister Bernd Althusmann gestern mitgeteilt.
Er sagte, Arbeitsverträge, Honorarverträge und Kooperationsverträge etwa mit Sportvereinen oder Musikschulen seien rechtlich zulässig. Ende November hatte der CDU-Politiker den Abschluss neuer Honorarverträge zunächst untersagt, nachdem bekannt geworden war, dass gegen einen Schulleiter aus der Region Hannover und eine Mitarbeiterin der Schulbehörde wegen illegaler Verträge strafrechtliche Ermittlungen laufen.
Nach Gesprächen mit der Rentenversicherung und einem externen Rechtsgutachten sei klar, dass Honorarverträge an Ganztagsschulen zulässig seien, sagte Althusmann.
Wichtig sei nur, dass die Mitarbeiter nicht in den Schulbetrieb eingebunden seien, etwa indem sie die Pausenaufsicht übernähmen oder Vertretungsunterricht machten.
Damit Schulleiter beim Abschluss neuer Verträge rechtlich künftig auf der sicheren Seite sind, sollen sie verstärkt von der Landesschulbehörde unterstütztwerden.
Rund 40 Mitarbeiter gehören insgesamt den neuen Beratungsteams an, die auch an die Schulen kommen sollen. Das Land kostet diese Aufstockung nach Angaben eines Ministeriumssprechers rund 1,5 Millionen Euro. Während Ina Korter (Grüne) von einem längst überfälligen Schritt in die richtige Richtung sprach, kritisierte Frauke Heiligenstadt (SPD) den Aufbau eines „bürokratischen Kontrollmonsters“. Das Geld sollte man lieber direkt zur Verfügung stellen. Christa Reichwaldt (Linke) meinte, die rechtliche Grauzone bleibe für die Schulen bestehen.
Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Eberhard Brandt. Honorarkräfte dürften nicht an Fachkonferenzen teilnehmen, sich mit Lehrern beraten oder an die Weisungen des Schulleiters gebunden sein. Dies sei aber völlig wirklichkeitsfremd. Die GEW rät Schulen, grundsätzlich lieber Lehrer, Sozialpädagogen oder andere festangestellte qualifizierte Kräfte für die Ganztagsbetreuung einzusetzen.
Ende Dezember hatten 30 Schulleiter im Kreis Hildesheim gedroht, ihre Ganztagsangebote im nächsten Schulhalbjahr auszusetzen, falls das Land keine vernünftige Rechtsgrundlage schaffe.

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28.11.2011 Pädagogische Mitarbeiter an Ganztagsschulen: Land muss nachzahlen.
29.09.2011, Panorama Illegale Beschäftigung an Schulen, pdf, 38 kb
  In der Auseinanderung um die Verantwortung für möglicherweise über 10.000 an niedersächsischen Schulen illegal Beschäftigte widerspricht die Deutsche Rentenversicherung dem niedersächsischen Kultusministerium >> mehr
28.10.2011, HAZ Prüfer: Land muss Mio nachzahlen, pdf, 18 kb
  Ein Pädagoge, der an einem Oldenburger Gymnasium als Musiklehrer arbeitet und zugleich als freier Mitarbeiter an derselben Schule Kindern das Klavier- oder Flötenspielen beibringt, 14 Selbständige, die an einem Peiner Gymnasium Förderunterricht geben, obwohl dies eindeutig Lehreraufgabe ist - die Verträge, die Ganztagsschulen mit vermeintlichen Honorarkräften abschließen, sind vielfältig und oft rechtlich fehlerhaft. Denn die freien Mitarbeiter sind gar nicht frei, sondern müssen tun, was der Schulleiter ihnen vorschreibt. Somit stehen sie in einem Arbeitsverhältnis zur Schule, und für ihre Beschäftigung fallen Sozialversicherungs- und Steuerbeträge an. Dem Land könnten Nachzahlungen in Höhe von 2,3 Millionen Euro drohen. Zu diesem Ergebnis kommt der Landesrechnungshof in einem Bericht, den die SPD initiiert hatte und der am Mittwochabend im Haushaltsausschuß des Landtages vorgestellt wurde. >> mehr
27.10.2011, CDU Hilbers: Prüfung des Landesrechnungshofes zu Verträgen mit Ganztagsschulkräften bringt keine neuen Erkenntnisse, pdf, 65 kb
  Die aus den Prüfungen der Deutschen Rentenversicherung eventuell folgenden Nachzahlungen seien aus dem Personalkostenbudget des Kultushaushaltes zu bewältigen, so der Finanzpolitiker. ... "Entscheidend ist aber, dass für die Eöltern und für die Schüler in Niedersachsen Verlässlichkeit hergestellt ist. Die Ganztagsschulen sind über den Haushalt abgesichert". >> mehr
 
15.08.2011, NP Justiz prüft 24.000 Verträge von Ganztagsschulen

Laut GEW müssen bis zu 24.000 Honorarverträge von Ganztagsschulen von der Staatsanwaltschaft überprüft werden. Sollten sie gegen das Gesetz verstoßen, würden millionenschwere Nachzahlungen fällig. Die SPD fordert eine Sonderprüfung, das Kultusministerium bleibt gelassen.
Ende Januar hatte die Staatsanwaltschaft Akten des Kultusministeriums eingezogen, um zu klären, ob Schulen für einige Mitarbeiter sozial- und rentenversicherungspflichtig gewesen wären. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, würden Nachzahlungen in Millionenhöhe fällig. „Die Ermittlungen werden sicherlich noch weit ins nächste Jahr hineinreichen“, betonte Knothe.....
 
14.07.2011

Staatsanwaltschaft / Gerichtsentscheide zu Honorarverträgen für Ganztagskräfte an Hannovers Schulen

14.07.2011, HAZ >> Staatsanwaltschaft ermittelt in bis zu 10000 Fällen

14.07.2011, PM >> Grüne: Halbwahrheiten oder Vernebelungsstrategie von Minister Althusmann? - Kultusministerium im Visier der Staatsanwaltschaft. PRESSEMITTEILUNG von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Niedersächsischen Landtag NR. 250 Datum: 14. Juli 2011
14.07.2011, HAZ >> Arbeitsverträge: Mehr Sicherheit für Ganztagskräfte an Grundschulen in Hannover. Die Stadt Hannover muss zwei Mitarbeiterinnen an Ganztagsschulen nun fest anstellen. Vor dem Arbeitsgericht haben sie eine Festanstellung eingeklagt. Die Stadt hat nun das gleiche Problem wie das Land Niedersachsen.

14.07.2011, HAZ Staatsanwaltschaft ermittelt in bis zu 10000 Fällen

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt in 8000 bis 10000 Fällen gegen das Land wegen des Verdachts auf Beschäftigung Scheinselbstständiger. Es geht dabei um Honorarkräfte an Ganztagsschulen, die offenbar über längere Zeiträume und weisungsgebunden beschäftigt waren, ohne dass vom Arbeitgeber Steuern und Sozialabgaben abgeführt wurden. Das Arbeitsgericht Hannover hat bereits mehreren Klägern, die auf diese Weise als Selbstständige an Schulen tätig waren, einen unbefristeten Arbeitsvertrag zugesprochen. Die Staatsanwaltschaft interessiert sich speziell für die nicht gezahlten Steuern und Sozialabgaben. Falls das zutrifft, liegt der Straftatbestand des „Vorenthaltens von Arbeitsentgelt“ vor. „Die Betroffenen müssen nachversichert werden. Dazu müssen ihre Beschäftigungszeiten genau ermittelt werden“, sagt Oberstaatsanwalt Manfred Knothe. In der Angelegenheit sind Hauptzollamt, Polizei und Rentenversicherung von Bund und Land seit Jahresanfang für die Staatsanwaltschaft tätig. Knothe rechnet damit, dass sich die Nachforschungen noch etliche Monate hinziehen werden. Bisher ist noch nicht geklärt, gegen welche Person sich eine eventuelle Anklage richten könnte. Bisher wird gegen „Verantwortliche im Kultusministerium“ ermittelt. Die Gewerkschaften sehen es kritisch, dass die Betroffenen sich nun einzeln in reguläre Arbeitsverträge einklagen müssen. „Das Land als Arbeitgeber müsste für eine kollektive arbeitsrechtliche Lösung sorgen“, sagt Nils Johannsen, Sekretär der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Nach Kenntnis der GEW treten auch Sozialunternehmen, Bildungs- und Elternvereine als Vertragsgeber für Honorarkräfte an Schulen auf. Auch auf sie könnten Klagen auf Festanstellung zukommen. bil

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14.07.2011, PM

Grüne: Halbwahrheiten oder Vernebelungsstrategie von Minister Althusmann? - Kultusministerium im Visier der Staatsanwaltschaft

PRESSEMITTEILUNG von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Niedersächsischen Landtag NR. 250 Datum: 14. Juli 2011

Die Landtagsgrünen haben die heute nach Presseberichten von der Staatsanwaltschaft eingeräumten Ermittlungen gegen verantwortliche Personen im Kultusministerium im Zusammenhang mit rechtswidrigen Beschäftigungsverhältnissen an Ganztagsschulen in 8.000 - 10.000 Fällen mit Interesse zur Kenntnis genommen. "Bisher hat Kultusminister Althusmann stets den Eindruck erweckt, es werde gegen Unbekannt ermittelt. Der Frage nach der Verantwortlichkeit für möglicherweise strafbare Handlungen ist er damit bisher gezielt ausgewichen, obwohl - wie wir jetzt erfahren - von Anfang an gegen verantwortliche Personen aus seinem Hause ermittelt wird", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter heute in Hannover. So habe Althusmann nach der staatsanwaltlichen Durchsuchung im Januar 2011 verlauten lassen: "Die Ermittlungsbehörden haben das Kultusministerium gebeten, wegen laufender staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gegen Unbekannt im Zusammenhang mit der Vertragspraxis an Ganztagsschulen Akten zur Verfügung zu stellen." Die Grünen Politikerin will nach der parlamentarischen Sommerpause eine Ausschussunterrichtung beantragen. Dort soll der Minister Gelegenheit zur Klärung erhalten.

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14.07.2011, HAZ Arbeitsverträge: Mehr Sicherheit für Ganztagskräfte an Schulen in Hannover

Die Stadt Hannover muss zwei Mitarbeiterinnen an Ganztagsschulen nun fest anstellen. Vor dem Arbeitsgericht haben sie eine Festanstellung eingeklagt. Die Stadt hat nun das gleiche Problem wie das Land Niedersachsen.

Von Bärbel Hilbig

Hannover. Als Elvira Leder vor sieben Jahren zum ersten Mal stundenweise an einer Grundschule arbeiten wollte, riet ihr die Beraterin bei der Arbeitsagentur dringend ab. „Sie hielt es für eine Sackgasse“, erinnert sich Leder. Doch die Diplom-Kulturpädagogin hoffte damals, einen Fuß in die Tür zu bekommen, so wie etliche Akademiker, die aus dem einen oder anderen Grund in der Arbeitslosigkeit gelandet waren.

Die Dame vom Amt hatte in gewisser Weise recht. Elvira Leder jongliert bis heute mit verschiedenen kleinen Tätigkeiten mit jeweils sehr geringer Stundenzahl und bezieht zusätzlich Geld vom Jobcenter. Als Selbstständige leitet sie in der Grundschule In der Steinbreite eine Arbeitsgemeinschaft und gibt Hausaufgabenhilfe. Damit kommt sie auf sechs Stunden pro Woche. Mit zwei Kolleginnen in ähnlicher Lage ist Leder jetzt vor das Arbeitsgericht Hannover gezogen. Alle drei hofften auf einen festen Arbeitsvertrag inklusive Sozialversicherung mit dem Land.

Doch Richterin Birgitta Stindt sieht in diesem Fall die Stadt Hannover in der Pflicht. Die Grundschule, in der die drei Klägerinnen arbeiten, verfolgt das städtische Modell „Schule im Stadtteil“. Es gibt Mittagessen und Nachmittagsangebote für die Kinder, ganz ähnlich wie in einer offenen, nicht teilnahmeverpflichtenden Ganztagsschule des Landes. „Die Stadt zahlt Angebote an Schulen, die noch keine Ganztagsschulen sind. Im Grunde fördert sie etwas, das Landesaufgabe ist“, sagt Elvira Leders Anwalt Karl Otte. Die Verträge der Honorarkräfte tragen das Logo der Schule, einer Landeseinrichtung. „Die Hausaufgabenhilfe ist pädagogisch mit der Schule verzahnt“, argumentiert Otte.

Justiziarin der Stadt versucht Aufgabe der Betreuer herunterzureden

Für Richterin Birgitta Stindt zählt jedoch, dass die Stadt zahlt. „Das Modell ist keine Ganztagsschule im eigentlichen Sinne. Es handelt sich um eine rein freiwillige Betreuung.“ Die Stadt soll nun zwei der Klägerinnen feste Arbeitsverträge mit geringer Stundenzahl anbieten, weil sie länger als zwei Jahre in der Grundschule tätig sind. Für Elvira Leder ändert sich allerdings nichts. Mit Beginn des dritten Arbeitsjahres trat ein Verein als Träger für die Honorarkräfte auf. Die beiden Mitklägerinnen verweigerten die Vertragsunterzeichnung und bekamen bisher kein Geld für ihre Arbeit. Elvira Leder unterschrieb und ärgert sich heute. „Aber ich lebe davon.“

Die Stadt hat sich nun ein ähnliches Problem wie das Land eingehandelt. Beide propagieren die Ganztagsschule, die Eltern die Berufstätigkeit und Kindern besseres Lernen ermöglichen soll. Die Budgets sind jedoch so gering angesetzt, dass bisher überwiegend freie Mitarbeiter angeheuert wurden. Der ehemalige Leiter der Grundschule, Uwe Horstmann, sieht die Bemühungen der Stadt durchaus positiv. „Aber Verträge und Finanzausstattung hätten sorgfältiger überlegt werden müssen.“ Elvira Leder wird wohl weiter klagen. Und sie ärgert sich, dass eine Justiziarin der Stadt im Prozess ihre Hausaufgabenhilfe als reine Aufsicht herunterzureden versuchte. „Die Kinder brauchen wirklich Hilfe. Und das ist nicht einfach.“

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09.07.2011, HAZ online Hannovers Grüne fordern Geld für Ganztagsschule

Die Grünen im Stadtrat fordern vom Land, das Geld für Ganztagsschulen unverzüglich aufzustocken. Hintergrund ist die Sorge von Schulleitern, ihre Ganztagsangebote nicht aufrechterhalten zu können. Einige Honorarkräfte konnten vor Gericht Arbeitsverträge erwirken.....

Hannover. Damit kommen deutlich höhere Kosten auf die Schulen zu, weil sie nun auch Sozialversicherungsbeiträge aus ihrem nicht erhöhten Etat zahlen sollen.

Das Land entziehe sich seiner bildungspolitischen Verantwortung, kritisiert Regine Kramarek, schulpolitische Sprecherin der Grünen. „Es kann nicht sein, dass die Landesregierung die Finanzierungsverantwortung für die Anstellungsverhältnisse der pädagogischen Mitarbeiter an die Kommunen und Schulen abschiebt. Wer Ganztagsschulen genehmigt, muss sie auch angemessen finanzieren.“

Kramarek verweist darauf, dass die Stadt bereits jetzt einen Großteil der Kosten für qualifizierte Nachmittagsangebote an Ganztagsgrundschulen schultere. Die Qualität der Betreuung müsse dabei erhalten bleiben, auch wenn es zusätzliche Kosten bedeute.

