| INKLUSION |
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| Integration an der IGS Hannover-Linden http://www.schulelternrat.de/integration.htm |
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| 23.03.2012 | Mangel an Lehrkräften mit dem Lehramt für Sonderpädagogik |
| 23.03.2012, HAZ | Land schreibt 2500 Stellen für Lehrer aus (pdf, 17 kb) . ...... Die Grünen-Politikerin Ina Kortner kritisiert vor allem, dass nicht mehr Sonderpädagogen eingestellt würden. Wir schaffen es schon nicht, die Förderschulen ausreichend mit Lehrern auszustatten wie soll das erst bei der Inklusion werden?, fragte sie. Niedersachsen ist im Ländervergleich Schlusslicht beim gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern. Während bundesweit im Schuljahr 2010/2011 bereits 22,3 Prozent der Schüler mit besonderem Förderbedarf eine reguläre Schule besuchten, waren es in Niedersachsen nur 8,5 Prozent ... |
| 20.03.2012, SPD | "Inklusive Beschulung in Niedersachsen" (pdf, 56 kb) Rede der stellvertretenden Vorsitzenden und schulpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Frauke Heiligenstadt während der Plenarsitzung vom 20.03.2012 im Niedersächsischen Landtag |
| 19.03.2012, Grüne | Minister
Althusmann benachteiligt Inklusive Schulen gegenüber Förderschulen,
Zuwenig Sonderpädagogen - Land ohne Konzept (pdf, 35 kb) Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat die Benachteiligung von inklusiv arbeitenden Schulen gegenüber den Förderschulen bei der Personalausstattung scharf kritisiert. "Inklusion kann nur gelingen, wenn genauso viele Lehrerstunden, wie sie den Förderschulen zur Verfügung stehen, auch den Regelschulen gegeben werden. Dazu ist die Landesregierung aber offenkundig nicht bereit", kritisierte die Grünen-Politikerin. Aus einer Antwort der Landesregierung auf eine schriftliche Anfrage Korters geht hervor, dass für ein Kind mit Förderbedarf bei der emotionalen und sozialen Entwicklung an einer Förderschule im Durchschnitt 3,9 Sonderpädagogik-Lehrerstunden zur Verfügung stehen, während eine Regelschule lediglich mit 3,1 Sonderpädagogenstunden ausgestattet würde, die Grundschulen sogar nur mit 2,4 Stunden. "Die ungleiche Verteilung der Stunden verschlechtert die Bedingungen fü die Inklusion". |
| 09.03.2012, HAZ | Ein Halbjahr ohne Unterricht / Ausgegrenzt - ein Junge ohne Schule (pdf, 26 kb) Ein zehnjähriger Junge aus der Region Hannover ist seit vergangenem September nicht mehr in der Schule geween. Er leidet unter Asperger-Autismus. Seine Eltern suchen verzweifelt eine passende Schule für ihn - und kämpfen mit den Behörden. |
| 13.12.2011, Grüne | "Welche Gefährdung droht der Verwirklichung der inklusiven Schule in Niedersachsen durch den Mangel an Lehrkräften mit dem Lehramt für Sonderpädagogik ?" (pdf, 116 kb) Kleine Anfrage mit einer ausführlichen Antwort. |
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| 15.03.2012 | Gesetzentwurf zur Einführung des Inklusion in Niedersachsen |
| 13.03.2012, MK Nds. | Entwurf eines Gesetzes zur Verwirklichung des Rechtes auf Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die Schule, Drucksache 16/4591 (pdf, 112 kb) . .... |
| 15.03.2012, SPD | Änderungsantrag der SPD-Fraktion - Vielfalt ist Bereicherung - für ein sofortiges Aktionsprogramm zur Umsetzung inklusiver Bil-dung "Inklusive Beschulung in Niedersachsen" (pdf, 39 kb) Bildung ist Menschenrecht. Das Bildungssystem einer Gesellschaft muss allen Bürgerinnen und Bürgern gleiche Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit gewährleisten...Die Vielfalt der Begabungen und Lernpotenziale wird als Bereicherung erlebt und genutzt. Die Unterschiedlichkeit wird als Normalität erlebt, in der alle Schülerinnen und Schüler ihre besonderen Stärken und Förderbedürfnisse haben und haben dürfen. Inklusiver Unterricht setzt nicht nur an die speziellen, individuellen Förderbedürfnisse an, sondern verändert Didaktik, Methodik und Medien im Unterricht so, dass eine Individualisierung des Lernens in allen Lerngruppen möglich und wirksam wird. ... Die frühkindliche Bildung muss Bestandteil des Aktionsprogramms sein, weil die Grundlage für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn in den ersten Lebensjahren gelegt wird.... Der Ausbau und die Verbesserung der frühkindlichen Förderung und Erziehung sind insbesondere für Kinder mit Behinderungen von zentraler Bedeutung. ... |
| 15.03.2012, Grüne |
Änderungsantrag
der Fraktion von Bündnis 90/Grünen zum Gesetzentwurf
(pdf, 41 kb). Aus der Begründung: |
| Die Überweisung
einer Schülerin oder eines Schülers an eine Förderschule
gegen den Willen ihrer bzw. seiner Erziehungsberechtigten ist nicht zu vereinbaren
mit dem Rechtsanspruch auf gemein-samen Unterricht gemäß der
UN-Behindertenrechtskonvention. Eine Überweisung von Schülerinnen
und Schülern, die die Sicherheit von Menschen ernstlich gefährden,
auf eine Förderschule, wäre zudem auch deshalb nicht zu vertreten,
weil auch dort zu befürchten wäre, dass diese Schülerinnen
und Schüler die Sicherheit von Menschen ernstlich gefährden. Der
neu einzufügende § 69 Abs. 2, (gleichlautend mit § 69 Abs.
3 in der Beschlussempfehlung des Kultusausschusses) schafft ausreichende
und geeignete Möglichkeiten, dass Schülerinnen und Schüler,
die in besonderem Maße auf sozialpädagogische Hilfe angewiesen
sind, ihre Schulpflicht zeitlich befristet in geeigne-ten außerschulischen
Einrichtungen erfüllen können. Auch Schülerinnen und Schüler, die auf sonderpädagogische Unterstützung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung angewiesen sind, haben Anspruch auf eine schulische Bildung. Sie können ihre Schulpflicht deshalb nur dann in einer Tagesbildungsstätte erfüllen, wenn diese sich spätestens ab 2013 zu einer Schule weiterentwickelt. Nachdem die Landesregierung bei der Einführung der inklusiven Schule drei Jahre ungenutzt hat verstreichen lassen, erwarten die Eltern mehr Tempo bei der Verwirklichung der Inklusion. Mit der Umwandlung der Schulen zu inklusiven Schulen soll bereits zum Schuljahr 2012/13 begonnen werden. Eine Beschränkung auf Schwerpunktschulen soll nur bis zum Jahr 2016 möglich sein. Soweit im Gebiet eines Schulträgers auch eine oder mehrere Gesamtschulen bestehen, soll davon mindestens eine Gesamtschule inklusive Schwerpunktschule werden. |
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| Durch den Verzicht auf eine Doppelstruktur bei den Förderbereichen Lernen, Sprache und Emotio-nale und Soziale Entwicklung werden Ressourcen eingespart, die für eine bessere Ausstattung der inklusiven Schulen verwendet werden sollen. |
| 02.03.2012 | Behinderte dürfen ab 2013 in Regelschule |
| 02.03.2012, HAZ | Behinderte dürfen ab 2013 in Regelschule (pdf,17 kb) . Der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Handicaps soll ab dem nächsten Sommer landesweit Realität werden - und zwar aufsteigend zunächst in den ersten und ab 2013 in den fünften Klassen.... Der Landeselternratsvorsitzende Pascal Zimmer lobte, dass die Fraktionen eine parteiübergreifende Lösung anstrebten. Gründ und Linke wollen dem Inklusionsgesetz aber nicht zustimmen. Sie kritisieren unter anderem, dass Regel- und Förderschulen parallel bestehen bleiben sollen. |
| 02.03.2012, CDU | Klare und von Danwitz: "Inklusionsgesetz im Kultusausschuss mit breiter Mehrheit verabschiedet." (pdf, 18 kb) |
| 01.03.2012, LER | Landeselternrat
Niedersachsen zum Gesetzentwurf zur Umsetzung Inklusion (pdf,
26 kb). Der Landeselternrat Niedersachsen begrüßt, dass sich
die Landtagsfraktionen ihrer Verantwortung und der Herausforderung gestellt
haben und eine überparteiliche Umsetzung anstreben. Es sei daher zu
erwarten, dass in der morgen stattfindenden Sitzung des Kulturausschusses
ein Konsens zu dem veränderten Gesetzentwurf erzielt werden kann. "Auch wenn einige Forderungen bislang nicht erfüllt wurden und abzuwarten bleibt, wie die Umsetzung der Inklusion ausgeführt wird und welche untergesetzlichen Regelungen hier begleitend vorgegeben werden, so ist es doch ein wichtiger und richtiger Schritt", so Pascal Zimmer, Vorsitzender des Landeselternrates. Insbesondere der Umsetzung des §59 in der Praxis sehen die Eltern immer noch skeptisch entgegen und werden diese entsprechende in den Blick nehmen. "Es darf hier kein Signal gesetzt werden nach dem falschen Motto "Ihr müsst Inklusion umsetzen, aber wenn ihr das nicht möchtet, braucht ihr es auch nicht", so Zimmer abschließend. |
| 01.03.2012, VBE | "Nach großen Erwartungen folgt Ernüchterung!" (pdf, 26 kb)- Gesetzentwurf bleibt hinter "Regionalem Integrationskonzept (RIK) zurück - "Die Ausführungen im Gesetzentwurf (CDU/FDP-Fraktionen) erfüllen nicht die selbstgestellten Ansprüche an eine niedersächsische 'Inklusive Schule'. Die Reduzierung auf den Bereich Lernen im Primarbereich als einzig verbindlichen Einstieg in die 'Inklusive Schule' konterkariert die Arbeit in den 'Regionalen Integrationskonzepten (RIK)'. 40 Prozent der Grundschulen in Niedersachsen haben bislang in den Bereichen Lernen, Sprache und sozial-emotionale Entwicklung in Zusammenarbeit mit den Förderschulen erfolgreiche Arbeit geleistet." |