 
06.07.2011, HAZ Schulleiter besorgt um Ganztagsangebote
Angestellte Mitarbeiter kosten mehr - doch Budget des Landes stagniert / von Bärbel Hilbig

An etlichen Ganztagsschulen grassiert die Sorge, bald finanziell in Bedrängnis zu geraten. Mehrere freiberufliche Honorarkräfte, die nachmittags Kurse leiten oder Kinder beaufsichtigen, haben vor Gericht eine Festanstellung und damit Einzahlungen in die Sozialkassen erstritten. "Wir müssen aber mit dem gleichen Budget auskommen und werden im neuen Schuljahr wahrscheinlich weniger Mitarbeiter beschäftigen können", sagt Tanja Hanebuth, stellvertretende Leiterin der Rosa-Parks-Schule. Das würde Einschnitte im Angebot bedeuten.

"wenn die Stadt das Geld des Landes für den Ganztagsbetrieb nicht aufstocken würde, wären wir längs pleite", sagt Hans-Jürgen Meyer von der Grundschule Alemannstraße. Ohne Zweifel seien feste Verträge für die pädagogischen Mitarbeiter angebracht. "Aber ich sitze jetzt richtig schön alleine da. Es wird erwartet, dass wir Defizite im Ganztagsbudget aus dem Schuletat für Fortbildung und Landheimfahrten bezahlen." Als weitere Möglichkeit habe die Landesschulbehörde nahegelegt, nur an vier statt an fünf Tagen Nachmittagsangebote für die Grundschüler zu machen. Doch für die Ganztagsgrundschulen in Hannover trägt die Stadt den Löwenanteil der Kosten- zum Konzept gehören Nachmittagsangebote an fünf Tagen.

Nach Auskunft des Kultusministeriums haben über 40 Schulen angemeldet, dass sie mehr Geld brauchen. "Meines Erachtens sind das Einzelfälle. Die Schulleiter überlegen in enger Abstimmung mit der Landesbehörde, wie sie weiter vorgehen", sagt Ministeriumssprecher Roman Hasse. Die Landesschulbehörde prüft alle Verträge, die die Schulen für August abschließen wollen - man will zukünftige Klagen vermeiden. "Es ist ein Flickenteppich, weil Land, Förderverein, Kooperationspartner und Stadt Mitarbeiter bezahlen", sagt Frank Post von der Grundschule Fuhsestraße.

Ein besonderes Problem besteht an der Integrierten Gesamtschule Stöcken. Auch dort hat ein Mitarbeiter eine Festanstellung erreicht und kostet die Schule damit mehr. Noch gravierender ist aus Sicht von Schulleiter Rolf Doele jedoch, dass er ab August drei Jahrgänge im Gnztag hat, das Budget aber auf dem Niveau für einen Jahrgang stagnier.t

>> Themenseite Ganztag
 
28.04.2011, HAZ Honorarkraft bekommt recht
>> Honorarkraft bekommt recht, pdf, 18kb Im Streit um die zweifelhaften Honorarverträge an Ganztagsschulen hat ein weiterer freier Mitarbeiter gestern rückwirkend seine unbefristete Festanstellung ereicht. Frank Böttcher bekam seit Herbst 2004 für seine angeblich freiberufliche Tätigkeit an einer Hauptschule jeweils nur Halbjahresverträge. Die beklagte Landesschulbehörder stimmte vor dem Arbetisgericht Hannover einem Vergleich zu. Anerkannt hat das Land jetzt ein unbefristetes Arbeitsverhältnis seit September 2006, weil seitdem die Verträge lückenlos aufeinander folgten. Vorher gab es jeweils einmonatige Unterbrechungen in den Sommerferien. Völlig offen bleibt jedoch, wie die Tätigkeiten der bisher freien Mitarbeiter definiert und damit bezahlt werden. Doch davon dürfte die Zukunft der Ganztagsschulen abhängen. .... Böttchers bisherige Arbeitszeit betrug sechs Stunden für technische Dienstleistung, außerdem 14 Unterrichtsstunden, die an der Hauptschule zeitlich einer halben Lehrerstelle entsprechen ...
 
17.02.2011, Stadtanzeiger West

GS Am Lindener Markt: Das lange Warten auf eine Genehmigung, pdf, 17 kb

 
27.01.2011 Regionselternrat: Änderung des Nds. Schulgesetzes hier: Einführung der Oberschule
 

An den Landeselternrat, Berliner Allee 19, 30175 Hannover

Sehr geehrte Damen und Herren, der Regionselternrat Hannover hat in seiner Sitzung am 25.01.2011 ausführlich über die Einführung der Oberschule diskutiert.

Es bestand Einigkeit, dass die neue Oberschule sehr stark an das Modell der kooperativen Gesamtschule angelehnt ist. Aufgrund der Ähnlichkeit beider Modelle stellt sich die Frage, ob tatsächlich eine weitere Schulform notwendig ist oder ob die Verbesserung der Bildungsqualität nicht auch im bestehenden System erreicht werden kann.

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist die Ungleichbehandlung der verschiedenen Schulformen. Während die Oberschule einen Anspruch auf eine halbe Stelle für eine sozialpädagogische Fachkraft hat, gibt es diesen Anspruch für andere Schulformen nicht.

Die Einführung eines Ganztagsangebots wird für bestehende Schulformen nur in der Form einer offenen Ganztagsschule genehmigt. Dagegen kann die Oberschule als teilweise gebundene Ganztagsschule geführt werden, was zu einer besseren Ausstattung mit Lehrkräften und Sachmitteln führt.

Völlig unverständlich ist für den Regionselternrat Hannover, dass die Oberschule 2-zügig (ohne gymnasiale Oberstufe) bzw. 3-zügig (mit gymnasialer Oberstufe) geführt werden kann, die Gründung einer IGS aber davon abhängt, dass eine 5-Zügigkeit gewährleistet ist. Als Argument wurde vom Kultusministerium bisher immer angeführt, dass nur bei einer 5-Zügigkeit ein entsprechendes Angebot gewährleistet sei. Warum dieses Argument für die Oberschule nicht gelten soll, ist nicht nachvollziehbar.

Mit freundlichen Grüßen Ute Schaumann - Vorsitzende des Regionselternrats

 

Vorstand des Regionselternrats - Ute Schaumann (Vorsitzende), Sabine Weber, Jürgen Kaul, Jochen Pauling, Andreas Schriegel

 
 
16.02.2011. SPD Die gute Schule von morgen - Für einen "Masterplan Qualitätsoffensive Ganztagsschule"
 

Der Nationale Bildungsbericht 2010, den der Bundestag in dieser Woche berät, belegt: Mit dem Ganztagsschulprogramm hat die SPD-geführte Bundesregierung ab 2003 ei-nen Ausbauschub bei den Ganztagsschulangeboten angestoßen. Die Zahl der Ganz-tagsschulen hat sich seither verdoppelt. Trotzdem liegt Deutschland beim Ganztagsschulangebot im internationalen Vergleich immer noch zurück. Deshalb ist die Zeit reif für einen neuen "Masterplan Qualitätsoffensive Ganztagsschule". Im Arbeitsprogramm "Deutschland 2020" hat die SPD ihr Ziel klar formuliert: Bis 2020 soll jedes Kind und jeder Jugendliche die Möglichkeit haben, eine gute Ganztagsschule zu besuchen..

 
12.02.2011

Gesamtschule hat Potenzial zur Integration

12.02.2011, HAZ

Gesamtschule hat Potenzial zur Integration, pdf, 17 kb

  Integrierte Gesamtschulen (IGS) tragen deutlich besser zur Chancengleichheit im Bildungssystem bei als Schulen des dreigliedrigen Systems. Zu diesem Resultat kommt der zweite Bericht zum Integrationsmonitoring, den die Stadt den Mitgliedern des Integrationsrates vorgelegt hat. "Der Bericht zeigt, dass sich an Integrierten Gesamtschulen der Anteil deutscher und nicht deutscher Schüler in der Sekundarstufe I nicht wesentlich unterscheidet, wohingegen an Gymnasien der Unterschied besonders groß ist", kommentierte Alptekin Kirci, migrationspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, das integrative Potenzial der IGS. ....
12.02.2011, HAZ Doch mehr Chancen für Gesamtschule, pdf, 18 kb
12.02.2011, HAZ Schulstreik gegen einen Lehrer, pdf, 19 kb
10.02.2011 Landtagsjuristen kritisieren Oberschule
10.02.2011, HAZ >> Landtagsjuristen kritisieren Oberschule, pdf, 17 kb Die Juristen des niedersächsischen Landtags haben verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Pläne zur neuen Oberschule. Mit der Benachteiligung von Gesamtschulen gegenüber Oberschulen verstoße der Schulgesetzentwurf, den die Regierungsfraktionen von CDU und FDP ausgearbeitet haben, möglicherweise gegen den in der Verfassung verbrieften Gleichbehandlungsgrundsatz. Dies geht aus einer Stellungnahme des Gesetzgebungs- und Beratungsdienstes des Landtags hervor, die dieser Zeitung vorliegt. Wörtlich heißt es in dem Schreiben, es "stellt sich die Frage, inwieweit eine unterschiedliche Behandlung von Gesamtschulen und Oberschulen im Hinblick auf Artikel 3 im Grundgesetz gerechtfertigt werden kann. Die organisatorischen Regelungen für die zulässigen Schulformen müssen in sich widerspruchsfrei sein." Die Landtagsjuristen beziehen sich dabei auf die unterschiedlichen Gründungsvoraussetzungen für Integrierte Gesamtschulen und Oberschulen. Sie rügen, dass Oberschulen im Gesetzentwurf als ersetzende Schulformen geführt werden, also an die Stelle von Haupt- und Realschulen treten können, während Gesamtschulen lediglich den Status von ergänzenden Schulen haben. Gesamtschulen können in den Landkreisen nur parallel zu Gymnasien, Haupt- und Realschulen errichtet werden, sie dürfen diese aber nicht ersetzen: Ein gymnasiales Angebot ist zwingender Bestandteil von IGS, während Oberschulen Gymnasialklassen führen können, aber nicht müssen. >> "Landtagsjuristen kritisieren Oberschule, pdf, 17 kb..
07.02. - 09.02.2011 Inklusion braucht rechtliche und gestaltbare Grundlagen
18.-20.03.2011, Tagung

>> Akademie Loccum: Inklusion - ja, aber wie?, pdf, 274 kb

09.02.2011, VBE, PM >> Inklusion braucht Grundlagen, pdf, 66 kb "Eine barrierefreie Lebensführung von Anfang an sei die Bringschuld der gesamten Gesellschaft", stellte Professor Clemens Hillenbrand seinem Vortrag "Wege zu einer inklusiven Schule" voran. Das dies eine große Herausforderung für die Pädagogen aller Erziehungs- und Bildungsstufen sei, daran ließ er keinen Zweifel. Er forderte u.a. eine umfangreiche Fortbildung aller Beteiligten, multiprofessionelle Teams in allen Schulstufen, eine dem inklusiven Unterricht angemessene Qualität und die Weiterentwicklung von Spezialschulen. >> www.grundschultag.de >>www.vbe-nds.de
05.02.2011, SPD >> SPD: Das Niedersachsenpapier, pdf, 81 kb
08.02.2011, NP Gewerkschaft will "Billig"-Ganztagsschule stoppen
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat angesichts des Ärgers mit umstrittenen Honorarverträgen ein neues Konzept für Ganztagsschulen gefordert..,,,,..
>> http://www.neuepresse.de/Hannover/Uebersicht/Gewerkschaft-will-Billig-Ganztagsschule-stoppen
 
03.02.2011, HAZ Stadt Hannover prüft Gründung neuer Gesamtschulen
Die Stadt Hannover prüft die Gründung neuer Gesamtschulen. Oberbürgermeister Stephan Weil kritisiert die vom Land geplante neue Oberschule als Konkurrenz zu bewährten Schulformen. Die Stadt trifft Vorbereitungen dafür, weitere Integrierte Gesamtschulen zu gründen. Oberbürgermeister Stephan Weil kündigte am Mittwoch an, dass Eltern von Grundschülern dieses Jahr wieder befragt werden sollen, welche Schulform sie bevorzugen. „Wenn unsere Vermutung richtig ist, gibt es Bedarf an zwei weiteren vierzügigen Gesamtschulen. Trifft das zu, werden wir uns bemühen, sie bereitzustellen.“ ...
Der Regionselternrat, die Vertretung der Eltern von Schulkindern, sieht die Oberschule ähnlich kritisch wie Weil. Die Eltern bemängeln die geplante Ungleichbehandlung mit anderen Schulformen. Es sei völlig unverständlich, dass die Oberschule mit zwei Klassen pro Jahrgang, oder drei Klassen bei gymnasialer Oberstufe, geführt werden könne, für die IGS-Gründung aber eine Fünfzügigkeit gewährleistet werden müsse. Außerdem könnten bestehende Schulen nur beantragen, offene Ganztagsschule mit geringem Personalbudget zu werden – im Gegensatz zur Oberschule. ...

2008 hat die Stadt zum ersten Mal alle Eltern von Grundschülern nach ihren Wünschen befragt. 44 Prozent der Eltern wünschten sich eine Integrierte Gesamtschule für ihr Kind, rund 54 Prozent ein Gymnasium. Da damals deutlich zu wenig Plätze an Gesamtschulen bereitstanden, gründete die Stadt in der Folge die IGS Stöcken, Büssingweg und Badenstedt. Bei den Anmeldungen für die fünften Klassen zeichnete sich 2010 aber wieder ein Mangel an IGS-Plätzen ab.

>> http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Stadt-Hannover-prueft-Gruendung-neuer-Gesamtschulen
 
28.01.2011, HAZ Nachbesserungsbedarf: Gedämpftes Echo auf neue Oberschule

Ein neues Schulkonzept sorgt in Niedersachsen für Diskussionen: Haupt- und Realschulen sollen zu Oberschulen zusammengelegt werden können – viele Verbände sehen da noch Nachbesserungsbedarf. ....Besonders scharf fiel die Kritik des Landeselternrates aus. Der Gesetzesentwurf sei „überflüssig, unausgegoren und nicht zustimmungsfähig“, sagte der Vorsitzende Pascal Zimmer. Er sieht in der Oberschule eine „Ungleichbehandlung von Schulformen“. Zimmer monierte, dass die neue Oberschule mit gymnasialem Zweig auch schon mit drei Parallelklassen geführt werden darf, während Integrierte Gesamtschulen mindestens fünf parallele Klassen pro Jahrgang vorweisen müssen.