| 28.02.2012, GEW | GEW fordert Nachtragshaushalt (pdf, 41 kb). Inklusion darf nicht an unzureichenden Ressourcen und falschen Konzepten scheitern. Gezielte Steuerung der Ressourcen. |
| 24.02.2012, Grüne | Grüne: Inklusion in der Schule (pdf, 120 kb).. Eingebracht wurde der Gesetzentwurf von CDU und FDP ins Novemberplenum 2011. Zeittägige Anhörung der Verbände im Kultusausschuss am 15. und 16.12.2011. Fast alle Verbände - Ausnahme Philologenverband - sprachen sich für die Inklusion in allen Schulformen aus. Fast alle Verbände wünschten sich eine fraktionsübergreifend getragene Lösung. Die meisten wollten, dass bereits 2012 und nicht erst 2013 verbindlich begonnen wird und dass nicht hinter dem Stand der sonderpädagogischen Grundversorgung zurückgefallen wird. Unsere Kritikpunkte bisher: 1.Verkürzter Inklusionsbegriff ... 2 Einschränkung der inklusiven Beschulung 3.Alle Förderschulen bleiben bestehen, lediglich die Förderschule Lernen wird in Klasse 1-4 jahrgangsweise aufsteigend freiwillig ab 2012, verpflichtend ab 2015 aufgelöst 4.Überweisung an eine andere Schulform gegen den Willen der Eltern. 5.eine detaillierte Regelung für die Berufsbildenden Schulen fehlt.... 6.es gibt einen Bestandsschutz für die Tagesbildungsstätten 7.Schwerpunktschulen möglich bis 2018 8. Zwei Systeme nebeneinander - Ressourcenproblem |
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| 02.03.2012 | Gemeinsamer Gesetzentwurf zur Inklusiven Beschulung in Niedersachsen |
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Frauke Heiligenstadt (MdL, SPD): "Es war stets das Ziel sozialdemokratischer Bildungspolitik, flächendeckend so viel Integration von Kindern mit Behinderungen wie möglich zu erreichen. Dazu zählen Projekte und Konzepte wie Lernen unter einem Dach und die Regionalen Integrationskonzepte (RIK), die Kinder mit Behinderungen integrativ beschulen. Dennoch konnte in der Vergangenheit dem Wunsch vieler Eltern, ihre Kinder mit Behinderungen inklusiv und wohnortnah in allgemeinen Schulen zu fördern, nur zu selten entsprochen werden." |
| Die SPD habe einen Paradigmenwechsel in der Schulpolitik erreicht. Das sind die konkreten Ergebnisse: |
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| >> Statement zur Pressekonferenz der SPD-Landtagsfraktion am 01.03.2012 - am Tag vor der Sitzung des Landtags am 02.03.2012, pdf, 45 kb |
| >> Zahlen und Statistiken des Nds. Kultusministeriums zu Förderschulen, pdf, 1.402 kb |
| >> Verhandlungsergebnis zum Gesetzentwurf zur Inklusion, pdf, 62 kb |
| 02.03.2012, HAZ | Behinderte dürfen ab 2013 in Regelschule |
| Von Saskia Döhner |
| Hannover. Der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Handicaps soll ab dem nächsten Sommer landesweit Realität werden und zwar aufsteigend zunächst in den ersten und ab 2013 in den fünften Klassen. |
| CDU, FDP und SPD haben
sich nach monatelangem Ringen auf einen gemeinsamen Gesetzentwurf geeinigt.
Er soll heute im Kultusausschuss beraten und Ende März vom Parlament
verabschiedet werden. Eltern können frei wählen, auf welche Schule sie ihr Kind schicken möchten, sagte SPD-Schulexpertin Frauke Heilgenstadt gestern in Hannover Der Satz ,Du gehörst nicht an diese Schule ist dann Vergangenheit. Seitdem Deutschland dieUN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 ratifiziert habe, sei Inklusion, also die uneingeschränkte Teilhabe Behinderter an der Gesellschaft, ein Menschenrecht, sagte Heiligenstadt. Der Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen hatte ursprünglich vorgesehen, dass Kinder mit Beeinträchtigungen auch gegen den Willen ihrer Eltern auf eine Förderschule verwiesen werden dürfen. Dagegen war die Opposition Sturm gelaufen, weil sie dies für eine massive Einschränkung des Elternwillens hielt. Wie Heiligenstadt sagte, sei dieser Passus jetzt abgemildert worden. Nur noch wenn das Wohl des Kindes oder Mitschüler gefährdet seien, dürften Kinder zur Förderschule geschickt werden, auch wenn ihre Eltern dagegen seien. Bei Straf- und Verweisungsmaßnahmen werde jetzt nicht mehr zwischen Kindern mit und ohne Behinderung unterschieden. Gestrichen wurde auch der Passus in demCDU/FDPEntwurf, wonach Schüler mit Handicaps, die den Unterricht an einer Regelschule massiv stören, zur Förderschule überwiesen werden können. Landesbehindertenbeauftragter Karl-Heinz Finke begrüßte dies: Die Schaffung einer diskriminierungsfreien Rechtsgrundlage war überfällig, sagte er. Die Landesregierung hätte sich mit dem Schulgesetz zur Inklusion aber zu lange Zeit gelassen. Wichtig sei es auch, Kreise und Kommunen finanziell so auszustatten, dass sie Schulen wirklich barrierefrei machen könnten. Der Landeselternratsvorsitzende Pacal Zimmer lobte, dass die Fraktionen eine parteiübergreifende Lösung anstrebten. Grüne und Linke wollen dem Inklusionsgesetz aber nicht zustimmen. Sie kritisieren unter anderem, dass Regel- und Förderschulen parallel bestehen bleiben sollen. |
| 02.03.2012, NP | Freie Schulwahl für Behinderte |
| HANNOVER. Eltern behinderter Kinder können in Niedersachsen vom nächsten Schuljahr an frei wählen, auf welche Schule sie ihren Nachwuchs schicken wollen. |
| Nur wenn das Wohl des Kindes oder das der Mitschüler gefährdet ist, kann Schülern wie bisher der Besuch einer Förderschule vorgeschrieben werden. Das sieht der Gesetzentwurf von CDU, FDP und SPD zur sogenannten Inklusion, also dem gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern, vor. |
| Die Klassen, die Kinder mit Förderbedarf integrieren, sollen mit 23 bis 24 Schülern deutlich kleiner werden als normale. Die Inklusion soll im Sommer zunächst freiwillig im ersten Schuljahr eingeführt werden, vom Schuljahr 2013/2014 an dann verbindlich in allen ersten Klassen und in den Folgejahren aufsteigend bis Klasse zwölf. |
| Zudem sollen die vorhandenen Förderschulen für Lernen, Sprache und soziale Entwicklung schrittweise abgeschafft werden. Dauerhaft bestehen bleiben aber die Schulen für seh-, hör- und körperbehinderte sowie geistig behinderte Kinder. |
| "Es ist ein positives Signal, dass im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler so viele am gleichen Strang ziehen", sagte Kultusminister Bernd Althusmann (CDU). Der Weg dahin war nicht leicht: "Ich will nicht verfehlen, dass die Verhandlungen schwierig waren", betonte SPD-Schulexpertin Frauke Heiligenstadt. |
| 02.03.2012, NP | Behinderte Schüler: Land muss Schulen Rat und Hilfe bieten |
| Ein Kommentar von Heiko Randermann |
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Die Einigung kam überraschend: CDU, SPD und FDP haben sich auf einen Gesetzentwurf zum gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern (Inklusion) geeinigt, die Grünen werden vielleicht auch noch zustimmen. Es war ein langer Weg dahin, doch die große Einigkeit ist bei diesem Thema ein Segen. Es war ein langer Weg dahin, doch die große Einigkeit ist bei diesem Thema ein Segen. |
| Niemand bezweifelt, dass es richtig ist, die Trennung zwischen behinderten und nicht-behinderten Kindern so weit wie möglich aufzuheben. Doch man darf auch nicht verkennen, dass es ein großes Umdenken und auch eine Menge Engagement erfordert, diese Idee in der Praxis umzusetzen. Vor allem Lehrer sorgen sich, ob sie dieser verantwortungsvollen Aufgabe gewachsen sind. Und nicht wenige Eltern fragen sich, ob mit dieser neuen Herausforderung ein reibungsloser Unterricht möglich ist. |
| Mit dem Start der Inklusion im Sommer 2013 beginnt in den Schulen ein "Learning by doing". Langfristig wird sich das neue Miteinander einpendeln, doch gerade zu Beginn werden die Schulen Rat und Hilfe brauchen. Darauf muss sich das Land vorbereiten. Es darf nicht wieder der Fehler gemacht werden, dass man mit dem Verabschieden des Gesetztes das Thema abhakt. Die eigentliche Arbeit beginnt dann nämlich erst. |
| 13.12.2011 | Essensgeld an Förderschulen / Neubau einer Förderschule |
| 13.12.2011, HAZ | Schüler an FÖS zahlen bald mehr Essensgeld, Lehrer weniger (pdf,19 kb) Kurz vor der entscheidenden Regionsversammlung stoßen Pläne der Verwaltung auf Kritik, das Essensgeld an Förderschulen für die Schüler zu erhöhen, für Lehrer aber gleichzeitig erheblich zu senken. In den neun Förderschulen für geistige Entwicklung, die sich in Trägerschaft der Region befinden, sollen die Kosten pro Mittagessen für die Schüler von derzeit 2,30 auf 2,60 Euro steigen. Lehrer und andere Mitarbeiter, die bisher 5,10 Euro zahlen, sollen dagegen künftig nur noch 4,10 Euro für ein Mittagessen auf den Tisch legen. ... In einem Erlass des Kultusministeriums zu den Förderschulen heißt es: "Die Vorbereitung und die Einnahme der Mahlzeiten gehört zu den unterrichtlichen Aufgaben." Offenbar ist aber an einigen Schulen die Bereitschaft der Lehrer mitzuessen sehr gering. ... >> mehr |
| 02.12.2011, HAZ | Region
hält an Neubau für Schule auf der Bult fest (pdf,
17 kb) Die Region hält an den Neubauplänen für die Schule
auf der Bult fest - obwohl manche Förderschulen in Zukunft wohl überflüssig
werden, da das Land Förderschüler künftig verstärkt
in Rgelschulen unterbringen will. .. In der Schule auf der Bult kümmern
sich die Lehrer um Kinder mit emotionalen und sozialen Beeinträchtigungen.