>> http://www.neuepresse.de/Nachrichten/Politik/Niedersachsen/Gedaempftes-Echo-auf-neue-Oberschule
 
28.01.2011, GEW GEW: Wahlkampf-Bluff statt Schulreform

"Die Koalition muss sich entscheiden: Will sie mit dem Türschild Oberschule einen Wahlkampf-Bluff organisieren oder eine ernsthafte Schulreform, die den Erwartungen der Eltern und Schulträger gerecht wird?", urteilte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Eberhard Brandt, im Rahmen der Anhörung des neuen Schulgesetzes im Kultusausschuss am 28. Januar 2011.
Die Oberschule sei keine neue Schulform. Unter ihrem Etikett verberge sich die schon bisher bestehende verbundene Haupt- und Realschule, die allerdings pädagogisch schlechtere Handlungsmöglichkeiten habe als die bis 2004 bestehende integrative Sekundarschule, die die SPD eingeführt hatte.

>> texte/2011-01-28_gew_wahlkampf-bluff.pdf, 32 kb
 
28.01.2011, GEW Stellungnahme der GEW zum Entwurf "Gesetz zur Neuordnung der Schulstruktur in Niedersachsen"

GEW, Stellungnahme der GEW zum Entwurf "Gesetz zur Neuordnung der Schulstruktur in Niedersachsen" (Drs.16/3155) sowie zu den Entschließungsanträgen der Fraktionen SPD, DIE LINKE und die Grünen (Drsn. 16/2278, 16/2766, 16/2978), Anhörung am 27. und 28.01.2011

Der Schülerrückgang sowie das Anwahlverhalten der Eltern haben zur Folge, dass Standorte des gegliederten Schulwesens insbesondere in den ländlichen Regionen nicht zu halten sind. Immer mehr Haupt- und Realschulen unterschreiten die zulässige Zügigkeit.
Die Schulträger verlangen praktikable und finanzierbare Lösungen, die ihnen einen erweiterten Gestaltungsspielraum zur Entwicklung eines wohnortnahen Schulangebots geben.
Immer mehr Eltern wünschen eine Schule, in der alle Kinder über den 4. Schuljahrgang hinaus gemeinsam lernen und die alle Bildungsgänge (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) integriert. Sie fordern diese Alternative zum gegliederten Schulsystem, um die Schullaufbahn möglichst lange offen zu halten ...

Die GEW schlägt vor, in folgenden Bereichen Änderungen im Gesetzentwurf vorzunehmen.
Die Mindestzügigkeit zur Genehmigung von Integrierten Gesamtschulen wird auf vier Züge, in Ausnahmefällen auch auf drei Züge gesenkt.
Auch Integrierte Gesamtschulen können ersetzende Schulform werden.
Die Zuschläge zum Ausbau von gebundenen Ganztagsschulen stehen allen Schulformen zu
Das Abitur nach zwölf Jahren als Regelfall wird (für Integrierte Gesamtschulen und Oberschulen) abgeschafft ...

>> texte/2011-01-27_gew_schulstruktur_stellungnahme.pdf
 
28.01.2011 Stellungnahmen zur Änderung des NSchG zur Oberschule
  LER, 27.01.2011 >> Stellungnahme des Landeselternrates Niedersachsen (LER) als pdf, 56 kb
  LER, 27.01.2011 >> Pressemitteilung des Landeselternrates Niedersachsen (LER) als pdf, 18 kb
  SPD, 27.01.2011 >> Pressemitteilung der SPD als pdf, 20 kb
  Grüne, 27.01.2011 >> Pressemitteilung der Grünen als pdf, 37 kb
 

VNL der nds. Lehrkräfte, 30.03.2010 >> Stellungnahme des Verbandes der nieders. Lehrkräfte als pdf, 27 kb

  >> mehr Informationen zur Oberschule in Niedersachsen
 
28.01.2011 Staatsanwalt ermittelt zu Honorarverträgen in Ganztagsschulen
  SPD, 27.01.2011 >> Pressemitteilung der SPD - "Staatsanwalt im Kultusministerium: Minister hat Brisanz unterschätzt" als pdf, 17 kb
  SPD-Bundestagsfraktion, 26.01.2011 >> Kompaktinfo - Die Schule von Morgen
  MK Nds., 27.01.2011 >> Pressemitteilung des Kultusministeriums (MK) zu Verträgen mit außerschulischen Fachkräften als pdf, als pdf, 39 kb
  >> mehr Informationen zur Ganztagsschule
 
22.01.2011. HAZ IGS-Schüler schaffen höhere Abschlüsse

Hannover. Zahlreiche Gesamtschüler erreichen bessere Schulabschlüsse, als ihnen nach der Grundschule prognostiziert worden war. Wie aus einer Erhebung das Gesamtschulverbandes Niedersachsen hervorgeht, haben zum Ende des vergangenen Schuljahres besonders viele IGS-Schüler die Voraussetzung für das Abitur erfüllt, denen man vom Besuch eines Gymnasiums nach der Grundschule abgeraten hatte. ...

>> 2011-01-22_haz_igs-schüler-höhere-abschlüsse.pdf, 18 kb

 

 
20.01.2011. HAZ Mitarbeiter wartet auf Anstellung

Das Land hat dem pädagogischen Mitarbeiter einer Schule, der im November erfolgreich auf seine Anstellung geklagt hat, bisher keine Stelle angeboten. Der Anwalt des Betroffenen befürchtet eine Verzögerungstaktik. "Das Land scheint sich nicht zuständig zu fühlen und dem Schulleiter die Verantwortung zuschieben zu wollen", sagt Oliver Bandosch von der Rechtsabteilung der Gewerkschaft ver.di. Er vertritt den 35-jährigen Kläger, der offiziell als selbständige Honorarkraft im Ganztagsbetrieb der Goetheschule eingesetzt war. Das Arbeitsgericht befand jedoch, dass die Arbeit eindeutig weisungsabhängig war und deslab ein reguläres Arbeitsverhältnis besteht. ....

>> 2011-01-20_haz_honorarkraft.pdf, 17 kb

 

 
19.01.2011. HAZ, Nds. MK, LER Kritik am neuen Niedersächsischen Schulgesetz

Hannover: In einem offenen Brief an alle Landtagsabgeordneten hat der Landeselternrat Niedersachsen erneut die Pläne zur Einführung der Oberschule kritisiert. „Viele Eltern bedauern es, dass mit dem vorliegenden Gesetzesentwurf jetzt die Chance auf einen dauerhaften Schulfrieden für Niedersachsen verpasst wird“, heißt es in dem Schreiben. Der Landeselternrat spricht von einer „Ungleichbehandlung der Schulformen“, weil die Hürden zur Gründung von Gesamtschulen nicht gesenkt würden. In der kommenden Woche sollen Schulträger, Eltern- und Lehrerverbände angehört werden, bevor das Schulgesetz anschließend im Parlament beraten wird.

>> Offener Brief des Landeselternrates Niedersachsen als pdf, 46 kb

>> PI zum Offenen Brief als pdf, 35 kb

>> Nds. Kultusmin. (MK): Infobrief zur Oberschule als pdf, 30 kb >> Nds. MK: Hinweise an die Schulträger zur Errichtung von Oberschulen als pdf, 88 kb
>> HAZ, 19.01.2011. "Kritik am neuen NSchg" als pdf 14 kb >> Thema Oberschule auf dieser Homepage
 
PM, 21.10.2009 Verwaltung legt Beschlussdrucksache zum Ausbau von Ganztagsgrundschulen vor

Verwaltung legt Beschlussdrucksache zum Ausbau von Ganztagsgrundschulen vor

Die Zahl der Ganztagsgrundschulen in Hannover soll bis zum Schuljahr 2012/2013 von jetzt fünf auf dann 21 Schulen erhöht werden. Für den Ausbau von Ganztagsgrundschulen sollen aus dem Sanierungsprogramm 2010 bis 2012 bis zu 6,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Inklusive der bereits aus dem Sanierungsprogramm zur Verfügung ge-stellten 6 Millionen Euro und den im Kon-junkturprogramm für Ganztagsschulen veran-schlagten 5,3 Millionen Euro fließen damit 17,6 Millionen Euro in den Ausbau von Ganz-tagsschulen insgesamt.

Die mit außerschulischen Partnern zu entwickelnden Nachmittagsangebote sollen aus städtischen Mitteln in Höhe von bis zu 70.000 Euro jährlich pro Grundschule finanziert werden, das entspricht Kosten von rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Damit ergänzt die Landeshauptstadt die Grundausstattung, die das Land Niedersachsen für offene Ganztagsschulen zur Verfügung stellt.

Eine entsprechende Beschlussdrucksache mit einem "Rahmenkonzept zum Ausbau von Ganztagsgrundschulen" hat die Verwaltung jetzt den Ratsgremien vorgelegt.

"Die Ganztagsschule ist der Schlüssel für bessere Bildung, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bessere Integration", so Oberbürgermeister Stephan Weil zum Vor-schlag der Verwaltung.

Zurzeit stellt sich die Versorgung mit Ganztagsschulen in Hannover wie folgt dar: Bei Hauptschulen, Haupt- und Realschulen, Gymnasien sowie Schulen mit besonderem pädagogischen Profil sind 50 Prozent Ganztagsschulen, bei den Realschulen liegt die Quote bei 27 Prozent und die Integrierten Gesamtschulen sind zu 100 Prozent Ganztagsschulen. Von den 56 Grundschulen in Hannover arbeiten lediglich fünf Schulen als Ganztagsschulen, das entspricht einem Anteil von nur neun Prozent.

Das "Rahmenkonzept zum Ausbau von Ganztagsgrundschulen" sieht verlässliche Angebote für die gesamte Grundschulzeit als schulische Veranstaltung vor - bei Bedarf an fünf Tagen in der Woche in der Zeit von 7 bis 17 Uhr. Im Rahmen des schulischen Ganztagsangebotes wird den Kindern ein Mittagessen angeboten. Generell sind am Nachmittag qualifizierte Hausaufgabenhilfe sowie individuelle Fördermaßnahmen vorgesehen, dazu kommen Aktivitäten und Projekte aus den Bereichen Kultur, Sport, Spiel und Natur. Ferienfreizeiten können das Programm ergänzen.

Um die Angebote umzusetzen, sollen die Ganz-tagsschulen vorrangig mit Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, der kulturellen Bildung und des Sports kooperieren. Die Schulen werden in ihrer Arbeit unterstützt durch die SchulbildungskoordinatorInnen des Fachbereiches Schule. Aus dem Budget werden Kräfte für die Organisation des Ganztagsan-gebotes sowie die Unterstützung der Schul-leitung und die sozialpädagogische Betreuung finanziert.

Da die gesetzlichen Vorgaben zurzeit keine gebundenen Ganztagsschulen ermöglichen, werden die Grundschulen als offene Ganztagsschulen ausgebaut. Die Mitfinanzierung der Nachmittagsangebote ist für die Betreuung von rund 50 Kindern täglich an fünf Wochentagen ausgerichtet. Maximal stehen 70.000 Euro jährlich pro Schule zur Verfügung. Das wird als ausreichend angesehen, sofern das Land Niedersachsen den Schulen die entsprechenden Lehrerstunden/Budgets zur Verfügung stellt.

"Die schulischen Nachmittagsangebote der Ganztagsgrundschulen sind grundsätzlich kostenlos. Die Ausdehnung des Schultags in den Nachmittag an möglichst fünf Tagen in der Woche mit einer Verlässlichkeit für Eltern von 7 bis 17 Uhr verbunden mit einer Ferienbetreuung ist ein wichtiger Baustein in ei-nem Gesamtkonzept von Bildung, Betreuung und Erziehung. Mit ihm können sowohl Chancenge-rechtigkeit und Integration als auch die so-zialen, fachlichen und methodischen Kompe-tenzen der Kinder individuell gefördert wer-den. Kostenpflichtig sind das Mittagessen und die Ferienangebote", so Kultur- und Schuldezernentin Marlis Drevermann zum Kon-zept.

"Das Wahlrecht für Eltern eröffnet wirtschaftliche Perspektiven für die Stadt im Vergleich zur Inanspruchnahme einer kostenaufwändigen Hortbetreuung", unterstrich Weil.

Mit der Vorlage der Beschlussdrucksache folgt die Verwaltung einem im Rahmen der Haushaltsplanberatungen 2009 beschlossenen Ratsauftrag. Danach sollen das bereits bestehende Konzept zur "Schule im Stadtteil" und die Pläne für die "offene Ganztagsschule" zu einem kommunalen Rahmenkonzept weiterentwickelt werden, um mittelfristig eine verlässliche und bedarfsgerechte Betreuung (fünf Tage in der Woche und Ferienbetreuung) von Grundschulkindern zu erreichen.

 

HAZ, 10.07.2007

Mehr Lehrer für Ganztagsschulen

HAZ, 10.07.2007 Mehr Lehrer für die Schulen Zusätzliche Lehrerstunden für Ganztagsschulen in der Region Hannover: Elf der insgesamt 51 Schulen der Region mit Ganztagsangeboten können sich von September an über zusätzliche Lehrerstunden freuen.... >> Ganztagsschulen

HAZ, 10.07.2007 Ganztagsschulen werden immer beliebter Kultusminister Busemann rückt mehr Geld heraus / Zahl der Angebote hat sich in den letzten Jahren verdreifacht.... >> Ganztagsschulen

 
HAZ, 10.07.07 Mehr Lehrer für die Schulen

Neue Ganztagsangebote

Von Julia Pennigsdorf
Zusätzliche Lehrerstunden für Ganztagsschulen in der Region Hannover: Elf der insgesamt 51 Schulen der Region mit Ganztagsangeboten können sich von September an über zusätzliche Lehrerstunden freuen. Das teilte Kultusminister Bernd Busemann gestern mit.
In den Genuss der zusätzlichen Stunden, die auch in Form eines Budgets in Geld ausgezahlt werden können, um Honorarkräfte zu bezahlen, kommen folgende Schulen: Das Gymnasium Tellkampfschule und die Albert-Schweitzer-Grundschule in Hannover sowie die Kooperativen Gesamtschulen in Sehnde, Ronnenberg, Laatzen, Barsinghausen und Wennigsen, das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Berenbostel, die Grundschule Pestalozzistraße und die Grund- und Hauptschule Rathausstraße in Laatzen und die Gerhard-Hauptmann-Hauptschule in Springe.
Groß war die Freude gestern an der KGS Albert-Einstein, die von September an 99 Lehrerstunden pro Woche zusätzlich erhält. „Ich hätte nie geglaubt, dass wir so viel bekommen. Das ist endlich angemessen“, sagt Schulleiterin Renate Kruse zufrieden. Kruse will mit ihren Kollegen jetzt vor allem die Hausaufgabenhilfe sowie die Betreuung der Fünft- und Sechstklässler über die Mittagszeit ausbauen.
Freude, aber auch kritische Töne kommen von der Grund- und Hauptschule Rathausstraße
, die erst seit Februar Ganztagsschule ist und zu denjenigen Schulen gehört, die bisher alles in Eigenregie auf die Beine stellen mussten, weil sie noch gar keine Lehrerstunden bekommen hat. Es sei schwierig, Honorarkräfte zu bekommen, sagt Rektor Fred Schlagowski. Er will sich von den 20 zusätzlichen Stunden daher nur sechs auszahlen lassen. „Wenn es nicht nur um reine Betreuung, sondern wirkliche fachliche Förderung gehen soll, sind Lehrer unverzichtbar.“
Auch die Geschwister-Scholl-Realschule hatte bisher null Lehrerstunden für ihren Ganztagsbetrieb zur Verfügung.
Jetzt stehen ihr 22,5 Stunden zu. Der stellvertretende Schulleiter Wolfgang Heinrichs sagt: „Jetzt können wir loslegen. Bisher konnten wir unsere Ideen noch nicht so richtig umsetzen.“
Wie nötig das Ganztagsangebot sein kann, berichtet Mechthild Aufderheide von der Albert-Schweitzer-Grundschule in Linden. In dem sozialen Brennpunkt werden die Lehrerstunden für den Ganztagsbetrieb von bisher 20 auf 58 Stunden aufgestockt. „Es ist egal, was wir den Kindern anbieten, ob Basteln, Musizieren oder ein Orientierungsrundgang in der Bücherei – ihnen ist das alles unbekannt. Sie werden vom Elternhaus nicht an solche Dinge herangeführt.“

 
HAZ, 10.07.07 Ganztagsschulen werden immer beliebter

Kultusminister Busemann rückt mehr Geld heraus / Zahl der Angebote hat sich in den letzten Jahren verdreifacht

Von Michael B. Berger
Hannover. Niedersachsens Ganztagsschulen stehen hoch im Kurs. Binnen weniger Jahre habe sich die Zahl der Ganztagsangebote in Niedersachsen von 155 auf 546 verdreifacht, berichtete gestern Kultusminister Bernd Busemann. „Was 2002 noch Utopie war, ist jetzt Wirklichkeit: 30 Prozent aller Schulplätze in Niedersachsen sind an Ganztagsschulen“, sagte Busemann. Die Entwicklung zum Ganztagsangebot werde ohne Zweifel noch zunehmen, meinte der Minister. Er werde aber keinesfalls dieses Schulangebot zur Pflichtsache machen. „Das passt nicht zu meinem Weltbild – Beglückung von oben gibt es mit mir nicht.“
Zum neuen Schuljahr werden nach Busemanns Angaben alle bisher in Niedersachsen genehmigten Ganztagsschulen über zusätzliche Lehrerstunden verfügen können. Das Land stelle im Haushaltsjahr 2007 insgesamt sieben Millionen Euro für eine bessere Schulausstattung bereit – zusätzlich zu den bisher zur Verfügung gestellten Mitteln, sagte Busemann. Bereits zu Anfang dieses Jahres waren rund 900 zusätzliche Lehrerstunden geschaffen worden. Jetzt habe das Land weitere 5280 Lehrerstunden bewilligt, die 208 Schulen zugute kommen sollen.
Als Ganztagsschulen gelten alle Einrichtungen, die den Schülern an mindestens drei Nachmittagen ein Angebot machen
– oft in Kooperation mit Sportvereinen, Kirchengemeinden oder Musikschulen. Busemann betonte, dass er dieses Modell beibehalten will, weil es sich bewährt habe. So könnten sich die Schulen ihre zusätzlichen Lehrerstunden auch auszahlen lassen – in Form eines Budgets, über das sie selbst frei verfügen können. „Viele haben den Wunsch geäußert, mehr als ein Drittel der nun neu zugewiesenen Lehrerstunden in Form eines Budgets als Geldleistung zu erhalten.“ Busemann unterstrich, dass die Nachmittagsbetreuung auch anspruchsvoll sein sollte.
Die Grünen im Landtag kritisierten Busemanns Finanzspritze als „unzureichendes Wahlgeschenk“.
Zusätzliche Lehrerstunden für die Ganztagsschulen zu verteilen, sei seit Langem überfällig, meinte die Schulexpertin Ina Korter. Doch reichten die Lehrerstunden immer noch nicht. So stünden etwa einer Klasse mit 28 Schülern und Schülerinnen im Vier-Tage-Ganztagsbetrieb nach Busemanns Erlass neun zusätzliche Stunden zu, anderen nur 2,5.
Auch die SPD sieht sich in ihren langjährigen Forderungen bestätigt. „Lange hieß es, dafür haben wir kein Geld, aber nun, da der Wahltermin naht, kommt wie von Zauberhand auch das Geld“, meinte Fraktionschef Wolfgang Jüttner.

 
HAZ, 03.07.07 Eltern wollen Ganztagsschule

Umfrage in Linden-Süd ergibt eindeutiges Votum / Lehrer kritisieren schlechte Rahmenbedingungen

Von Bärbel Hilbig
Die Diskussionen um den Ganztagsstatus der Lindener Egestorffschule gehen in eine neue Runde. Die Eltern in Linden-Süd haben sich jetzt deutlich für ein Nachmittagsangebot ausgesprochen. Die Lehrer hatten Anfang 2006 den Titel Ganztagsschule zurückgeben wollen – sie kritisierten, dass das Land kein Geld für einen Mensabau oder Extralehrerstunden bewilligte. Einem Verzicht auf den Ganztagsstatus müsste die Stadt allerdings zustimmen.
Die Stadt hat jetzt auf Anregung des Stadtelternrats per Fragebogen die Eltern der Erst- bis Drittklässler und der Kinder in den umliegenden Kindergärten nach ihren Wünschen gefragt.
219 und damit gut 54 Prozent der rund 400 Fragebogen kamen zurück: 144 Eltern – fast zwei Drittel – befürworten ein Ganztagsangebot an der Grundschule. Von den Befürwortern wünschen sich die Eltern von 82 Kindern (56,9 Prozent) Angebote an fünf Tagen in der Woche, 24 (16,7 Prozent) an vier Tagen und 38 (26,4 Prozent) an drei Tagen. Ein Mittagessen für zwei Euro pro Mahlzeit an der Schule wünscht insgesamt die Hälfte der Eltern.
Die Schulverwaltung will nun mit dem Kollegium der Grundschule sprechen, bevor Schulausschuss und Rat entscheiden
. Die SPD-Ratsfraktion hat angekündigt, sie wolle sich aufgrund der Elternwünsche für den Erhalt der Ganztagsschule einsetzen. Angesichts der sozialen Probleme im Stadtteil hatten sich bereits vorher Stadtbezirksrat, Stadtteilforum, Stadt- und Schulelternrat dafür ausgesprochen. Ob die Gesamtkonferenz der Schule ihren Beschluss ändert, ist offen.
Aktuell nutzen rund 80 Kinder die Angebote der offenen Ganztagsschule, die seit August 2005 besteht
. Das Kultusministerium hat angekündigt, 15 Lehrerstunden pro Woche bereitzustellen. Schulleiterin Hannelore Oelkers sieht das positiv. „Das ist ein Anfang. Wir warten allerdings noch auf Freigabe der Stunden.“ Bisher bieten vor allem freie Träger an drei Nachmittagen Arbeitsgruppen an. „Sinnvoll wäre sicherlich, täglich mehrere Angebote zu machen, damit die Kinder wählen können.“ Dafür seien mindestens 30 Lehrerstunden notwendig. Die Stadt habe vergangenes Jahr 25 000 Euro für Personal und Material gezahlt. Die Schulleiterin hofft auf eine Fortsetzung. „Unsere Kooperationspartner wollen weitermachen. Und wir wollen die Zahl der AGs erhöhen, wenn sich mehr Kinder anmelden.“
40 Schüler essen im Moment bei Partnern der Grundschule zu Mittag.
Im nächsten Schuljahr können 60 Kinder am Mittagessen teilnehmen. Die Stadt will zudem das Forum der Schule mit Essensausgabe und Rolltischen ausrüsten. „Diese Doppelnutzung ist nicht ideal. Es wäre Sache des Bundesprogramms für Ganztagsschulen gewesen, beim Mensabau einzuspringen“, sagt Oelkers.

.Rund zwei Drittel der Eltern wünschen sich ein Ganztagsangebot für ihre Kinder Surrey

 

NP, 21.12.2006

Ganztagsschulen bekommen mehr Lehrerstunden

Eltern: „Für große Sprünge reicht es nicht“ - Weihnachtsgeschenke von Bernd Busemann. Der Kultusminister verteilte gestern Lehrerstunden für Ganztagsschulen.

VON NORA LYSK UND HEIKO RANDERMANN
HANNOVER. Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) will das Nachmittagsangebot von Ganztagsschulen mit zusätzlichen Lehrerstunden ausstatten. Davon profitieren auch sechs Schulen in der Region Hannover, die seit 2004 oder 2005 ihren Ganztagsbetrieb ohne Hilfe vom Land auf die Beine gestellt haben. Die Tellkampfschule erhält 20 zusätzliche Stunden, die Albert-Schweitzer-Grundschule ebenfalls 20, die KGS Ronnenberg 15,9 Stunden, die KGS Sehnde 34,6, die KGS Laatzen 24,4, und die Laatzener Grundschule Pestalozzistraße wird mit 15 Stunden ausgestattet.
„Wir konnten in der Startphase keine zusätzlichen Lehrerstellen dafür geben“, so Busemann gestern. 56 Schulen, die erst 2006 genehmigt wurden, sollen zu einem späteren Zeitpunkt ausgestattet werden, verspricht Busemann.
Die Lehrerstunden werden den Schulen nach statistischen Berechnungen zugeteilt. Dabei werden Angebot, Schülerzahlen und Klassengrößen sowie vorhandene Ressourcen berücksichtigt. Mit den zusätzlichen Stunden können die Schulen Teilzeit-Lehrer einstellen. Auch interessant: Ab 1. September könnten sich die Schulen „den Gegenwert der Lehrerstunden auch in bar auszahlen lassen“, so Busemann. Eine Lehrerwochenstunde wird mit 1698 Euro berechnet. Erhält eine Schule zehn Stunden extra, kann sie im Jahr mit 16 980 Euro zusätzlich planen. Das kann sie für pädagogische Zwecke einsetzen und Musiklehrer oder Sport-Übungsleiter buchen. Sanierungen in der Schule sind mit dem Geld nicht möglich, das ist Aufgabe des Schulträgers.
„Wir sind begeistert“, sagt Helga Kaienburg, Leiterin der Tellkampfschule. Bisher wurde an dem Südstädter Gymnasium der Ganztagsunterricht über Eltern und Pensionäre abgedeckt. „Förderunterricht konnten wir uns nicht leisten.“ Ein Wunsch, der auch an der Albert-Schweitzer-Schule in Linden in Erfüllung geht. „Bisher haben die Klassenlehrer für diese Angebote Überstunden gemacht“, sagt Konrektorin Mechthild Aufderheide. Die KGS Sehnde stand vor dem gleichen Problem. „Wir haben alles alleine gestemmt“, sagt die Elternratsvorsitzende Ingrid Jerke-Müller. Aber sie betont auch: „Große Sprünge kann man mit 34,6 zusätzlichen Stunden nicht machen.“
Kritik kommt vom Stadtelternrat: „Das ist Verblendung“, so die Vorsitzende Garnet Eichholz. Man müsse bedenken, dass die Tellkampfschule nur eine Unterrichtsversorgung von knapp 97 Prozent aufweise. „Da werden die 20 Lehrerstunden zuerst mal den Pflichtunterricht abdecken müssen.“

Bilder: Kultusministerin Bernd Busemann, Schulleiterin Helga Kaienburg, Stadtelternratsvorsitzende Garnet Eichholz
 

NP, 21.12.2006

Info: Was ist eine Ganztagsschule ?

Als Ganztagsschule gilt nach dem niedersächsischen Schulgesetz, wer an mindestens drei Tagen in der Woche ein Nachmittagsprogramm anbietet. Die Teilnahme am Nachmittagsprogramm ist für die Jungen und Mädchen freiwillig.
Das Programm muss nicht dem normalen Unterricht im Klassenraum entsprechen – nicht selten werden in Zusammenarbeit mit der örtlichen Musikschule Instrumentalgruppen gebildet, oder das Technische Hilfswerk betreibt mit Schülern eine Fahrrad-Werkstatt. Auch Hausaufgabenbetreuung kann darunter fallen.
Mit Lehrerstunden wurden in der Vergangenheit vor allem Hauptschulen ausgestattet, die ein Ganztagsschulkonzept erarbeitet hatten. ran/nl

NP, 21.12.2006

Kritik von der Opposition
Die Landtagsopposition kritisierte, Kultusminister Bernd Busemann verteile kleine Weihnachtsgeschenke, habe aber immer noch kein pädagogisches Konzept für die Ganztagsschule: „So sinnvoll etwa auch handwerkliche Tätigkeiten von Schülern sein mögen: Fahrrad-Flicken kann doch nicht Angebote zur individuellen Förderung ersetzen“, kritisierte SPD-Schulexpertin Ingrid Eckel.
Schulexpertin Ingrid Korter (Grüne) nannte die Bewilligung der Lehrerstunden unzureichend: „Busemann hat den Idealismus von Ganztagsschullehrkräften, Vereinen und Ehrenamtlichen ausgebeutet.“
Die jetzigen Zugeständnisse seien erfreulich, aber noch kein Anlass für ein „Oh du fröhliche“. ran
 

HAZ, 21.12.2006

Nachmittags kommen Lehrer zum Zug

Kurz vor Weihnachten hat das Kultus- ministerium den Schulen noch einen Wunsch erfüllt: Insgesamt zwölf Schulen in der Region bekamen Lehrerstunden für ihre Ganztags- angebote.

Von Bärbel Hilbig
Bei den Schulleitern war die Erleichterung gestern spürbar: Vier Schulen in Hannover und acht im Umland bekommen 2007 endlich Lehrerstunden für ihre Ganztagsangebote. Das teilte Kultusminister Bernd Busemann gestern auf einer Pressekonferenz mit. Bisher mussten diese Schulen sich fast alle nachmittags komplett auf Ehrenamtliche, Eltern oder auch ältere Schüler als Hausaufgabenhelfer verlassen. Lehrer leisteten zum Teil Mehrarbeit.
„Wir merkten allmählich, dass uns die Luft ausgeht“, sagt Helma Kaienburg, Leiterin der Tellkampfschule. Als das Südstädter Gymnasium vor zweieinhalb Jahren mit seinem Ganztagsangebot ohne Honorartopf und Zusatzstunden startete, gingen die Lehrer davon aus, dass sie diesen Zustand vielleicht ein Jahr durchhalten müssten. „Ich habe jedes Jahr von Neuem Stunden beantragt“, sagt Kaienburg.
An der Tellkampfschule können bisher Fünft- bis Siebtklässler an vier Wochentagen bis 15.15 Uhr bleiben. Jedes Schuljahr kommt ein weiterer Jahrgang dazu. Nach dem Mittagessen gibt ein pensionierter Lehrer der Schule Förderunterricht, ältere Schüler helfen bei den Hausaufgaben, Sportvereine, Eltern und Musikschule bieten Arbeitsgemeinschaften. Ab Februar soll es für die Arbeit 20 Lehrerwochenstunden geben, die auch in Geld für Honorarkräfte umgewandelt werden können. Die Schulleiterin ging gestern davon aus, dass sie wahrscheinlich einen neuen Lehrer einstellen wird – falls das zum 1. Februar noch möglich ist. „Wir wollen mehr Förderunterricht geben. Dafür brauchen wir Lehrer“, sagt Kaienburg.
An der Bismarckschule will Schulleiter Johannes Brockmann die neuen Lehrerstunden vielleicht zum Teil für Honorarkräfte verwenden, die Arbeitsgemeinschaften anbieten könnten.
Bisher machen das Lehrer der Schule, die dann wieder für andere Aufgaben wie Förderunterricht frei wären. „Ich stand im Kollegium bereits unter Druck, das Ganztagsangebot wieder aufzugeben.“
An der Lindener Egestorffschule waren die Lehrer zu Jahresanfang sogar so frustriert, dass sie den Titel „Ganztagsschule“ zurückgeben wollten – sie sahen ihn als Etikettenschwindel an. Die Schule hatte wie die Albert-Schweitzer-Schule Ganztagsunterricht für Grundschüler angeboten. Die oft sozial benachteiligten Kinder sollten so mehr Anregungen und Zeit zum Lernen bekommen. Beide Schulen gehen davon aus, dass dafür ausgebildete Pädagogen wichtig sind.