"Es ist jedoch bereits jetzt so, dass die meisten Lehrer von der Bult
ihre Schüler dezentral in normalen Schulen betreuen." Im Durchschnitt
blieben die meist verhaltensauffälligen Schüler 1,3 Jahre auf
der Bult, berichtet Franz. Dann kehren sie an eine Regelschule zurück.
.... Franz-Mersi-Schule: Die Förderschule für Sehen will an zwei Tagen pro Woche verpflichtend Ganztagsunterricht einführen. Der Schulausschuss befürwortete einstimmig den Antrag ans Land. Allerdings genehmigt dieses verbindliche Ganztagskonzepte aktuell nur für Oberschulen. Die Mersi-Schule will es dennoch versuchen. Die Schüler wohnen oft weit entfernt und sind auf Busse angewiesen, Planbarkeit sei deshalb wichtig. >> >> mehr |
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| 25.11.2011, bildungsklick | Enttäuschung über KMK-Empfehlung zur Inklusion |
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(red/pm) Als völlig unzureichend hat die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention die Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur sonderpädagogischen Förderung "Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen" bezeichnet. |
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"Die Kultusministerkonferenz schafft es zweieinhalb Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention nicht, konsequent für ein inklusives Bildungssystem einzutreten und das erforderliche Arbeitsprogramm daraus zu entwickeln", zeigte sich Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention enttäuscht. Man habe gehofft, die Kultusministerkonferenz übernähme stärker die Führungsrolle bei der Anleitung der Bundesländer, die schulische Segregation behinderter und nichtbehinderter Kinder und Jugendlicher zu überwinden. |
| >> mehr auf bildungsklick.de | >> mehr zur Inklusion |
| 01.11.2011 | Hannover macht sich auf den Weg zur "Inklusiven Stadt" |
| 24.10.2011, LHH Hannover | "Auf dem Weg zur inklusiven Stadt" - Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in der Landeshauptstadt Hannover, pdf, 124 kb, und Drucksache 1967/2011, pdf, 129 kb |
| Im Rahmen der Haushaltsberatungen 2011 wurde die Verwaltung beauftragt, ein fachübergreifend angelegtes kommunales Handlungsprogramm zum Thema Inklusionzu entwickeln. Den Gremien soll von der Verwaltung ein jährlicher Bericht zur Umsetzung vorgelegt werden. Die Verwaltung stellt in der Anlage den Gremien den aktuellen Sachstand zur Erstellung des kommunalen Handlungsprogramms Inklusion dar. Zur weiteren Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Landeshauptstadt Hannover wird dabei Folgendes festgestellt: | |
| Es wird eine dezernatsübergreifend angelegte AG "Inklusion" innerhalb der Stadtverwaltung unter Federführung des Jugend- und Sozialdezernates eingerichtet.Diese hat zum Ziel, dass das Thema Inklusion noch stärker als bisher in den nächsten Jahren handlungsfeldübergreifend Bestandteil von Planungen und Verwaltugshandeln wird. Dazu gehört insbesondere auch, dass das Thema Inklusion im Rahmen der kommunalen Bildungs- und Kita-Planung verpflichtend einbezogen wird. Für den Bereich der Schulentwicklungsplanung gibt es bereits eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Land, Region Hannover und Stadt Hannnover, die das Konzept zur Umsetzung von Inklusion in Schulen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben des Landes erarbeiten wird. Die Ergebnisse dieser Arbeitssgruppe werden in die dezernatsübergreifende Arbeitsgruppe eingebracht. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind jeweils eine Beauftragte oder ein Beauftragter aus jedem Dezernat sowie die städtische Behindertenbeauftragte. >> mehr | |
| 28.09.2011, CDU, FDP, nds.Landtag | Gesetzentwurf der CDU und FDP im nds. Landtag zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der schulischen Bildung (NSchG), pdf, 82 kb |
| 28.09.2011, CDU, FDP, nds. Landtag | Synopse: Gegenüberstellung der geänderten Paragraphen des alten und neuen NSchG im Gesetzentwurf der CDU und FDP, pdf, 76 kb |
| 01.11.2011, PM, SPD und Grüne | Grüne, SPD: " Wo Inklusion draufsteht ist wieder Selektion drin" Zwangsabschulung auf Förderschulen unvereinbar mit UN-nvention, pdf, 46 kb |
| 22.06.2011, Kreiselternrat Osnabrück | Kreiselternrat Osnabrück fordert Umsetzung der UN-Konvention: In seiner Sitzung am 22.06.2011 hat der Kreiselternrat des Landkreises Osnabrück folgenden Beschluss gefasst: Der Kreiselternrat fordert das Land Niedersachsen, den Landkreis Osnabrück und die kreisangehörigen Gemeinden auf, unverzüglich gem Artikel 4 der Konvention alle geeigneten Gesetzgebungs- , verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen zur Umsetzung des in Artikel 24 anerkannten Rechts auf inklusive Bildung zu treffen. |
| 18..10.2011, BEV | Pressemitteilung des Bayerischen Elternverbandes (BEV) Nr. 24/2011 vom 18.10.2011: "Inklusion in der Schule erst ganz am Anfang", pdf, 12kb. Elternverband fordert bessere Aufklärung der Schulen und Ansprechpartner für Eltern |
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"Eltern, die ihr Kind an der Regelschule anmelden wollen, bekommen häufig zu hören, dass für eine echte Förderung kein Personal da sei und Baumaßnahmen zu teuer kämen", sagt Maria Lampl, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. |
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| 02.11.2011, NP | Behinderte dürfen ab 2013 in Regelschule |
| Kinder mit und ohne Handicap sollen ab Sommer 2013 in Niedersachsen gemeinsam unterrichtet werden. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den die Regierungsfraktionen nach jahrelangen Debatten am Dienstag in Hannover vorgestellt haben. Begonnen werden soll in den ersten beziehungsweise fünften Klassen. |
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Hannover. Bis 2018 reicht es bei den weiterführenden Schulen aus, wenn ein Gymnasium oder eine Haupt- und Realschule im Landkreis Kinder mit Behinderungen aufnimmt. Danach soll dies an grundsätzlich jeder Schule möglich sein. Das Kindeswohl und die Wahlfreiheit der Eltern seien der Kern des Gesetzentwurfs, sagten die Fraktionsvorsitzenden Björn Thümler (CDU) und Christian Dürr (FDP). Die Eltern könnten entscheiden, ob sie ihre Kinder an eine Regel- oder eine Förderschule geben. Wenn Eltern allerdings eine Regelschule wählen, das Kind nach Ansicht der Pädagogen an einer Förderschule allerdings besser aufgehoben wäre, kann die Landesschulbehörde es dorthin schicken. Während CDU und FDP von einer Ausnahmeregelung sprachen, sieht die Opposition darin die Aushebelung des Elternwillens. Die zwangsweise Zuweisung an eine Förderschule widerspreche der UN-Behindertenrechtskonvention. SPD, Grüne und Linke nannten den Regierungsentwurf enttäuschend und halbherzig. Ina Korter (Grüne) kritisierte, dass nahezu alle Förderschulen mit Ausnahme der für lernbehinderte Kinder im Primarbereich (Klassen 1 bis 4) bestehen blieben. Eine Doppelstruktur sei unsinnig und teuer. Von den rund 35.000 Schülern mit Förderbedarf landesweit haben
rund 18.000 Lernschwierigkeiten, 6000 bis 7000 Kinder gelten als sprachbehindert,
ebenso viele zudem als verhaltensauffällig. Die Zahl der Schüler
im Rollstuhl wird auf rund 200 geschätzt. Bis 2018 werde das Land
ingesamt fast 45 Millionen Euro in den gemeinsamen Unterricht von behinderten
und nicht behinderten Kindern investieren, sagte Kultusminister Bernd
Althusmann (CDU). Bis dahin soll geprüft werden, welche Kosten auf
die Kommunen zukommen und ob sie vom Land übernommen werden. |
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| 09.10.2011, VNL/VDR |
Verband Niedersächsischer Lehrkräfte: Gegen weiteres Hinausschieben der Inklusion - für mehr Mut bei Umsetzung der Inklusion |
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Hannover, den 09. Oktober 2011 - Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte VNL/VDR hat mit Befremden die Ankündigungen des Kultusministeriums und der CDU-Landtagsfraktion zur Kenntnis genommen, die gesetzliche Verankerung der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Bereich der allgemein bildenden Schulen weiter hinauszuschieben. Auf Unverständnis ist die kurzfristige Absage des Vertreters des Kultusministeriums am VNL/VDR-Vertretertages zum Thema Inklusion im Sekundar-I-Bereich in Walsrode gestoßen. Das riecht nach Maulkorb. Oder hätte er mit leeren Händen zu uns kommen müssen? so Manfred Busch, VNL/VDR-Landesvorsitzender. Der VNL/VDR hält die bislang geplante Fokussierung auf Umsetzung der Inklusion zunächst nur im Primarbereich für falsch. Es gibt schon jetzt immer mehr Kinder mit verschiedenen Förderbedarfen, die nach ihrer Grundschulzeit mit Schülern ohne Handicap in einer weiterführenden Regelschule gemeinsam unterrichtet werden möchten. In Niedersachsen gibt es zwar bereits Schulen im Sek-I-Bereich, insbesondere Realschulen und Oberschulen, die sich erfolgreich auf den Weg der Inklusion gemacht haben, aber die Nachfrage nach inklusiver Beschulung gerade im Sek-I-Bereich ist unverändert hoch und steigt weiter. Um der Vielfalt der Kinder und der Unterrichtsanforderungen gerecht zu werden, bedarf es neben den räumlichen Voraussetzungen wie Barrierefreiheit eines umfangreichen Unterstützungssystems an den Schulen. Zusätzlich zur regulären Lehrkraft braucht es an jeder Schule Förderschullehrer, Sozialpädagogen und pädagogisches Personal sowie entsprechende Fortbildungen, und das nicht nur im Primarbereich. Die bisherigen Klassengrößen sind deutlich zu senken, wenn Inklusion gelingen soll - so einige der Forderungen der Delegierten des Vertretertages. Landesvorsitzender Busch fordert die Landesregierung auf, mehr Mut bei der Umsetzung der Inklusion zu zeigen: Sorgfalt ist wichtig und richtig, darf aber nicht zum Verzögern führen. Eines aber muss jedem klar sein: Inklusion zum Nulltarif wird es nicht geben! |
| 11.10.2011, LER Nds. |
Landeselternrat Niedersachsen:Schulische Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention |
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Mit großer Bestürzung hat der Landeselternrat Niedersachsen die Ankündigung der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag aufgenommen, die Umsetzung der Inklusion an Niedersachsens Schulen um ein weiteres Jahr hinauszuzögern. Zum geänderten Zeitplan hatte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Klare gestern in Hannover erklärt, die sorgfältige Gesetzesausgestaltung müsse bei der Inklusion oberste Priorität haben und das Wohl des Kindes und der beste Förderort müssten im Vordergrund stehen. Diese Aussagen können wir vollkommen unterstützen, erklärt hierzu Pascal Zimmer, der Vorsitzende des Landeselternrates Niedersachsen. Die von Herrn Klare gefahrene Argumentationsschiene aber ist an Dreistigkeit wohl kaum zu überbieten. Seit Jahren sind intensive Gespräche in allen an Bildung beteiligten Verbänden geführt worden ....Alle Beteiligten müssen mitgenommen werden, Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Inklusion wird nicht zum Null-Tarif zu haben sein. ..... Wenn die CDU-Fraktion jetzt zu der Auffassung gelangt ist, es bestünde Gesprächsbedarf, dann muss man feststellen, dass die Fraktion das Thema offensichtlich verschlafen hat, und dass die Kommunikation zwischen Kultusminister, Arbeitskreis Kultus der CDU und ihren Fraktionen ungenügend war. Sechs setzen würde es in Schule heißen!, so Zimmer abschließend. Den mit überwältigender Mehrheit (ohne Gegenstimmen bei einer Enthaltung) am 07.10.2011 gefassten Beschluss des Landeselternrates Niedersachsen finden Sie bitte nachstehend. ... >> die gesamte Pressemitteilung |
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Beschluss: Der Landeselternrat Niedersachsen fordert das Parlament und die Landesregierung auf, umgehend die gesetzlichen Voraussetzungen zur schulischen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu schaffen. ... Der Landeselternrat Niedersachsen fordert in diesem Zusammenhang, alle Schulen in die Lage zu versetzen, auf die Bedürfnisse aller Schüler einzugehen. .... Mit Ausnahme des Förderbereichs Lernen, für den es zukünftig keine eigenen Schulen mehr geben soll, sollen in einer ersten Phase die Eltern darüber entscheiden können, ob ihre Kinder eine Regelschule oder eine Förderschule besuchen sollen. Inwieweit man später auch auf Förderschulen für andere Bereiche (z. B. Sprache) ganz wird verzichten können, muss dann die weitere Entwicklung zeigen. Der Landeselternrat Niedersachsen fordert ein abgestimmtes und unabhängig wissenschaftlich begleitetes Vorgehen zur Umsetzung der Inklusion unter Einbeziehung aller Beteiligten. Die notwendigen finanziellen, gesetzlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen sind zu schaffen. >> der gesamte Beschluss |
| >> Themenseite Inklusion |
| 07.09.2011 - 24.11.2011 | Ringvorlesung: Gemeinsam Inklusion lernen |
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07.09.2011 - 24.11.2011, mittwochs 16.00 - 18.00 Uhr - Universität
Hannover, Gebäude I (ehemalige PH), Bismarckstr. 2, - |
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Im Rahmen der Ringvorlesung werden grundlegende didaktische Aspekte zur Gestaltung des gemeinsamen Unterrichts für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Förderbedarf aus theoretischer und praktischer Perspektive beleuchtet. Thematische Schwerpunkte sind:
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| >> Ringvorlesung vom 07.09.2011 - 24.11.2011: Gemeinsam Inklusion lernen, pdf, 87 kb |
| >> Themenseite Inklusion |
| 10.09.2011 - 09.10.2011 | "Mit-ein-anders" 2011 |
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| >> "Mit-ein-anderes" vom 10.09.2011 - 09.10.2011: Aktionstage für alle Menschen mit und ohne Behinderung, pdf, 295 kb |
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| Landesarbeitsgemeinschaft GEMEINSAM LEBEN - GEMEINSAM LERNEN Niedersachsen e.V |
| 17.09.2011, 10:00 - 12:00 Uhr | Landestagung 2011: Inklusion von Anfang an |
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Samstag, den 17. September 2011, 10: 00 ca. 12:00 Uhr, Im Kreistagssaal, Trift 26, 29221 Celle |
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Was heißt eigentlich Inklusion? Inklusion heißt: Menschen
mit und ohne Behinderungen leben und lernen in allen Bereichen von Anfang
an miteinander. Herr Torsten Einstmann wird über die von der UN- Behindertenrechtskonvention geforderte Inklusion und ihre Umsetzungsmöglichkeiten anschaulich berichten. Herr Einstmann hat durch seine berufliche Tätigkeit vielfältige alltägliche Erfahrungen mit Inklusion. Welche Schritte zur Inklusion müssen beachtet werden? Wer ist die Landesarbeitsgemeinschaft GEMEINSAM LEBEN GEMEINSAM
LERNEN Niedersachsen e.V., und was will sie in Zusammenarbeit mit den
Ortsvereinen erreichen? Veranstalter der Tagung: Tagungsprogramm: Mit freundlichen Grüßen, |
| >> GEMEINSAM LEBEN - GEMEINSAM LERNEN Niedersachsen - Landestagung, pdf, 87 kb |
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| 11.08.2011 | Aktion Mensch: "Viele Bundesländer müssen nachsitzen" |
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Zum Schulbeginn sind noch immer zu viele Kinder mit Behinderung von
der Regelschule ausgeschlossen |
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(Bonn, 11. August) Beim Gemeinsamen Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung kommt Deutschland unterschiedlich schnell voran. Das führt zu großen Unsicherheiten und Belastungen bei Eltern, Kindern und Lehrern. Nach Recherchen der Aktion Mensch besucht in Niedersachsen nur rund jedes zehnte Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine Regelschule, in Schleswig-Holstein sind es dagegen schon mehr als die Hälfte. Bundesweit betrug der Anteil im Schuljahr 2009/2010 nur 20,1 Prozent, neue Zahlen wird die Kultusministerkonferenz frühestens im November veröffentlichen. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention, in Deutschland seit 2009 in Kraft, darf niemand aufgrund seiner Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden. |