Zusatzstunden für Ganztagsschulen
ab Februar 2007:
Albert-Schweitzer-Schule (Grundschule), Linden 20 Wochenstunden
Tellkampfschule (Gymnasium), Südstadt 20 Wochenstunden
KGS Sehnde (bisher 10,4) 45,0 Wochenstunden
Marie-Curie-Schule/KGS Ronnenberg (bisher 21,6) 37,5 Wochenstunden
Albert-Einstein-Schule/KGS Laatzen (bisher 24,1) 48,5 Wochenstunden
Grundschule Pestalozzistraße, Laatzen 15,0 Wochenstunden
Ab August 2007:
Bismarckschule (Gymnasium), Südstadt 20,0 Wochenstunden
Egestorffschule (Grundschule), Linden 15,0 Wochenstunden
Goetheschule/ KGS Barsinghausen 45,0 Wochenstunden
Sophie-Scholl-Schule/KGS Wennigsen 35,0 Wochenstunden
Gerhart-Hauptmann-Schule (Hauptschule), Springe 10,0 Wochenstunden
Hölty-Gymnasium Wunstorf 35,0 Wochenstunden
Sportunterricht mit Lehrer Tim Holzapfel in der Albert-Schweitzer-Schule. Auch die Lindener Grundschule bekommt in Zukunft mehr Lehrerstunden am Nachmittag für ihr Ganztagsangebot. Archiv
 
HAZ, 23.03.2006    Hannover geht fast leer aus
Ganztagsprogramm bevorzugt Hauptschulen 
Die Stadt rechnet nicht mehr mit Geld aus dem Bundesprogramm für Ganztagsschulen. Das Investitionsprogramm „Zukunft, Bildung und Betreuung 2003 – 2007“ (IZBB) läuft zwar noch – doch nach Kenntnis der Stadtverwaltung ist das niedersächsische Budget bereits durch Anträge von Hauptschulen aus anderen Landesteilen ausgeschöpft. Niedersachsen hatte in seinen Förderrichtlinien festgelegt, dass Hauptschulen bevorzugt berücksichtigt werden. In Hannover haben für vergangenes und dieses Jahr jedoch fast nur noch Schulen anderer Schulformen Anträge auf die Baubeihilfe gestellt, mit der Mensen oder Räume für Nachmittagsangebote eingerichtet werden.
Bereits 2005 lehnte das Land sechs der sieben städtischen Anträge ab. Nur die Hauptschule Isernhagener Straße wird voraussichtlich 360 000 Euro erhalten. Für 2006 bemühen sich noch Egestorffschule (Grundschule), Integrierte Gesamtschule (IGS) Roderbruch, IGS Mühlenberg, Glockseeschule, Schulzentrum Bemerode (Hauptschule/Realschule) und die Gymnasien Bismarckschule und Tellkampfschule um Geld für ihre Ganztagsbereiche. Nach Einschätzung der Stadt sind fast alle chancenlos. In den ersten beiden Jahren waren noch Gelder zum Beispiel an die IGS Linden oder die IGS Roderbruch geflossen.
Die Verwaltung hat jetzt zusammengestellt, wie viel IZBB-Mittel bis Ende 2007 insgesamt nach Hannover fließen. Von den 394,6 Millionen Euro, die Niedersachsen aus dem Bundesprogramm zu verteilen hat, bekommt Hannover voraussichtlich 6,2 Millionen. In dem Verwaltungspapier wird ausgeführt, das seien 1,57 Prozent des niedersächsischen Budgets – während 4,79 Prozent der Schüler hier zur Schule gehen.
„Unsere Förderrichtlinien waren von Anfang an klar. Hauptschulen haben Vorrang. Der regionale Proporz ist nicht entscheidend“, sagt ein Sprecher des Kultusministeriums. Als Hauptschulen wertet das Ministerium auch die Hauptschulzweige von Kooperativen Gesamtschulen (KGS). Integrierte Gesamtschulen wie in Hannover, in denen die Kinder einen Teil der Zeit gemeinsam unterrichtet werden, fallen nicht darunter. bil

Synopse zum Ganztagserlass
NP, 22.01.2004   Ganztag / Ganztag in der Presse:  Synopse zum Ganztagserlass  Abzurufen hier als doc ....    Der Erlass "Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung" wurde inzwischen vom Landeselternrat abgelehnt. Mehr  im Download-Bereich der Homepage  und unter www.nibis.de.
Was bedeutet der neue Richtlinienerlass für Ganztagsschulen ?  (zum Ausdrucken als pdf laden  213 KB ... )
Aussichten für Ganztagsschulen in Niedersachsen     (viel schöner zum Ausdrucken als pdf laden  212 KB ... )  
Stellungnahme der AG "Ganztagserlass" des AK Gesamtschulen im Stadtelternrat Hannover zum Erlassentwurf: Die Arbeit in der öffentlichen Ganztagsschule - (zum Ausdrucken als pdf laden  85 KB   ... )
Ganztagsschulen in der Presse:
  HAZ, 20.12.2005      Etikettenschwindel mit Ganztagsschulen?  ....  Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hat Ganztagsschulen gefördert, die nach dem niedersächsischen Schulgesetz eigentlich gar keine Ganztagsschulen sind. Denn sie bieten nicht – wie vorgesehen – an vier, sondern nur an drei Tagen in der Woche Nachmittagsbetreuung an.  ... Die Landtagsjuristen nennen die Genehmigungen von „Drei-Tages-Ganztagsschulen“ rechtswidrig. Nichtig seien sie allerdings nicht. Fehlerhafte Genehmigungen seien zwar anfechtbar, aber dennoch rechtlich wirksam. Probleme könne es hingegen mit dem Gleichheitsgrundsatz geben, wenn „ungleiche“ Schulen „gleich“ behandelt werden.  ... 

PM, 19.07.2005  Grüne: Landesregierung vergibt Bundesmittel nach Gutsherrenart    Nach der drastischen Kürzung der Sanierungsmittel für Schulen geht Hannover auch bei der Verteilung der Ganztagsschulgelder fast leer aus.   Für die Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen ist nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die Landesregierung die Mittel für Ganztagsschulen vergibt. Das Kultusministerium hat von 13 Anträgen aus Hannover nur einen einzigen bewilligt.
Bibliothek ohne BücherHAZ, 19.07.2005   SPD: Verteilung von Fördergeld ist ungerecht
HAZ, 19.07.2005   Ganztagsschule ohne Geld   Linden: Die Egestorffschule erhält den Status einer Ganztagsschule. In Kooperation mit Vereinen gibt es bald an mehreren Nachmittagen in der Woche Freizeit- und Förderangebote für die Grundschüler.
NP, 14.07.2005  Ganztagsschulen gehen leer aus    394 Millionen verteilt das Land Niedersachsen an Gesamtschulen – Geld vom Bund. Doch kaum ein Euro fließt nach Hannover.
NP, 16.07.2005   LESERBRIEF in der  NP -  Schulmittel: Brutaler Umgang mit Hannover
NP, 02.07.2005  Seltsamer Millionen-Segen fürs Emsland - Busemanns Heimat profitiert besonders vom Ganztagsschulprogramm.
Stadt-Anzeiger WEST, 14.07.2005   Freizeitbereich wird immer attraktiver
NP, 17.06.2005    Neuen Ganztagsschulen fehlen die Mittel  Ministerium genehmigt Unterrichtsmodell an sieben Schulen – gibt aber keine finanzielle Hilfe 
HAZ, 16.06.2005   „Niedersachsen lässt Schulen im Regen stehen“    Im Gespräch  Edelgard Bulmahn   
HAZ, 15.06.2005   130 Ganztagsschulen – und kein Cent vom Land  Kultusminister Busemann genehmigt neue Standorte in Niedersachsen / 120 Millionen Euro zusätzlich in NRW
HAZ, 08.06.2005   Ganztagsschulen - Kleine Revolution   Ab August ist hier mittags nicht mehr Schluss  ....  Der Kultusminister allerdings trägt finanziell nur wenig dazu bei, wenn in Niedersachsen weitere Schulen auf Ganztagsbetrieb umstellen. Das klamme Land muss passen. Nur 51 Schulen erhalten zusätzliche Lehrer für den Ganztagsbetrieb, in 34 weiteren neuen Ganztagsschulen stiftet Busemann praktisch nur das Türschild
HAZ, 28.05.2005   Neue Ganztagsschulen in der Region    Kultusministerium genehmigt Nachmittagsangebote in Laatzen und Ronnenberg    VON ALEXANDER DAHL         HANNOVER. Das Kultusministerium hat landesweit 30 weiteren Schulen gestattet, Unterrichtsangebote am Nachmittag anzubieten. In der Region Hannover werden ab August auch die Grundschule Pestalozzistraße (Laatzen), die KGS Albert Einstein (Laatzen) sowie die KGS Ronnenberg Ganztagsschulen sein.     Allen 30 Schulen wurde die Genehmigung erteilt, weil sie vom Kultusministerium keine zusätzliche Förderung verlangt hatten – etwa für weitere Lehrer.   ..
LERNP, 15.03.2004  Landeselternrat fordert mehr Ganztagsschulen - Vorsitzender kritisiert Stundenkürzungen    HANNOVER. Der Landeselternrat fordert von der CDU/ FDP-Regierung noch mehr Anstrengungen beim Ausbau von Ganztagsschulen. Die geplante Neugenehmigung von 70 Ganztagsschulen zum kommenden Schuljahr sei ein erster Schritt, aber noch nicht ausreichend, sagte der Vorsitzende Hans-Jürgen Vogel am Wochenende.      „Der Ganztagsschulbereich muss weiter ausgebaut werden, jedenfalls überall dort, wo Eltern es wünschen“, betonte Vogel.
FG Ganztag des Stadtelternrates   Ganztag  / Ganztag in der Presse:    Was bedeutet der neue Richtlinienerlass für Ganztagsschulen ?  (zum Ausdrucken als pdf laden  213 KB ... )   Minister Busemann stellt mit der Förderrichtlinie für Ganztagsschulen -  Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen im Rahmen des Investitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“  2003 –2007 , RdErl. d. MK v. 03.11.2003, 205-81 005,
FG Ganztag des Stadtelternrates   Ganztag  / Ganztag in der Presse:    Aussichten für Ganztagsschulen in Niedersachsen     (viel schöner zum Ausdrucken als pdf laden  212 KB ... )  Kommentar zum neuen Erlassentwurf  „Die Arbeit in der öffentlichen Ganztagschule“ 304-81 005 aus Januar 2004 
AK Gesamtschulen des Stadtelternrates  Arbeitskreis Gesamtschulen / Gesamtschulen in der Presse / Ganztag  / Ganztag in der Presse:   Stellungnahme der AG "Ganztagserlass" des AK Gesamtschulen im Stadtelternrat Hannover zum Erlassentwurf: Die Arbeit in der öffentlichen Ganztagsschule - (zum Ausdrucken als pdf laden  85 KB   ... )  Entwurf des Kultusministeriums im Dezember 2003 201 – 81 005 – VORIS 2241


PM, 19.07.2005  Grüne: Landesregierung vergibt Bundesmittel nach Gutsherrenart
Nach der drastischen Kürzung der Sanierungsmittel für Schulen geht Hannover auch bei der Verteilung der Ganztagsschulgelder fast leer aus.  
Für die Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen ist nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die Landesregierung die Mittel für Ganztagsschulen vergibt. Das Kultusministerium hat von 13 Anträgen aus Hannover nur einen einzigen bewilligt.
Eleni Mourmouri, schulpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion: „Die Priorität der Landesregierung für die Hauptschulen ist ziemlich absurd. Mit der Beantragung der Ganztagsschulmittel ist u.a. die Verpflichtung verbunden, den Schulstandort noch 30 Jahre zu erhalten. Das ist – insbesondere nach den aktuellen Anmeldezahlen- für die meisten Hauptschulstandorte einfach nicht vertretbar, will man nicht die Rückzahlung der Mittel riskieren.“
Mourmouri vermutet bei der Absage für alle Anträge von Integrierten Gesamtschulen eine weitere politisch motivierte Benachteiligung dieser Schulform. Diese ignoriere jedoch nicht nur, dass gerade Hauptschüler in dieser Schulform beschult werden, sondern auch den Elternwillen für die IGS. „Aber neben dieser Vermutung ist überhaupt nicht nachvollziehbar, warum die beiden Grundschulen  (Albert-Schweitzer-Schule und Egestorffschule) nicht berücksichtigt worden. Hier legen sich zwei engagierte Kollegien in Brennpunktschulen trotz der miserablen Rahmenbedingungen vom Land für die Schaffung eines Ganztagsangebotes ins Zeug und bekommen dafür nicht einmal die nötigen Investitionsmittel. Hier muss man H. Busemann die rote Karte zeigen. Schließlich verteilt das Land hier Bundesmittel, die Rot-Grün für den Ausbau der Ganztagsschulen zur Verfügung stellt. Und das darf nicht nach Gutsherrenart geschehen!“
Nach der kürzlich vom Land verfügten massiven Kürzung des Kreditaufnahmerahmens für die Schulsanierung in Hannover bedeutet diese erneute Benachteiligung der Landeshauptstadt Hannover die Gefahr, dass die Schulen weiter im Sanierungsstau stecken bleiben. Insgesamt stehen nun für 2005 und 2006 fast nur noch die Hälfte der für 2004 veranschlagten Mittel zur Verfügung. Mourmouri: "Vor dem Hintergrund, dass die Hälfte der hannoverschen Schulen noch dringenden Sanierungsbedarf haben, ist das eine katastrophale Auswirkung, die auf dem Rücken der Kinder und der LehrerInnen ausgetragen wird. Denn die sind es, die schließlich unter der politisch motivierten Benachteiligung der Landeshauptstadt Hannover durch das Landes zu leiden haben."