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"Die Barrieren in den Köpfen sind dabei das eigentliche Problem. Viele Bundesländer müssen nachsitzen, um deutlich mehr Kindern das Gemeinsame Lernen zu ermöglichen", sagt Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch und Mitglied im Expertenkreis "Inklusive Bildung" der deutschen UNESCO-Kommission. "Es ist aber immer noch weit verbreitete Ansicht, dass Kinder mit Behinderung nur in der Sonder- oder Förderschule gut aufgehoben sind oder sie sogar das Fortkommen anderer auf der Regelschule bremsen." Damit Gemeinsames Lernen gelingen kann, setzt Eberhard Jüttner, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes, auf strukturelle Veränderungen: "Schon in der Lehrerausbildung müssen die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung berücksichtigt werden. Dazu brauchen wir in den Ländern klare Zuständigkeiten für die inklusive Schule. Das jetzige Träger- und Zuständigkeitswirrwarr ist eine Zumutung für Eltern und Kinder." Teurer wird die inklusive Bildung für den Staat nur in der Anlaufphase, betont Andreas Hinz, Inklusionspädagoge der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Auf lange Sicht ist ein einheitliches Schulsystem mit weniger Schultypen kostengünstiger: "Mit einem voll ausgestatteten sonderpädagogischem System plus einem Gemeinsamen Unterricht an Regelschulen leistet sich Deutschland im Moment das denkbar teuerste Schulsystem überhaupt." Eine druckfähige Grafik, ein ausführliches Interview mit Professor Andreas Hinz sowie Positionspapiere, Zahlen und Fakten aus den Bundesländern finden Sie auf unseren Internetseiten: www.aktion-mensch.de Die Aktion Mensch ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Die Soziallotterie wurde 1964 als Aktion Sorgenkind gegründet und 2000 in Aktion Mensch umbenannt. Zu ihren Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Der Paritätische Gesamtverband, Zentrale Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Der Verein unterstützt mit seinen Erlösen jeden Monat bis zu 1.000 soziale Vorhaben der Behindertenhilfe und -selbsthilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Möglich machen dies etwa 4,6 Millionen Loskäufer der Aktion Mensch-Lotterie. www.aktion-mensch.de Kontakt: Sascha Decker, Pressesprecher, Telefon: 0228/2092-392, |
| >> Presseerklärung der Aktion Mensch vom 11.08.2011, pdf, 11 kb |
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| 07.07.2011 | Beschluss des KER Osnabrück zur Umsetzung der Inklusion |
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Der Kreiselternrat Osnabrück fordert das Land Niedersachsen, den Landkreis Osnabrück und die kreisangehörigen Gemeinden auf, unverzüglich gem. Artikel 4 der Konvention alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs- und sonstigen Maßnahmen zur Umsetzung des in Artikel 24 anerkannten Rechts auf inklusive Bildung zu treffen. |
| >> Beschluss des KER Osnabrück zur Umsetzung der Inklusion, pdf, 20 kb |
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| 08.06.2011 | Aktuell im Schulausschuss: Entwicklung eines Konzeptes zur inklusiven Beschulung für den Standort Hannove |
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Beim Schulausschuss am 08.06.2011 hat die Verwaltung die Informationsdrucksache zur Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf - Entwicklung eines Konzeptes zur inklusiven Beschulung für den Standort Hannover - (Informationsdrucks. Nr. 1202/2011 mit 3 Anlagen) vorgestellt |
| >> Informationsdrucksache und Anlagen auf der Homepage der Stadt Hannover |
| >> Themenseite Inklusion |
| 23.08.2011, 19:00 - 21:00 Uhr | SPD List-Süd + AfB: Inklusion - ein Menschenrecht |
| SPD Ortsverein List-Süd:
Einladung zur Diskussionsveranstaltung "Inklusion - ein Menschenrecht"
- Informationen Fragen Ausblicke für die List Zeit: 23. August, 19 - 21 Uhr Ort: Gemeindesaal der Lister Johannesgemeinde, Bothfelder Straße (Der Zugang ist barrierefrei |
Mit
der 2009 erfolgten Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte
von Menschen mit Behinderungen (2006) verpflichtet sich auch die Bundesrepublik
Deutschland, Menschen mit Beeinträchtigungen oder Menschen, die in
anderer Weise von einer irgendwie gedachten Norm abweichen, nicht mehr in
Sonderbereichen von anderen Menschen zu trennen. Sie hat sich verpflichtet,
allen Menschen für alle Lebensbereiche einen Platz mitten in unserer
Gesellschaft zu ermöglichen und notwendige Förderung und Unterstützung
für ein selbständiges Leben bereit zu stellen.Das gilt insbesondere auch für den Bildungsbereich. Wir möchten Sie gerne über diese für viele neue Entwicklung informieren, bildungspolitische Konsequenzen, aber auch gelungene Praxis vorstellen und mit Ihnen ins Gespräch über Perspektiven für inklusive Praxis in der List kommen. |
| Programm: Begrüßung: Irma Walkling-Stehmann, Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin Dr. Jessica Löser, Institut für Sonderpädagogik, Leibniz Universität Hannover, Auf dem Weg zu einer inklusiven Pädagogik Svenja Bruck, Verein Mittendrin Hannover e.V., Wie inklusive Praxis trotz vieler Hindernisse gelingen kann: Beispiel KiTa Christoph Walter, Schulleiter der IGS Linden, Inklusive Schule für alle ist jetzt schon möglich Claus Arne Mohr, Politikwissenschaftler, Meine nicht-inklusive Bildungskarriere Beiträge aus dem Publikum Schlusswort und Ausblick: Ralf Borchers, Ratsherr der Landeshauptstadt Hannover Moderation: Prof. Dr. Gregor Terbuyken |
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0rtsverein List-Süd der SPD, Vorsitzender: Werner Könecke,
Odeonstr. 15/16, 30159 Hannover. Kontakt über: w.koenecke@t-online.de,
http://spd-list-sued.de/ - auch auf facebook |
| >> Flyer der Diskussionsveranstaltung "Inklusion - ein Menschenrecht" als pdf, 302 kb |
| >> Themenseite Inklusion |
| 08.06.2011 | Bündnis für Inklusive Bildung in Niedersachsen |
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Positionspapier
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| . dass die Umsetzung
des Art. 24 durch geeignete Maßnahmen der Landesre-gierung zur Bewusstseinsbildung
(Art. 8) unterstützt wird . die aktive Beteiligung von Menschen mit Behinderungen, ihren Angehörigen und Verbänden im Sinne der UN-BRK Im Interesse aller Kinder ist ein schnelles Handeln nunmehr unerlässlich. |
| >> Positionspapier des Bündnis für inklusive Bildung, pdf, 151 kb |
| >> Themenseite Inklusion |
| 07.04.2011, BILDUNGSKLICK.DE | INKLUSION: Auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem |
| >> bildungsklick.de/pm/77962/auf-dem-weg-zu-einem-inklusiven-bildungssystem/ |
| Dortmund, 07.04.2011 - "Der von der Schulministerin angekündigte Fortbildungstag für Schulen, die zum kommenden Schuljahr mit dem gemeinsamen Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder beginnen, ist ein Anfang", so der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. "Auch wenn wir uns etwas mehr gewünscht hätten, erkennen wir das als richtiges und wichtiges Signal an." |
| Aus Sicht des VBE ist es auch vernünftig, die von der Vorgängerregierung als Schulversuch eingerichteten Kompetenzzentren fortzuführen und wissenschaftlich untersuchen zu lassen. Nur die Untersuchung eines neutralen Wissenschaftlers kann zeigen, ob und inwieweit diese Kompetenzzentren uns auf dem Weg zu einem inklusiven Bildungssystem weiterbringen können. Auch die wissenschaftliche Bearbeitung der Frage der Ressourcensteuerung in einem inklusiven Bildungssystem hält der VBE für sinnvoll. |
| 06.04.2011, BILDUNGSKLICK.DE | Nordrhein-Westfalen: Schulen, die gemeinsames Lernen neu einrichten, sollen Fortbildungstag erhalten |
| >> bildungsklick.de/pm/77959/schulen-die-gemeinsames-lernen-neu-einrichten-sollen-fortbildungstag-erhalten/ |
| Schulen, die zum kommenden Schuljahr erstmalig gemeinsames Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder einrichten, sollen dazu einen Fortbildungstag in Anspruch nehmen können. Das kündigte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann an: "Um sich auf die anspruchsvolle Aufgabe der Schul- und Unterrichtsentwicklung vorbereiten zu können, sollen Lehrkräfte, die sich konkret mit dieser Aufgabe befassen, die Möglichkeit erhalten, gemeinsam am schuleigenen Konzept zu arbeiten oder sich durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen beraten zu lassen." .... |