HAZ, 19.07.2005   SPD: Verteilung von Fördergeld ist ungerecht  Hannover (mak). Die SPD-Landtagsfraktion wittert einen Skandal bei der Verteilung der Fördermittel des Bundes für die Ganztagsschulen. Der Landtagsabgeordnete Claus Peter Poppe befürchtet, das Land begünstige die drei landeseigenen Gymnasien in Bad Harzburg, in Esens (Kreis Aurich) und in Bad Bederkesa bei Cuxhaven gegenüber den anderen Schulen. Rund 100 Millionen Euro überweist der Bund in diesem Jahr an das Land zur Förderung von Ganztagsschulprojekten. Die drei Gymnasien sollen insgesamt zehn Millionen Euro erhalten. Es sei unverständlich, dass zehn Prozent des Geldes für landeseigene Schulen verwendet werden sollen, die zudem als Internate bereits ein Ganztagsangebot hätten, meinte Poppe. In einem offenen Brief fragt der SPD-Landtagsabgeordnete den Minister, wie er diese Bevorzugung der landeseigenen Schulen rechtfertigt.
HAZ, 19.07.2005   Ganztagsschule ohne Geld   Linden: Die Egestorffschule erhält den Status einer Ganztagsschule. In Kooperation mit Vereinen gibt es bald an mehreren Nachmittagen in der Woche Freizeit- und Förderangebote für die Grundschüler. Die erhoffte Finanzspritze aus dem Investitionsprogramm Zukunft, Bildung und Betreuung (IZBB) bleibt allerdings aus: Ebenso wie viele andere Grund- und Gesamtschulen im Stadtgebiet, die Bundesfördermittel für das Ganztagsangebot beantragt hatten, geht auch die Lindener Grundschule leer aus. Schulleiterin Hannelore Oelkers ist nicht glücklich mit der neuen Regelung: „Ohne Mensa können wir überhaupt keinen vernünftigen Ganztagsschul-Betrieb anbieten.“ Dass eine Förderung mit IZBB-Mitteln abgelehnt wurde, ist für die Schulleiterin nicht nachvollziehbar: „Wir haben als eine der ersten Schulen ein pädagogisches Konzept für die ganztägige Betreuung vorgelegt und eine entsprechende Förderung beantragt.“ miz
Bibliothek ohne Bücher NP, 14.07.2005  Ganztagsschulen gehen leer aus    394 Millionen verteilt das Land Niedersachsen an Gesamtschulen – Geld vom Bund. Doch kaum ein Euro fließt nach Hannover: Von 13 Anträgen wurde nur einer genehmigt. Nun muss die Stadt ihr Schulsanierungsprogramm völlig überarbeiten.   ...      Die Stadt hatte für 13 Ganztagsschulen 16 Millionen Euro beantragt.  ...Vor allem die Integrierten Gesamtschulen (IGS) hatten sich Hilfe erhofft – nicht eine von ihnen ist niedersachsenweit auf der Liste zu finden.  .....    Diese zwölf Schulen bekommen kein Geld: IGS Linden, IGS Kronsberg, IGS List, IGS Roderbruch, IGS Vahrenheide, Grundschule Albert Schweitzer, IGS Roderbruch, IGS Mühlenberg, Schulzentrum Bemerode, Grundschule Egestorffschule, Tellkampf- und Bismarckschule – beides Gymnasien.      ENTTÄUSCHT: „Wir wollten unsere Bibliothek auf Leseförderung ausrichten, nun fehlt uns Geld für Bücher“, sagt Christoph Walther, Leiter der IGS Linden. Foto: Dröse
NP, 16.07.2005   LESERBRIEF in der  NP -  Schulmittel: Brutaler Umgang mit Hannover     Hans-Dieter Keil-Süllow aus Hannover zum Bericht „Ganztagsschulen gehen leer aus“: „Die ,Reformen’ der Landesregierung haben bislang gezielt die Landeshauptstadt Hannover getroffen: Verlagerung der Erziehungswissenschaften nach Hildesheim, Einstellung der Hausaufgabenhilfe, Kürzung der Förderung in Grundschulen, Schluss mit Vollen Halbtagsschulen, Verteilung der Lehrerstunden von den bestehenden Ganztagsschulen (insbesondere den Integrierten Gesamtschulen) auf neue Ganztagsschulen.        Da die Bundesregierung anscheinend keine pädagogischen Qualitätsmaßstäbe bei der Verteilung der von ihr für Ganztagsschulen bereitgestellten Mittel gesetzt hat oder setzen konnte, kann die Landesregierung diese Mittel für bauliche Maßnahmen beliebig für die ,Neue Niedersächsische Ganztagsschule superlight vom Typ Fielmann’ verwenden – ,und der Kultusminister hat keinen Cent dazubezahlt’.     Die Anträge der Stadt – vorwiegend für Integrierte Gesamtschulen mit ihrer hervorragenden Ganztagspädagogik – bleiben bis auf geringe Mittel für eine Hauptschule unberücksichtigt. Das ist ein brutaler Umgang mit Hannover, mit dem Elternwillen für Integrierte Gesamtschulen und mit den Schülern.“
NP, 02.07.2005  Seltsamer Millionen-Segen fürs Emsland - Busemanns Heimat profitiert besonders vom Ganztagsschulprogramm.  Heftige Kritik der Opposition.   VON D. RACKE UND A. DAHL     HANNOVER. Glückliches Emsland. Die Heimat des niedersächsischen Kultusministers Bernd Busemann (CDU) profitiert besonders vom Ganztagsschulprogramm des Bundes.        Rund 21,7 Millionen Euro kann der Landkreis im nächsten Jahr für den Ausbau von zehn Schulen erwarten, das sind fast elf Prozent der Ganztagsinvestitionen ...     Nun ist das Emsland zwar einer der kinderreichsten Kreise Deutschlands, stellt aber nur knapp fünf Prozent der fast eine Million Schüler in Niedersachsen. „Ein krasses Missverhältnis“, kritisiert Grünen-Fraktionsvize Ina Korter. „Es stellt sich die Frage, ob vor allem die Heimatregionen von CDU-Abgeordneten bedacht werden.“       Auch die mit Abstand größte Einzelinvestition geht ins Emsland: Fast sechs Millionen stehen für das Schulzentrum in Busemanns Heimatgemeinde Dörpen im Plan. „Das wundert mich schon sehr“, meinte die SPD-Schulexpertin Ingrid Eckel.        Alle Anträge würden gleich behandelt, beteuerte dagegen das Kultusministerium: „Der Landkreis Emsland ist in diesen Dingen eben besonders rege.“    
Pueblo Stadt-Anzeiger WEST, 14.07.2005   Freizeitbereich wird immer attraktiver     Von Anke Simons        Das große Trampolin ist der absolute Renner. Seit Tagen drängeln sich während der Mittagspause die Jüngsten der IGS Linden, die Schüler des fünften und sechsten Jahrgangs, in der alten denkmalgeschützten Turnhalle um das neue Sprunggerät. Nachmittags proben regelmäßig Zirkus-, Theater- und Musikgruppen in dem Gebäude, das jetzt mit Bundesmitteln aus dem Investitionsprogramm Zukunft, Bildung und Betreuung (IZBB) modernisiert, schallgedämmt und mit einer Belüftungsanlage versehen wurde. ...    In der 1971 gebauten Gesamtschule am Lindener Berg werden die Schüler täglich von 8.15 Uhr bis 16.15 Uhr betreut. Das Lehrerkollegium wird von drei Sozialpädagogen unterstützt, die sich auch um regelmäßige Freizeitangebote für die Schüler kümmern.  ....   Foto: Volle Konzentration: Artisten aus dem Schulzirkus der IGS geben zur Eröffnung der renovierten Halle ein paar Kostproben ihres Könnens. Plümer 
NP, 17.06.2005    Neuen Ganztagsschulen fehlen die Mittel  Ministerium genehmigt Unterrichtsmodell an sieben Schulen – gibt aber keine finanzielle Hilfe    VON KARL-RICHARD WÜRGER     HANNOVER. Die gute Nachricht: Kultusminister Bernd Busemann hat in Hannover und der Region sieben weitere Ganztagsschulen genehmigt. Die schlechte Nachricht: Dafür fehlt das Geld. Die Schulen sollen das Modell aus eigener Kraft organisieren.
Busemann setzt auf Kooperationsvereinbarungen mit Vereinen, Kommunen und Kirchen. „Eine mit zusätzlichen Lehrerstunden ausgestattete Ganztagsschule würde rund 200 000 Euro kosten", sagte der Kultusminister. Geld, dass er nicht hat.
Gedämpft deshalb die Freude über die Genehmigung als Ganztagsschule. „Wir fahren ein Minimal-Modell in der Hoffnung, dass die Dinge mal besser werden", sagte die Stellvertretende Leiterin der Egestorffschule, Karin Schiebel. Die Schule in Linden bekam das Okay für den Ganztagsbetrieb ebenso wie die Bismarckschule in der Südstadt, die Goetheschule in Barsinghausen, die Gerhart-Hauptmann-Schule in Springe, das Otto-Hahn-Gymnasium in Springe, die Gesamtschule in Wennigsen und das Hölty-Gymnasium in Wunstorf.
Diese Schulen müssen ein notwendiges und pädagogisch wichtiges Modell fahren – ohne dass das Land einen Cent dazu gibt. Der Landtagsabgeordnete Joachim Albrecht nennt die Marschrichtung: „Jetzt sind Gemeinsinn und Kreativität gefragt."
Da hat er wohl recht. Vize-Schulleiterin Schiebel: „Wir müssen uns was einfallen lassen, um über die Runden zu kommen." Konkret: „Wir knappsen bei den AGs und in den Förderstunden was ab." Der Leiter der Bismarckschule, Johannes Brockmann stöhnt angesichts der Provisorien die im Catering für die Ganztagsschüler notwendig werden: „Auf Dauer geht das nur mit Ein-Euro-Kräften."
„Wenn wir nicht mehr Lehrer und genügend Sachmittel bekommen, geht nichts – dann können wir das Modell nicht fahren", sagt Carl-Clemens Andresen, Schulleiter am Otto-Hahn-Gymnasium in Springe. Er verweist auf die heute schon bestehenden Zwänge: „Wir haben nicht die personellen Kapazitäten, um die geforderte Unterrichtsversorgung zu gewährleisten."

HAZ, 16.06.2005    „Niedersachsen lässt Schulen im Regen stehen“ 
Im Gespräch  Edelgard Bulmahn      Die Bundesbildungsministerin warnt die Länder davor, sich bei Ganztagsschulen aus der finanziellen Verantwortung zu stehlen. Niedersachsen gehe „verantwortungslos“ vor, weil nicht ein Cent in die neuen Ganztagsschulen fließe.
Das Thema ist eine Herzensangelegenheit der Bundesministerin und SPD-Politikerin aus Hannover – und der Streit mit dem CDU-Kultusminister Bernd Busemann in Hannover über die Ganztagsschulen hat schon eine kleine Tradition. Trotzdem habe sie sich noch einmal richtig geärgert, sagt Bulmahn, als sie gelesen habe, dass sich Busemann mit 130 neuen Ganztagsschulen im neuen Schuljahr rühme.
„Die Landesregierung lässt die Schulen im Regen stehen. Sie schickt keinen einzigen Lehrer zusätzlich und lässt jede Phantasie bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Programms vermissen“, sagt Bulmahn.
Formal kann die Bundesbildungsministerin daran nichts ändern. Schulen sind allein Ländersache; auch nach den Debatten in der Föderalismuskommission wird sich daran nichts ändern. Aus dem Vier-Milliarden-Programm der rot-grünen Bundesregierung für Ganztagsschulen können allein Investitionen in Mensen, Turnhallen oder auch Schülerlabore oder Technikräume finanziert werden. Das Programm werde nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen auch komplett von den Ländern abgerufen, berichtet Bulmahn. Allein nach Niedersachsen flössen in diesem Jahr 395 Millionen Euro. „Das zeigt, dass es auch einen großen Bedarf gibt.“
 Zum kommenden Schuljahr kann Bulmahn verkünden, dass bereits jede vierte Schule in Deutschland eine Ganztagsschule ist. „Wir holen auf“, sagt sie. Bundesländer wie das SPD/FDP-regierte Rheinland-Pfalz stockten das Programm mit eigenen Mitteln auf; 800 zusätzliche Lehrerstellen seien allein für die Nachmittagsangebote geschaffen worden. Außerdem bekomme jede Schule noch Geld aus dem Landesetat. Auch die neue schwarz-gelbe Regierungskoalition in NRW hat angekündigt, die Ganztagsschulen im Land auszubauen.
„Niedersachsen dagegen kürzt bei den Schwächsten und verspielt damit eine große Chance“, sagt Bulmahn. Alle Untersuchungen zeigten, dass Ganztagsangebote die richtige Antwort auf das schlechte Abschneiden beim internationalen Bildungsvergleich Pisa seien. „Wir müssen Kindern mehr Zeit geben“, betont Bulmahn. Zeit, um sich auszuprobieren, aus Fehlern zu lernen und Kenntnisse zu vertiefen. „Die von allen Fachleuten immer wieder geforderte individuelle Förderung von Kindern lässt sich am besten in der Ganztagsschule umsetzen.“
Nicht zuletzt sei das Lernen über den Vormittag hinaus eine wichtige Reaktion auf die Erkenntnis, dass die Bildungschancen in Deutschland weit mehr als in anderen Ländern von der sozialen Herkunft abhängen. „Wir können in der Ganztagsschule solche sozialen Ungleichheiten weitaus besser ausgleichen als im herkömmlichen Schulsystem, sagt Bulmahn.
Die Bundesbildungsministerin zollt den Schulen in Niedersachsen hohen Respekt, die sich praktisch ohne Unterstützung des Kultusministers auf den Weg in die Ganztagszukunft machen. „Das Engagement der Lehrer ist bewundernswert“, meint die Bildungsministerin. Es könne jedoch nicht sein, dass die Schulen vom Kultusminister praktisch erpresst würden: Entweder sie verzichteten auf neue Stellen aus Hannover – oder sie verspielen die Chance, in das Investitionsprogramm des Bundes aufgenommen zu werden. Jörg Kallmeyer

HAZ, 15.06.2005   130 Ganztagsschulen – und kein Cent vom Land  Kultusminister Busemann genehmigt neue Standorte in Niedersachsen / 120 Millionen Euro zusätzlich in NRW   Von Jörg Kallmeyer      Hannover. Das Thema steht bei Eltern hoch Kurs: Mehr als 75 Prozent aller Mütter und Väter, so belegen Umfragen, wünschen sich für ihre Kinder eine Ganztagsschule. Kein Wunder also, dass alle Politiker zur Höchstform auflaufen, wenn es um den Ausbau solcher Angebote geht. In der Sache aber kommt man damit nicht immer voran.
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) eröffnete kürzlich in Bremen die 2000. Ganztagsschule in Deutschland. Damit ziehe man endlich die Konsequenz aus dem Abschneiden bei der Pisa-Studie, sagte Bulmahn – und verschwieg, dass sie als Bundesministerin in der Ländersache Schule inhaltlich nichts zu sagen hat. Gestern nun verkündete Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU), dass er 130 neue Ganztagsschulen zwischen Ems und Elbe genehmigen werde – und räumte ein, dass das Land keinen Cent und keinen Lehrer dazugibt.
„Ganztagsschulen sind bildungspolitisch und familienpolitisch wünschenswert“, sagte Busemann. 453 der insgesamt 3500 Schulen in Niedersachsen bieten künftig ein Nachmittagsprogramm. 40 Prozent davon aber müssen die zusätzlichen Aufgaben weitgehend aus eigener Kraft bewerkstelligen. Sie kooperieren als „offene“ Ganztagsschulen an drei Nachmittagen mit den Kirchen, Sportvereinen oder auch dem DRK und dem Malteser Hilfsdienst. „Dem Kultusminister fehlt der Wille, die Ganztagsschulen wirklich zu stärken“, sagte SPD-Landeschef Wolfgang Jüttner.
Dass sich auch ohne Hilfe aus Hannover viele Schulen selbst auf den Weg machen, ist ein beachtenswertes Signal. Bislang haben die Schulen bei Reformen immer auf einen Erlass „von oben“ und auf die Aufstockung von Ressourcen gepocht. Dass nun viele Anträge „von unten“ kommen, hat allerdings auch pragmatische Gründe: Mit der Anerkennung als Ganztagsschule fließt Geld aus dem Vier-Milliarden-Topf von Bundesbildungsministerin Bulmahn für den Bau von Mensen und Turnhallen. Das „Baugeld“ aus Berlin – gut 395 Millionen Euro für Niedersachsen – werde abgerufen, versicherte Busemann. Beim inhaltlichen Ausbau aber müssten die Länder wegen knapper Kassen passen. Rund 200 000 Euro im Jahr zusätzlich koste eine mit zusätzlichen Lehrerstunden ausgestattete Ganztagsschule mittlerer Größe. Busemann hofft, „dass wir bei einer verbesserten Haushaltslage nachlegen können“.
Manchmal bewegt sich aber auch schon etwas, wenn es gilt, Wahlversprechen umzusetzen. Die neue schwarz-gelbe Regierungskoalition in Nordrhein-Westfalen beschloss gestern, für die Nachmittagsbetreuung in Ganztagsschulen zusätzlich 120 Millionen Euro – entsprechend 2400 Lehrerstellen – in den nächsten Haushalt aufzunehmen.