| Das Abkommen der Vereinten Nationen über die Rechte der Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention) ist im März 2009 in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft getreten. In Artikel 24 (Bildung) verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten unter anderem, ein inklusives Bildungssystem auf allen Ebenen zu gewährleisten. Die Umsetzung des Artikels 24 fällt in die Zuständigkeit der Länder. Mit der Verabschiedung des Antrags am 1. Dezember 2010 hat sich der Landtag eindrucksvoll zu diesem Auftrag bekannt und das Schulministerium mit der konzeptionellen Umsetzung beauftragt. |
| 31.03.2011, BILDUNGSKLICK.DE | BEHINDETENRECHTE: "Inklusion ist gut erprobt" |
| >> bildungsklick.de/a/77880/inklusion-ist-gut-erprobt/ |
| 31.03.2011 -(red/ots) - Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention hat die aktuellen Papiere der Kultusministerkonferenz (KMK) zur inklusiven Bildung kritisiert. "Die Papiere spiegeln die verbindliche Richtungsentscheidung der UN-Behindertenrechtskonvention für ein inklusives Bildungssystem nicht wider", erklärte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle, anlässlich der Veröffentlichung der "Eckpunkte der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention zur Verwirklichung eines inklusiven Bildungssystems" ... . |
| Zwei Jahre nach Inkrafttreten der Konvention in Deutschland seien entschlossene systematische Anstrengungen in den Bundesländern notwendig, um die Trennung von behinderten und nicht behinderten Kindern im Unterricht strukturell zu überwinden. An dem Ansatz der separierenden Förder- oder Sonderschule weiter festzuhalten, sei mit der Konvention nicht vereinbar, so der Menschenrechtsexperte. Mit ihren Papieren billige die KMK einzelnen Bundesländern den Raum zu, existierende Sonderschulen unhinterfragt weiterzuführen oder ihr bestehendes Sonderschulwesen sogar weiter auszubauen. .... |
| 22.03.2011 |
"Mittendrin" eröffnet Beratung für eine bessere Integration |
| 22.03.2011, HAZ | "Mittendrin" eröffnet Beratung |
| Mitte April startet der Verein "Mittendrin" eine professionelle Beratungsstelle, die Eltern und Institutionen unabhängig über die Integration von Menschen mit Behinderung informieren will. Imn dem 2007 gegründeten Verein haben sich betroffene Eltern zusammengefunden..... Infos gibt es unter www.mittendrin-hannover.de und unter (0511) 450 06 44 | |
| März 2011 | Vechta: Erhalt der Förderklassen Sprache |
| August 2010 |
Position und Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik |
| Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e.V., Landesgruppe Niedersachsen e.V., dgs |
| >> Stellungnahme zur EInführung der sonderpädagogischen Grundversorgung als inklusive Beschulungsmaßnahme (pdf, 41 kb) |
| Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e.V., Christian W. Glück, "Mit Sprache teilhaben" & "Inklusion im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention", Barrierfreie Bildungseinrichtungen, Besondere Maßnahmen zur Herbeiführung der Chancengleichheit, die Förderkonferenz, Inklusion von Anfang an: Frühförderung und Prävention, Sprachheilpädagogisches Bildungsangebot, Kompetenzzentrum "Sprache", Aus- und Weiterbildung: Fachspezifische Professionalität stärken! Mögliche Schwierigkeiten im Prozess der Inklusion, Aufgaben des Fachverbandes, Mit Sprache Teilhabe sichern. |
| >> Positionspapier der DGS zur Inklusion (pdf, 268 kb) |
| 05.03.2011 | Kultusminister: Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe" |
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Pressestelle Stiftung Universität Hildesheim. Eine exzellente Ergänzung der Gesamtstrategie des Landes, lobte Kultusminister Dr. Bernd Althusmann im Gespräch mit Vizepräsidentin Dr. Margitta Rudolph den neuen Weiterbildungs-Masterstudiengang Inklusive Pädagogik und Kommunikation |
| Wege zu einer gemeinsamen
Bildung und Erziehung für alle die Hildesheimer Pädagogischen
Tage stellten in diesem Jahr Weiterbildungsangebote zum Thema Inklusive
Pädagogik in den Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler
sollen starke Persönlichkeiten werden. Unabhängig von der Begabung
wird in diesem Land jedes Kind gebraucht. Das sollte Maßstab für
alle Handlungen des Bildungssystems und der Bildungsverantwortlichen sein.
Schule muss Zukunftschancen eröffnen, betonte Dr. Bernd Althusmann,
Kultusminister des Landes Niedersachsen in der Stiftung Universität
Hildesheim.
Am 4. und 5. März 2011 informierten sich Schulleitungen, Lehrkräfte, pädagogisches Personal und Studierende in der Stiftung Universität Hildesheim über Chancen und Möglichkeiten einer Inklusiven Pädagogik. Dr. Margitta Rudolph, Vizepräsidenten für Weiterbildung der Stiftungsuniversität Hildesheim und Leiterin der für die Lehrerfortbildung zuständigen Weiterbildungsabteilung WiN (Weiterbildung in Netzwerken) begrüßte rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Auf Grund der Globalisierung und weltweiten Migration ist die Gesellschaft multikultureller geworden. Die Schule muss neue Wege finden, wie sie produktiv mit den unterschiedlichen Sprachen, Lebensstilen und Kulturen umgehen kann. Die diesjährigen Hildesheimer Pädagogischen Tage geben viele Anregungen, inklusive Pädagogik als eine Chance zu erkennen, Kindern und Jugendlichen so viel Unterstützung wie möglich zu geben. Es geht um die Förderung von Vielfalt, hin zu Selbstbestimmung, zu Selbstständigkeit und zum Ausschöpfen der individuellen Möglichkeiten von Kindern. Das angestrebte Ziel der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen muss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen werden, von Bund, Ländern und Kommunen, betonte Dr. Bernd Althusmann, Kultusminister des Landes Niedersachsen und seit 2011 Präsident der Kultusministerkonferenz. Schülerinnen und Schüler sollen starke Persönlichkeiten werden. Unabhängig von der Begabung wird in diesem Land jedes Kind gebraucht. Das sollte Maßstab für alle Handlungen des Bildungssystems und der Bildungsverantwortlichen sein. Schule muss Zukunftschancen eröffnen", so der Minister. Althusmann verwies mit Blick auf das Wohl des Kindes darauf, die Umsetzung inklusiver Pädagogik in Niedersachsen zunächst sorgfältig vorzubereiten. In diesem Zusammenhang lobte der Minister die Vorreiterrolle der Stiftung Universität Hildesheim: Zum Wintersemester 2011/12 soll ein Weiterbildungs-Masterstudiengang Inklusive Pädagogik und Kommunikation angeboten werden. Der Weiterbildungs-Masterstudiengang Inklusive Pädagogik und Kommunikation' ist eine exzellente Ergänzung der Gesamtstrategie des Landes. Es wird bekanntermaßen ein Aktionsprogramm der Landesregierung gemeinsam mit dem Behindertenbeauftragten in Niedersachsen geben, aus dem sich eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen ableiten. Wenn an der Stiftung Universität Hildesheim ein Angebot gemacht werden kann, berufsbegleitend sich im Speziellen mit Fragen der Inklusion auseinanderzusetzen, sich dadurch weiterzuqualifizieren um damit wiederum andere Lehrkräfte von diesem Gedanken zu überzeugen, dann ist das eine Grundvoraussetzung für das Gelingen von Inklusion in Niedersachsen, unterstrich Minister Althusmann. Der Hamburger Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. André Frank Zimpel gab in seinem Grundsatzreferat Inklusive Pädagogik einen Einblick in die Geschichte der Inklusiven Pädagogik und skizzierte Herausforderungen, denen sich das Schulsystem stellen muss. Wir haben immer heterogene Klassen, selbst im Elite-Gymnasium in Hamburg Blankenese. Normalität wird wenig hinterfragt. Wir müssen uns kritisch mit unseren Normalitäts-konstruktionen auseinander setzen, forderte Zimpel. Gerne zitiere ich Pablo Pineda, der selbst unter den Bedingungen einer Trisomie 21 (Down-Syndrom) lebt. Er forderte bereits 1997 in Madrid: Teilt die Menschen nicht in zwei Gruppen ein, die Normalen und die Anormalen. Wir sind genauso gleich und verschieden wie ihr. Auch Richard von Weizäcker betonte 2003 in Bonn: Es ist normal, verschieden zu sein."