HAZ, 08.06.2004
Rückblick


 

Ganztagsschulen - Kleine Revolution    Von Jörg Kallmeyer   ...  Ab August ist hier mittags nicht mehr Schluss  ....  Der Kultusminister allerdings trägt finanziell nur wenig dazu bei, wenn in Niedersachsen weitere Schulen auf Ganztagsbetrieb umstellen. Das klamme Land muss passen. Nur 51 Schulen erhalten zusätzliche Lehrer für den Ganztagsbetrieb, in 34 weiteren neuen Ganztagsschulen stiftet Busemann praktisch nur das Türschild – nicht gerade ein Beweis für eine moderne Bildungspolitik, die sowohl die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf als auch den Nachholbedarf deutscher Schüler im internationalen Vergleich im Auge haben muss. .... Für Umbauten oder die Einrichtung einer Mensa fließt Geld aus dem Sonderprogramm der rot-grünen Bundesregierung.  ....  Die Opposition im Landtag hat Recht: Die neuen Ganztagsschulen hat man nicht der CDU/FDP-Landesregierung zu verdanken, sondern dem Engagement von Lehrern, Eltern und Ehrenamtlichen vor Ort.   ...  Der Druck der Eltern ist in den Städten groß. In Umfragen wünschen sich bis zu 80 Prozent neue Angebote,  .... Niemand allerdings sollte sich der Illusion hingeben, dass diese Sparvariante schon mit den Ganztagsschulen in den Pisa-Gewinnerländern mithalten kann. ....  
NP, 28.05.2004
Rückblick
Neue Ganztagsschulen in der Region    Kultusministerium genehmigt Nachmittagsangebote in Laatzen und Ronnenberg    VON ALEXANDER DAHL         HANNOVER. Das Kultusministerium hat landesweit 30 weiteren Schulen gestattet, Unterrichtsangebote am Nachmittag anzubieten. In der Region Hannover werden ab August auch die Grundschule Pestalozzistraße (Laatzen), die KGS Albert Einstein (Laatzen) sowie die KGS Ronnenberg Ganztagsschulen sein.     Allen 30 Schulen wurde die Genehmigung erteilt, weil sie vom Kultusministerium keine zusätzliche Förderung verlangt hatten – etwa für weitere Lehrer.   ......