Am Abend führten 50 Kinder der fünften Schulklassen der HS/RS Söhlde unter Leitung von Saskia Bögeholz und Line Pengel im Audimax das Theaterstück Momo nach Michael Ende auf. Das heutige Theaterstück stellte sehr eindrucksvoll unter Beweis, dass Kinder mit sehr unterschiedlichen Begabungen und/oder auch mit vielfältigen Benachteiligungen wirklich eine Bravourleistung vollbringen, dass Stärken gefördert werden können, unterstrich die Vizepräsidentin für Weiterbildung. Die Rollen wurden von Kindern mit unterschiedlichen Begabungen besetzt im Sinne einer inklusiven Pädagogik. Die Veranstaltung wurde sehr gut angenommen. Welche Chancen sollen für wen eröffnet werden? Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, damit der pädagogische Ansatz der Inklusion erfolgreich sein kann? Auf der abschließenden Podiumsdiskussion am Samstag, 5. März 2011, diskutierten Prof. Dr. Meike Sophia Baader, Institut für Erziehungswissenschaft der Stiftung Universität Hildesheim, Dr. Peter Wachtel, Referent für Sonderpädagogik am Niedersächsischen Kultusministerium, Dr. Inge Krämer-Kilic, Ausbildungsseminar für Sonderpädagogik, sowie Rektor Robert Düring, Schulleiter der Grundschule Am Ziesberg in Salzgitter. Die diesjährigen Hildesheimer Pädagogischen Tage boten ein effizientes Weiterbildungsangebot in Form von Workshops, Vorträgen sowie Gesprächsforen an. Unter den 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnten 60 % Grundschullehrkräfte und 30% Lehrkräfte der Sekundarstufe I verzeichnet werden. In 20 Workshops wurden Themen wie Barrierefreie Didaktik, Inklusive Schule/Konflikte inklusive Eine praxisorientierte Einführung zur Konfliktlösung, Entwicklung sozialen Handelns in der Schule oder Erfahrungen aus Inklusionsklassen behandelt. Veranstaltet wurden die Hildesheimer Pädagogischen Tage 2011 von der Stiftung Universität Hildesheim in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft/Kreisverband Hildesheim, der Landesschulbehörde, Standorte Hannover und Braunschweig/Regionale Lehrerfortbildung und dem Präventionsrat Hildesheim. |
| >> http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=1094 - Weiterbildung in Netzwerken WiN, Kontakt |
| >> http://www.uni-hildesheim.de |
| 26.02.2011 |
Bremen: Kinder mit Förderbedarf kommen ohne zusätzliche Förderstunden an Regelschulen |
| 26.02.2011, ZEB | ZentralElternBeirat Bremen, Presseerklärung: .....´aber wir steuern den Prozess der Inklusion", pdf, 66 kb |
| Im kommenden Schuljahr werden nun Kinder mit Förderbedarfen, aber ohne Anspruch auf weitere sonderpädagogische Förderung, als Regelschüler in einige Oberschulen kommen. Dabei können diese Oberschulen weder auf eine ausreichende Personalressource noch auf eine Erhöhung der Förderschulen setzen. |
| 26.02.2011 |
Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention in Niedersachsen |
| 18.02.2011, Nds.Sozialministerium | Aygül Özkan: "Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen", pdf, 58 kb |
| 17.02.2011, Nds. Kultusministerium | Verordnung über die Schulorganisation (SchOrgVO), pdf, 254 kb |
| 21.02.2011 | Erste Förderschule in Hannover löst sich auf |
| 21.02.2011, HAZ | |
| In Hannover steht die erste Förderschule vor ihrer Auflösung: Die Paul-Dohrmann-Schule will zum August den Betrieb einstellen und ihre Schüler integrativ in Regelschulen unterbringen. Damit gehört die Schule zu den Vorreitern des Inklusionsgedankens, der davon ausgeht, dass Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam in ihrem Stadtteil eine Schule besuchen. Die Paul-Dohrmann-Schule in Burg betreut ihre Grundschüler bereits seit zwölf Jahren integrativ in Grundschulen in den Nachbarstadtteilen | |
| Die 2009 neugegründete integrierte Gesamtschule Stöcken hat sich diesem "Regionalen Integrationskonzept Hannover Nordwest" angeschlossen. Vier Lehrer der Paul-Dohrmann-Schule arbeiten bereits in der IGS und kümmern sich dort um Fünft- und zum Teil auch Sechstklässler mit Förderbedarf beim Lernen. Die IGS Stöcken nimmt außerdem auch Kinder aus ihrem Einzugsbereich auf, die Handicaps beim Sprechen oder in der emotional-sozialen Entwicklung haben. | |
| 21.02.2011, HAZ | Streit um Montessori-Schule, 17 kb |
| 22.02.2011 | Förderverein Eine Schule für Alle! in Hannover e.V. |
| Inklusive Bildung ist ein Menschenrecht.
http://www.unicef.de/fileadmin/content_media/Aktionen/Kinderrechte18/UN-Kinderrechtskonvention.pdf
Dieses Recht darf keinem Kind vorenthalten oder abhängig gemacht werden
von Elternhaus und Einkommen, von kultureller und ethnischer Herkunft, von
Begabung und Leistungsvermögen, von Behinderung oder Nichtbehinderung. Vor etwa zwei Jahren, kurz vor dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention http://www.dvfr.de/uploads/media/UN_Behindertenrechtskonvention_deutsch kam die Idee vom Verein Mittendrin-Hannover für viele Eltern, aber auch für viele PädagogInnen gerade recht, eine inklusive Schule nach dem Vorbild der Sophie-Scholl-Schule in Gießen zu gründen. Wir Eltern hatten die Hoffnung, dass es schneller geht, eine Schule zu gründen als eine Integrationsklasse zu beantragen und diese dann auch noch bewilligt zu bekommen. In freier Trägerschaft der Annastift Leben und Lernen gGmbH sollte die 1. inklusive Schule in Hannover zeitnah entstehen. Eine Schule, die sich von Anfang an Inklusion mit allen Konsequenzen auf ihre Fahnen schreibt, eine inklusive Modellschule, die zur Lebendigkeit und als Maßstab mindestens in der hannoverschen Schullandschaft beitragen würde. Die Ev. Landeskirche Hannover wurde von der Annastift Leben und Lernen gGmbH wegen einer gemeinsamen Trägerschaft angesprochen. Durch die Ev. Landeskirche sollte eine vom Schulgeld unabhängigere Finanzierung und eine schnellere Annerkennung als förderwürdige Schule erreicht werden. VertreterInnen der Landeskirche und des Annastifts wurden bei der Landeshauptstadt Hannover und der Landesregierung vorstellig. Hier wurde nach einiger Verhaltenheit Wohlwollen gegenüber dem inklusiven Schulprojekt signalisiert. Nur hat niemand mit der inneren Verhaltenheit oder der Haltung der Ev. Landeskirche bzw. ihren VertreterInnen gerechnet. Denn in dieser Institution wollte man erst die eine Synode abwarten, dann das andere Konzil, danach das nächste Entscheidungsgremium, bevor man überhaupt eine verbindliche Zusage zum Start der 1. inklusiven Schule in Hannover in Erwägung zieht... Nun will die Annastift Leben und Lernen gGmbH intern prüfen, ob vielleicht auch und in absehbarer Zeit ein einzügiger Start als Schulzweig der Werner-Dicke-Schule möglich sein könnte. Schade, dass gerade von einer Werte bildenden Institution wie der Ev. Landeskirche die Chance nicht genutzt wird, Vorreiterin in Sachen Inklusion in Niedersachsen zu sein. Gut, dass wir den den Förderverein Eine Schule für Alle! in Hannover e.V. gegründet haben. Nach unserer Auftaktveranstaltung im September 2009 hatten wir den Eindruck einen Stein ins Rollen gebracht zu haben. Immer mehr kommunale Schulen in Hannover möchten gute Integrationskonzepte anbieten, immer mehr PädagogInnen möchten im Sinne der Kinder inklusiv arbeiten. Der Förderverein Eine Schule für Alle! in Hannover e.V. hat mit Blick auf die Gründung einer inklusiven Schule in freier Trägerschaft pädagogische, künstlerische und architektonische Konzepte diskutiert und entwickelt. Dank dieser intensiven Arbeit können wir uns fundiert und qualifiziert mit den Fraktionen und EntscheidungsträgerInnen in Stadt und Land auseinander setzen. Dank dieser Arbeit sowie der zahlreichen Verknüpfungen und Vernetzungen hat sich der Förderverein immer mehr zu einer Institution etabliert, die Unterstützung für Schulen auf dem Weg zur Inklusion anbieten kann. Wir möchten weiterhin Wellen schlagen und mit Leidenschaft, Frische und Unbefangenheit die Barrieren und die Angst vor der Inklusion zu mindern. Der Förderverein Eine Schule für Alle! in Hannover e.V. unterstützt theoretisch und praktisch Schulen auf ihrem Weg zur Inklusion: Jede Regelschule, jede Förderschule, jede private Schule kann EINE SCHULE FÜR ALLE werden. Der Förderverein Eine Schule für Alle! in Hannover e.V. ist auch Ihrer Schule dabei behilflich! Herzliche Grüße Ute Wrede Förderverein Eine Schule für
Alle! in Hannover e.V. Lister Meile 46 30161 Hannover fon 0511-35885-23
fax 0511-35885-15 |
| Unter
diesem Link können Sie einen kleinen Film über eine inklusive
Schule hier in Hannover betrachten! http://www.rtlregional.de/player.php?id=13078.