LERNP, 15.03.2004  Landeselternrat fordert mehr Ganztagsschulen - Vorsitzender kritisiert Stundenkürzungen    HANNOVER. Der Landeselternrat fordert von der CDU/ FDP-Regierung noch mehr Anstrengungen beim Ausbau von Ganztagsschulen. Die geplante Neugenehmigung von 70 Ganztagsschulen zum kommenden Schuljahr sei ein erster Schritt, aber noch nicht ausreichend, sagte der Vorsitzende Hans-Jürgen Vogel am Wochenende.      „Der Ganztagsschulbereich muss weiter ausgebaut werden, jedenfalls überall dort, wo Eltern es wünschen“, betonte Vogel.
Was bedeutet der neue Richtlinienerlass für Ganztagsschulen   ?
FG Ganztag des Stadtelternrates   Ganztag  / Ganztag in der Presse:    Was bedeutet der neue Richtlinienerlass für Ganztagsschulen ?  (zum Ausdrucken als pdf laden  213 KB ... )   Minister Busemann stellt mit der Förderrichtlinie für Ganztagsschulen -  Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen im Rahmen des Investitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“  2003 –2007 , RdErl. d. MK v. 03.11.2003, 205-81 005,   ein Modell zur Nutzung des Milliarden-Programms der Bundesregierung zum Ausbau des Ganztagsschulangebotes vor, bei dem die Aussicht, in Niedersachsen zusätzliche und pädagogisch wertvolle „echte“ Ganztagsschulen zu erhalten, möglicherweise deutlich gesunken ist.
(1)    Pädagogisch wertvolle Ganztagsschule oder „Hortschule“ ?    Ganztagsschulen dürfen aus Gründen der Gleichstellung nicht mehr Unterricht erteilen, als ihre Halbtagsschul-Ebenbilder. ....     Eine Ganztagsschule kann unabhängig von ihrem Betreuungsnebeneffekt (für Berufstätige sicher nicht uninteressant) auch im pädagogischen Sinn durch eine hochwertige Konzeption aus anderem Unterrichtsrhythmus, sozialem Miteinander und interessanten Zusatzangeboten ein hochwertiger Schultyp sein.  ....   Wertvolle Zusatzangebote bedürfen zudem einer planbaren Verlässlichkeit. ...     Nachdem das SPD-Modell letztes Jahr sinnvollerweise wenigstens noch 2 Tage verbindlich + 2 weitere Tage wählbar, aber nach Anwahl verbindlich gefordert hat, hat die neue Landesregierung  dieses Jahr bereits im Schulgesetz stufenweise Verbindliches abgebaut.        Auch wenn der alte Erlass „Die Arbeit in der öffentlichen Ganztagsschule“ (RdErl. des MK vom 8.3.2002 - 304-81 005 (SVBl. Nr.5/2002 S.170) - VORIS 22410)  noch gültig ist, ist sich eine Erlassänderung schon in Arbeit. Mit der Formulierung im NSchG ist jedenfalls die Weiche in Richtung „vollkommen unverbindlich“ gestellt – und damit in Richtung Aufbewahrung und Betreuung: Dann wäre es schade um die vielen Millionen Euro, die Niedersachsen dafür erhält !     (2)  Effiziente Verwendung der Mittel im Sinne von zusätzlichen Ganztagsschulangeboten ?    War es noch letztes Jahr der Plan, wirklich eine messbare Zahl neuer Ganztagsschulen mit den Bundesmitteln aufzubauen, so sieht inzwischen mit den neuen Förderrichtlinien der Kreis der Möglichkeiten schon viel variantenreicher aus:   Zuwendungen werden gewährt  - zum Aufbau neuer Ganztagsschulen - zur Weiterentwicklung bestehender Schulen zu Ganzstagsschulen - zur Schaffung zusätzlicher Ganztagsplätze an bestehenden Ganztagsschulen - zur qualitativen Weiterentwicklung bestehender Ganztagsschulen und als gegenständlich: Investitionen im Sinne der Nr. 2.1 insbesondere - Neubaumaßnahmen   - Umbau- und Sanierungsmaßnahmen  - Modernisierungsmaßnahmen  - Erwerb von Gebäuden für schulische Zwecke - Ausstattungsinvestitionen    - Dienstleistungen, die für die genannten Investitionen notwendig sind. Ausgeschlossen von der Förderung sind Personalkosten, Verwaltungskosten usw. und die Mittel werden nur bis zu 90 v.H. bereitgestellt,d.h., den Rest muß der jeweilige Schulträger aufbringen.  ....  (3) Prioritätenliste der Richtlinie und Termine   ... Übersteigt der Bedarf die zur Verfügung stehenden Landesmittel, gilt in Niedersachsen folgende Prioritätenliste:  A – Hauptschulen als genehmigte Ganztagsschulen   B – übrige genehmigte Ganztagsschulen C – allgemeinbildende Schulen mit ganztägigen Angeboten D – allgemeinbildende Schulen, Kooperationsmodelle usw., die Weiterentwicklung zur  Ganztagsschule anstreben   (4) Konsequenzen für Hannover   ... Die Handlungen des Schulträgers in punkto Ganztagsschule (Stadt Hannover bzw. Region Hannover) sollte seitens der Elternschaft genau im Schulausschuss verfolgt werden, da die Träger mit jeweils 10% je Projekt immer auch zur Kasse gebeten werden.    In Hannover sollten die bisherigen Planungen für die Errichtung von Ganztagsschulen weiterhin umgesetzt werden. Vor allem der Anteil an Grundschulen sollte nicht unbeachtet bleiben.  Seitens der Elternschaft und aller Beteiligten sollte das Kultusministerium um die Beantwortung folgender Fragestellung ersucht werden: Wie viele zusätzliche Ganztagsschulen bzw. Ganztagsschulplätze sollen bis 2007 in Niedersachsen mit den 400 Mio. € Bundesmittel geschaffen werden ?
Dr. Holger Janus für den Ganztagsschulbereich  im Stadtelternrat Hannover  20. November 2003
  (als pdf laden  213 KB ... )  
Aussichten für Ganztagsschulen in Niedersachsen 2004
FG Ganztag des Stadtelternrates   Ganztag  / Ganztag in der Presse:    Aussichten für Ganztagsschulen in Niedersachsen     (viel schöner zum Ausdrucken als pdf laden  212 KB ... )  Kommentar zum neuen Erlassentwurf  „Die Arbeit in der öffentlichen Ganztagschule“ 304-81 005 aus Januar 2004    Mit dem neuen Erlassentwurf „Die Arbeit in der öffentlichen Ganztagsschule“  des neuen GTS-Erlasses haben wir nunmehr alle wichtigen Rahmenbedingungen komplett, die die Zukunft der Ganztagsschule in Niedersachsen regeln werden, als da sind:  1. Niedersächsisches Schulgesetz NSchG aus Juli 2003 /  2. Erlass Ganztagsschule aus Januar 2004 304-81005  (Entwurf) /   3. Richtlinienerlass Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen im Rahmen des   Investitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“ 2003-2007, 205-81005 v. 3.11.2003 /  4. Erlassentwurf „Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung an den allgemeinbildenden Schulen“,     307-84001/3 v. 5.11.2003 (Entwurf)    .... 1. Grundsätzliches     Im Gegensatz zum Richtlinienerlass für die Mittelgewährung (Antragsstellung) regelt der GTS-Erlass die eigentlichen konzeptionellen Inhalte und Umsetzungen, nach denen eine Ganztagsschule arbeiten soll. Der letzte Erlass aus März 2002 stammt noch von der Vorgängerregierung und bedeutete vor allem eine Abkehr von einer offenen oder teiloffenen Ganztagschule und die Konzentration auf verbindliche Modelle.  ...     Betrachtet man die vielfältigen Ziele einer Ganztagsschule (Bildung – Betreuung – Entwicklung), findet man unter Fachleuten einen großen Konsens, nachdem hochwertige GTS-Modelle mit entsprechend hochwertigen Angeboten nur auf verbindlichen Teilnahmen der Schüler aufzubauen sind. Offene Modelle münden häufig zwangsläufig in geringerwertigen Betreuungsschulen, die als Hortersatzlösung zudem viel zu teuer sind.  ...  Besonderer Wert einer Ganztagsschule liegt in ihrer Fähigkeit begründet, mit der sog. Rhythmisierung – der Verteilung von Unterrichts- und anderen Entwicklungseinheiten auf den Ganztag – sich aus starren Lehrintervallen der Halbtagsschulen zu lösen, neue Kombinationen zu finden und sich allgemein dem Rhythmus der Schüler besser anpassen zu können. Konzeptionell findet man das natürlich in den PISA-erfolgreichen skandinavischen Ländern, in denen besonders die Ganztagsschule die Schule zu einem echten Lebensraum macht, in dem dann u.a. auch gerne gelernt wird. Die Gesamtschulen (Integrierte Gesamtschulen) in Deutschland sind ebenfalls konsequent auf diesem Prinzip aufgebaut.   ...     Ganztagsschulen sind weiterhin geeignet, die speziell in Deutschland kritische Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft zu entkoppeln. Hier kann besonders mit Blick auf die Entwicklung der Schülerpersönlichkeit beobachtbaren Entwicklungen wie schwindender Erziehungskraft und verbreiteter Bildungsferne in Familien viel Einfluss genommen werden.  2. Veränderungen im Erlass an ausgewählten einzelnen Ziffern    .... Die Hauptschulen erhalten die Priorität für Ganztagschulen. Während ursprünglich der alte Erlass auch die GTS auf die SEK I beschränkte, wurden in der Praxis 2002/2003 auch Grundschulanträge angenommen.  .... Mit der vorliegenden Gestaltung des Ganztagsschulerlasses entfällt eine der wertvollen Möglichkeiten für Grundschulen, sich weiter zu einem Förderort für alle Schüler zu entwickeln.       Ein Widerspruch, der im Entwurf noch häufiger auftaucht: Einerseits wird die offene Ganztagsschule festgeschrieben, in der Nachmittagsunterricht nicht vorkommt bzw. erschwert wird (Stundenzuweisungen), andererseits findet sich hier der Verweis, dass „ganztägige unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebote erhalten bleiben“.            Organisation der Ganztagsschule       Die GTS bleibt weiterhin eine besondere Schulform nach §23 NSchG. Dies bedeutet entsprechendes Mitbestimmungs- und Antragsrecht der Schulelternschaft.   Die GTS umfasst mindestens 4 Tage Angebot zusätzlich zum Vormittagsunterricht     ...  Das Zustimmungsrecht des SER und SSR zur Wahl des GTS-Modells bleibt erhalten. Zusätzlich werden ¾-Mehrheiten in der Gesamtkonferenz und Schulelternrat bei verpflichtenden Angeboten notwendig.        Charakteristische Angebote    Angebote sind:    - Verfügungsstunden    - AG’s     - Arbeits- und Übungsstunden      - Fördermaßnahmen      - Mittagspause/Mittagessen    - Ausserunterrichtliche Angebote (allerdings ohne Budget-Unterstützung!)      - Projekte an außerschulischen Lernorten       Besondere Aufgaben der Lehrkräfte in Ganztagsschulen     Die Aufgaben der Lehrkräfte werden auf die Angebote ausgedehnt, gleichzeitig werden die Ganztagsschulzuschläge (Lehrerstunden) verringert bzw. in weiten Teilen auf die  Unterrichtsversorgung angerechnet (s. Erlass Lehrerstundenzuweisung).        Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter       Die Gewährung einer pädagogischen Kraft ab 200 GTS-Schülern wird gestrichen, stattdessen müssen sich nun mehrere Standorte eine Kraft teilen    Zusätzliche Lehrerversorgung und Budget zur Einrichtung ganztagsspezifischer Angebote an Ganztagsschulen            Der Ganztagszuschlag wird verringert (s. Erlass Lehrerstundenzuweisung) und gilt nicht mehr für Wahl- und Wahlpflichtunterrichte am Nachmittag, obwohl diese ausdrücklich als Angebot definiert sind. Die Zuschläge können auch kapitalisiert werden. Dann ist die Auswahl des GTS-Personals in der Verantwortung der Schule.         Bewertung der Veränderungen und Forderungen       (1)    Die Ganztagsschule nach diesem Erlass ist eine offene, freiwillige Ganztagsschule, die nur  nachmittägliche Betreuung anbietet. Die Qualität dieser Betreuung wird angesichts der geringeren Ressourcenaustattung (Lehrerstunden, pädagog. Kräfte, Kapitalisierung) sehr stark von der Fähigkeit der Schulen abhängen, unter diesen Bedingungen hochwertige Angebote zustande zu bringen. Bildungstechnisch bleibt diese GTS im Grunde eine Halbtagsschule.       Wir fordern eine Ausstattung der Ganztagsschulen mit den Mitteln, die sie zum Funktionieren benötigen – ausreichend Ganztagszuschläge.         (2)    Bedauerlicherweise wird alternativem Ideenreichtum, z.B. der Aufbau von verbindlichen „echten“ Ganztagsschulen unnötigerweise der Weg verbaut, auch wenn eine große Einigkeit vor Ort zwischen Eltern – Schule und Schulträger existieren würde. Die Fixierung des Erlasses auf eine freiwillige Ganztagsschule lässt sich wohl nur als ideologisch begründet erklären, eine Notwendigkeit besteht dazu nicht.         Wir fordern eine Öffnung des Erlasses, die alternativ den Aufbau verbindlicher Ganztagschulen zulässt.  (3)    Die Ganztagsschule wird zum Instrument der Stärkung der Hauptschulen umfunktioniert, obwohl besonders der Bedarf an Grundschulen und in zwischen auch an Gymnasien (in den Klassen 5-9 unter dem Stundendruck des Abiturs in 12-Jahren) erheblich ist. Zudem muß festgestellt werden, dass es eine Stärkung der Hauptschulen ist, nicht der Hauptschüler. Wenn man Hauptschüler „stärken“ wollte, würde man konsequent mehr Integrierte oder Kooperative Gesamtschulen aufbauen, wie die starke Elternnachfrage und die steigende Kooperation zwischen Haupt- und Realschulen zeigt (s. HS/RS Fössefeld und Anne-Frank-HS/ RS Emil-Berliner in Hannover) !          Ganz im Sinne des Bundesprogramms ist das Ganztagsschulprogramm für alle Schulformen in der Sekundarstufe I und dem Primarbereich zu öffnen. Bessere Chancen für Schüler im Hauptschulbereich würde die Berücksichtigung der steigenden Nachfrage von Eltern und Schülern nach mehr Gesamtschulen bewirken, womit gleichzeitig wieder mehr Ganztagsschulplätze geschaffen werden !       (4)    Die Ausstattung der Ganztagsschulen wird weiter verringert. Dies betrifft sowohl die Zuweisung von Lehrerstunden als auch materielle Ausstattung (s. Budget bei Angeboten).      (5)     Zieht man den Richtlinienerlass für die Mittelgewährung hinzu (s.*1), dann bleibt es abzuwarten, ob mit den jetzigen Ansätzen überhaupt Ganztagsschulplätze in nennenswertem Umfang geschaffen werden. Dort wird zusätzlich der Ausbau/ die Verbesserung bestehender GTS hoch priorisiert, was nicht zu zusätzlichen Angeboten führt.         Es ist unverzichtbar, der Schaffung zusätzlicher Ganztagsschulplätze Priorität zu geben. Dazu sind nachvollziehbare Zielaussagen seitens des Kultusministeriums unerlässlich, sonst ist später keine Aussage über Erfolg möglich.      (6)    Im Gegensatz zum Bestandsschutz für bestehende Ganztagsschulen führt der Erlass zur Lehrerstundenzuweisung möglicherweise besonders an Gesamtschulen zu einer Verringerung der zur Verfügung stehender Lehrerstunden für die nachmittäglichen Unterrichtsangebote.        Eine Einschränkung der Funktion der Gesamtschulen über den Ausstattungsweg ist aus Elternsicht angesichts der steigenden Nachfrage völlig inakzeptabel.       (7)    Aus Sicht des Stadtelternrates sind mit den neune Rahmenbedingungen die ursprünglichen Ziele des Bundesprogramms „Zukunft und Bildung“ in Niedersachsen nicht umzusetzen. Damit würden die 400 Mio. Euro, die Niedersachsen aus dem Programm bis 2007 erhält, nicht nennenswert zur Verbesserung des Bildungserfolges beitragen.          Hinter dem abstrakten Begriff  „erfolgreiche Bildungspolitik“ in einem Bundesland verbergen sich viele konkrete einzelne Schulschicksale von Kindern und Jugendlichen. Wir Eltern sind daher an einem Erfolg dieses Bundesprogramms interessiert und wünschen uns daher „echte“ Ganztagschulen, keine Mogelpackungen !     Siehe auch: *1    StER Hannover, Holger Janus, „Entwicklung der Ganztagsschule zur Betreuungsschule (Hortschule) in Niedersachsen ? – Was bedeutet der neue Richtlinienerlass für Ganztagschulen ? vom 20. November 2003)    Dr. Holger Janus für den Ganztagsschulbereich  im Stadtelternrat Hannover  04. Februar 2004   (als pdf laden  213 KB ... )  
Stellungnahme des AK Gesamtschulen
AK Gesamtschulen des Stadtelternrates  Arbeitskreis Gesamtschulen / Gesamtschulen in der Presse / Ganztag  / Ganztag in der Presse:   Stellungnahme der AG "Ganztagserlass" des AK Gesamtschulen im Stadtelternrat Hannover zum Erlassentwurf: Die Arbeit in der öffentlichen Ganztagsschule - (zum Ausdrucken als pdf laden  85 KB   ... )  Entwurf des Kultusministeriums im Dezember 2003 201 – 81 005 – VORIS 2241     Die Arbeitsgruppe geht davon aus, dass für Schulen mit bestehenden Ganztagskonzepten nach Punkt 9.3 des Erlassentwurfs Bestandsschutz sowohl für die Konzepte als auch für die Zuweisung von Lehrerstunden besteht.
Zur Klärung fordert die AG eine Änderung des Punktes 9.3 wie folgt:  Die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Erlasses bestehenden oder beantragten Ganztagsschulen arbeiten weiter auf der Grundlage ihres genehmigten Konzeptes und der für sie bis dahin gültigen Versorgungs- und Erlasslage (Bestandsschutz), sofern sie nicht eine Änderung gem. Nr. 2.6 beantragen.         Der vorliegende Erlassentwurf beschneidet die Gestaltungsmöglichkeiten der Ganztagsschulen in hohem Maße. Damit Ganztagstagschulen ihren Bildungsauftrag mit einer an-gemessenen Erziehung und Förderung der Schülerinnen und Schüler auch zukünftig erfül-len können, sind nach Ansicht der Arbeitsgruppe nachstehende Änderungen des Entwurfes notwendig:  ....   Durch die vorrangige Berücksichtigung von Hauptschulen bei der Genehmigung werden andere Schulformen benachteiligt. Besonders bei den Gymnasien und den gymnasialen Zweigen der KGS ist wegen der erhöhten Pflichtstundenzahl und dem daraus resultierenden Nachmittagsunterricht mit einem vermehrten Bedarf an ganz-tagspezifischen Angeboten (Mittagessen, Mittagspause) zu rechnen. Aber auch alle anderen Schulformen müssen sich in verstärktem Maße den gesellschaftlichen Er-fordernissen im Rahmen ihres Bildungsauftrags stellen.  ....  In besonderen Fällen können Angebote in einem Umfang von mehr als zwei Unter-richtstunden aus organisatorischen Gründen erforderlich oder zweckmäßig sein.   Außerdem sind 3-stündige Angebote bereits teilweise vorgesehen  ...   Offene Ganztagsschulen kommen Halbtagsschulen mit fakultativer Nachmittags-betreuung gleich und entsprechen somit nicht den konzeptionellen Anforderungen an eine Ganztagsschule. Die freiwillige Teilnahme an ganztagsspezifischen Ange-boten während des Nachmittags beschneidet die unter 2.7
explizit genannte Mög-lichkeit, den Tagesablauf unter pädagogischen Gesichtspunkten zu rhythmisieren und sie schränkt die Kooperation mit außerschulischen Partnern insbesondere im berufsbildenden Bereich ein, da eine verlässliche Zusammenarbeit über längere Zeiträume nicht garantiert werden kann.  ...Die Beantragung von teilweise offene Ganztagsschulen (mit verbindlichen Nachmit-tagsangeboten) ist nach 2.4.2 zwar weiterhin möglich, sie benötigt aber eine ¾ Mehrheit sowohl im Schulelternrat als auch in der Gesamtkonferenz. Durch diese Voraussetzung werden die Bedingungen für die Genehmigung von teilweise offe-nen Ganztagsschulen gegenüber der Fassung vom 08.03.2002 deutlich verschärft.   ... Die ... charakteristischen und z.T. quasi obligatorischen Ganztagsangebote (Verfügungsstunde, Betreuung während des Mittagessens) er-fordern eine ausreichende Ausstattung der Schulen mit Lehrerstunden. Die Rege-lungen im Erlass Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung sehen unter 5.1 für jeden am Ganztagsangebot teilnehmenden Schüler pro Tag Zuschläge von 0,08 Lehrerstunden an Realschule, Gymnasium, den entsprechenden Schulzweigen der KGS und an der IGS vor. Die sich daraus ergebenden Gruppengrößen von 25 Schülern bei Arbeitsgemeinschaften etc. wurden im Zusammenhang mit dem ge-nanten Erlass mehrfach dargestellt. Da für die Aufsichten beim Mittagessen und während der Mittagspausen keine weiteren Zuschläge zur Verfügung gestellt wer-den, können die notwendigen Stunden dafür nur durch noch größere Gruppen (Klassenstärke) erwirtschaftet werden. Bei einem Ansatz von 0,08 Std. erbringen 30 Schüler 2,4 Lehrerstunden. Davon werden 2 Stunden für Ganztagsangebote ge-nutzt, 0,4 Stunden stehen für Pausenaufsichten in der Mittagszeit zur Verfügung. Für die genannten Schulformen muss im Zusammenhang mit dem Klassenbil-dungserlass dringend nachgebessert werden.   ...   Die verpflichtende Einstellung eines Pädagogischen Mitarbeiters bei mindestens 200 am Ganztagsangebot teilnehmenden Schülern muss erhalten bleiben, damit die Bewilligung der Stellen nicht allein nach Haushaltslage erfolgt. Die Möglichkeit Mitarbeiter an mehreren Schulen eines Standortes einzusetzen, gestattet die Ein-beziehung von Schulen mit weniger als 200 am Ganztagsangebot teilnehmenden Schülern, die sonst keinen pädagogischen Mitarbeiter beschäftigen könnten.   ..  Gleichzeitig muss im Erlass “Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung“ unter Punkt 5.1 der Satz 2 gestrichen werden („Kein Ganztagszuschlag wird gewährt für nachmittags erteilte Schülerpflichtstunden und Stunden aus dem Stundenpool so-wie aufgrund von anderen Zuweisungen dieses Erlasses“).   ... Der Ausschluss des Ganztagszuschlags für Pflicht- und Wahlpflichtunterricht am Nachmittag ist aus mehreren Gründen nicht hinnehmbar:  Eine pädagogisch begründete Gestaltung der Stundentafel und Rhythmisierung des Schulalltags ist nicht mehr möglich.  Die Ganztagschule wird dadurch auf eine Halbtagschule mit Nachmittags-betreuung reduziert. ..    Die Beschränkung des Pflicht- und Wahlpflichtunterrichts auf den Vormittag führt zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Belegung von Fachräumen. Ebenso können Kapazitätsprobleme bei der Nutzung kleiner Mensen auftreten, wenn die Mittagspause ausschließlich erst nach der 6. Stunde stattfinden kann.     Durch die Beschränkung der Ganztagsschule auf den Primarbereich und die Sek.I können z.B. Förderangebote, Arbeitsgemeinschaften und andere ganztagsspezifi-sche Angebote in der Sek.II nicht mehr statt finden. Hierbei handelt es sich aber um qualifizierende Lernangebote, die auch für ältere Schüler erhalten bleiben sollten.    ...  Der im Erlass “Klassenbildung und Lehrerstundenzuweisung“ vorgesehene verrin-gerte Stundensatz für den Ganztagszuschlag bewirkt bereits erhebliche Einschnitte bei der Lehrerstundenausstattung für ganztagsspezifische Angebote. Durch die Zu-sammenfassung der Lehrerstunden mit dem Budget werden zusätzlich die Mittel zur Finanzierung außerschulischer Anbieter reduziert. Darüber hinaus birgt die Mit-telumwandlung die Gefahr einer Konkurrenz zwischen der Nutzung von Lehrerstun-den und der Inanspruchnahme finanziell günstigerer, aber möglicherweise fachlich oder pädagogisch nicht ausreichend qualifizierter Anbieter.    Arbeitsgruppe „Ganztagsschule“ im Arbeitskreis Gesamtschulen des Stadtelternrates Hannover, Hannover den 04. Februar 2004   (zum Ausdrucken als pdf laden  85 KB   ... )



 
09.07.2011, HAZ online Hannovers Grüne fordern Geld für Ganztagsschule

Die Grünen im Stadtrat fordern vom Land, das Geld für Ganztagsschulen unverzüglich aufzustocken. Hintergrund ist die Sorge von Schulleitern, ihre Ganztagsangebote nicht aufrechterhalten zu können. Einige Honorarkräfte konnten vor Gericht Arbeitsverträge erwirken.....

Hannover. Damit kommen deutlich höhere Kosten auf die Schulen zu, weil sie nun auch Sozialversicherungsbeiträge aus ihrem nicht erhöhten Etat zahlen sollen.

Das Land entziehe sich seiner bildungspolitischen Verantwortung, kritisiert Regine Kramarek, schulpolitische Sprecherin der Grünen. „Es kann nicht sein, dass die Landesregierung die Finanzierungsverantwortung für die Anstellungsverhältnisse der pädagogischen Mitarbeiter an die Kommunen und Schulen abschiebt. Wer Ganztagsschulen genehmigt, muss sie auch angemessen finanzieren.“

Kramarek verweist darauf, dass die Stadt bereits jetzt einen Großteil der Kosten für qualifizierte Nachmittagsangebote an Ganztagsgrundschulen schultere. Die Qualität der Betreuung müsse dabei erhalten bleiben, auch wenn es zusätzliche Kosten bedeute.

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