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| 07.02. - 09.02.2011 | Inklusion braucht rechtliche und gestaltbare Grundlagen |
| 18.-20.03.2011, Tagung | |
| 09.02.2011, VBE, PM | >> Inklusion braucht Grundlagen, pdf, 66 kb "Eine barrierefreie Lebensführung von Anfang an sei die Bringschuld der gesamten Gesellschaft", stellte Professor Clemens Hillenbrand seinem Vortrag "Wege zu einer inklusiven Schule" voran. Das dies eine große Herausforderung für die Pädagogen aller Erziehungs- und Bildungsstufen sei, daran ließ er keinen Zweifel. Er forderte u.a. eine umfangreiche Fortbildung aller Beteiligten, multiprofessionelle Teams in allen Schulstufen, eine dem inklusiven Unterricht angemessene Qualität und die Weiterentwicklung von Spezialschulen. >> www.grundschultag.de >>www.vbe-nds.de |
| 05.02.2011, SPD | >> SPD: Das Niedersachsenpapier, pdf, 81 kb |
| 03.02 - 07.02.2011 | Die Grenzen der Anderen - Das sagt das Schulgesetz |
| 05.02.2011, HAZ | >> Montessori-kauf-Grundschule, pdf, 15 kb |
| 05.02.2011, HAZ | >> Die Grenzen der Anderen, pdf, 26 kb |
| 05.02.2011, HAZ | >> Integration: Das sagt das Schulgesetz, pdf, 26 kb |
| Mai - Dezember 2010 | Beschlüsse der AfB / SPD zur Inklusion |
| 12.10.2010, Renate Jürgens-Pieper, Klaus Klemm | >> Entwurf eines SPD-Papiers zu Schulstrukturellen Perspektiven in Deuschlands allgemein bildenden Schulen. pdf, 203 kb |
| 31.08.2010, SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen | Die SPD-Landtagsfraktion hat die Aktion "Gute Schule" ins Leben gerufen. Sie ist die Antwort auf das Herumgeeiere der Landesregierung, die nun endlich Farbe bekennen muss. |
| >> Anschreiben der Landtagsfraktion, pdf, 77 kb | |
| >> Fakten, pdf, 157 kb | |
| 10.08.2010, SPD-Landtagsfraktion Nds | >> Entschließungsantrag der SPD-Landtagsfraktion: Vielfalt ist Bereicherung - für ein sofortiges Aktiosprogramm zur Umsetzung inklusiver Bildung, pdf |
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Inklusion wird als gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am Leben in der Gesellschaft verstan-den. Inklusion ist ein gesamtgesellschaftliches Konzept auf der Grundlage der UN-Konvention. In-klusion ist hiernach auch für die Zukunft von Bildung und Erziehung der einzig denkbare Weg. Er verlangt von allen Akteuren Mut, einen langen Atem und eine ausgeprägte Kommunikationsfähig-keit und Gesprächsbereitschaft. Der Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft erfordert von allen Menschen die Erweiterung ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen. Inklusion zielt perspektivisch dar-auf, dass sich alle Bildungseinrichtungen lebenslang den Bedarfen aller ihrer Nutzerinnen und Nut-zer anpassen. Mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland verpflichtet, ein inklusives Bildungssystem zu verwirklichen. Inklusion stellt einen Paradigmenwechsel dar und er-fordert ein radikales Umdenken in der Bildungspolitik. ... |
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| 10.08.2010, SPD-Landtagsfraktion Nds | >> Gesetzentwurf der SPD-Landtagsfraktion zur Herstellung des Rechtsanspruchs auf inklusive Beschulung, pdf |
| § 4 Inklusion Schülerinnen und Schüler, die einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen (§ 14 Abs. 1 Satz 1), sollen an allen Schulen gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern erzogen und unterrichtet werden.2Welche Schulform sie besuchen, entscheiden die Erzie-hungsberechtigten (§ 59 Abs. 1 Satz 1). .... |
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| 21.06.2010, Ergebnisse einer Inklusionstagung in Bremen | KMK-Präsident: Gleichberechtigtes Miteinander behinderter und nichtbehinderter Kinder ist Anspruch und Verpflichtung für schulischen Alltag |
| >> Ergebnisse der Inklusionstagung in Bremen am 21.06.2010, pdf, 77 kb, | |
| 10. Juni 2010, SPD-Präsidium und Parteivorstand | >> Priorität für Bildung gerade jetzt! (Beschluss des SPD-Präsidiums und Parteivorstands) |
| Im Vorfeld der Besprechung
der Regierungschefs von Bund und Ländern am 10. Juni 2010 haben das
Präsidium und der Parteivorstand der SPD in den heutigen Sitzungen
folgenden Beschluss gefasst:
Priorität für Bildung gerade jetzt! Beste Bildung für alle Kinder ist die zentrale politische Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Dies gilt nicht trotz, sondern gerade auch in Folge der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Aufgabe einer verantwortlich handelnden Politik besteht darin, die richtigen Prioritäten zu setzen und diese dauerhaft finanziell abzusichern. Die deutsche Sozialdemokratie steht zu einer klaren Prioritätensetzung zugunsten der Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung. Wir erwarten, dass sich Bund und Länder am 10. Juni konkret vereinbaren, wie das Ziel, ab 2015 mindestens zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung und Forschung auszugeben, erreicht wird. Wir wollen weder ein Abrücken vom 10-Prozent-Ziel noch eine zeitliche Verschiebung. Ein modernes, leistungsfähiges und attraktives Bildungswesen, das allen Menschen gleiche Bildungschancen ermöglicht, führt über eine nachhaltige Stärkung der öffentlichen Bildungsinfrastruktur. |
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| Juni 2010, Landesparteirat zur Inklusion | >> Trennung in der Schule überwinden gemeinsam von Anfang an! (Beschluss des Landesparteirates zur Inklusion) |
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Eine solidarische Bürgergesellschaft zeichnet sich auch dadurch
aus, dass sie Menschen mit Behinderungen Chancengleichheit und gleichberechtigte
Teilhabe ermöglicht. Auf dem Weg dahin ist noch viel zu tun, damit
Barrierefreiheit erreicht wird, also Menschen mit Behinderungen Zugang
zu bestmöglicher Bildung, existenzsichernder Erwerbsarbeit und ungehinderter
Teilhabe am politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben ermöglicht
werden. Wir wollen den Belangen von Menschen mit Behinderungen gerecht
werden und ihnen eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen
auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage
der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten
ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen (
) Bei der Verwirklichung
dieses Rechts stellen die Vertragsstaaten sicher, dass Menschen mit Behinderungen
nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen
werden Kinder und Jugendliche brauchen individuelle Förderung und Unterstützung:
in der Krippe, im Kindergarten, in der Schule und während ihrer Ausbildung.
Das gilt für hochbegabte Kinder und Jugendliche genauso wie für
Kinder und Jugendliche aus sozial schwierigen Verhältnissen, für
Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oder für Kinder
und Jugendliche mit einer Behinderung. Jedes Kind und jeder Jugendliche hat das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und auf optimale Förderung. Sie haben das Recht darauf, diese Unterstützung in ihrem alltäglichen Umfeld zu bekommen, unabhängig von der Wahl des Wohn- bzw. Bildungsortes. Heute können Kinder und Jugendliche mit Behinderung gegen ihren bzw. gegen den Willen ihrer Eltern einer speziellen Förderschule zugewiesen werden, d.h. der sonst garantierte Elternwille gilt hier nicht. ..... |
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| 12.06.2010, AfB-Landeskonferenz | |
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Inklusion ist in Niedersachsen zunehmend in aller Parteien Munde. Bildungspolitiker der Regierungsparteien, die sich im übrigen nach wie vor für das gegliederte Schulwesen einsetzen und die Gründung von Gesamtschulen durch schikanöse Auflagen verhindern, sprechen sich neuerdings zugleich dafür aus, die Zeit für Inklusion, für die gemeinsame Erziehung und Beschulung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen und Behinderungen, sei gekommen, und schon zum neuen Schuljahr werde man in die Inklusion einsteigen. Mit keinem Wort gehen sie allerdings auf den Widerspruch ein, wie sie
die zentrale Forderung der Inklusion die Schaffung der einen Schule
für alle Kinder in einem Schulsystem umsetzen wollen, das
Kinder schon nach der Grundschulzeit sortiert und unterschiedlichen Schulformen
zuweist. Inklusion droht in einer begrifflich, pädagogisch und materiell verwässerten Billigversion eingeführt zu werden. Demgegenüber orientiert sich sozialdemokratische Bildungspolitik sowohl im Verständnis von Inklusion als auch in Fragen der Umsetzung an internationalen Maßstäben: an den Vorgaben der von der Bundesrepublik Deutschland unterzeichneten UN-Konventionen über die Kinderrechte sowie über die Rechte Behinderter einerseits, an den Standards für Schulorganisation, personelle und materielle Ausstattung andererseits, über die unter Inklusionsforschern Konsens besteht und die in Staaten, die uns in ihrer inklusiven Entwicklung voraus sind, als selbstverständlich gelte |
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| 29.05.2010, AfB Region Hannover / SPD Niedersachsen | >>
"Der Weg in eine inklusive Gesellschaft" (Antrag der AfB Region
Hannover zum Landesparteitag der SPD Niedersachsen am 29.05.2010), pdf,
31 kb Die nachfolgend beschriebenen Leitlinien sind in der bildungspolitischen Programmatik der SPD Niedersachsen aufzunehmen. Die Landtagsfraktion ist aufgefordert, für die Umsetung dieses Konzeptes die erforderlichen Initiativen zu ergreifen. |
| 25.05.2010, AfB Region | >> Grundsatzpapier der AfB Region Hannover zur Inklusion, pdf, 20 kb |
| >> Grundsatzpapier der AfB Region Hannover auf der Homepage der AfB Niedersachsen | |
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Der Weg zu einem Inklusiven Bildungssystem bedeutet eine grundlegende Veränderung in der Betreuung, in der Bildung, in den Freizeiteinrichtungen, in der beruflichen Bildung und in der Teilhabe an der Arbeitswelt. Für Deutschland bedeutet dies entscheidene Veränderungen in den staatlichen Institutionen, in den gesellschaftlichen Organisationen und in der grundsätzlichen Haltung jedes einzelnen Mitmenschen: Zurzeit werden in Deutschland 83 % der Mädchen und Jungen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in speziellen Förderschulen unterrichtet Diese grundlegende Veränderung bedeutet, dass bei der Umwandlung
des Bildungssystems, bei der Auflösung von Förderschulen oder
der Umwandlung in Kompetenzzentren die personellen und materiellen Ressourcen
im Bildungssystem bleiben. Sowohl die Anzahl der Lehrkräfte als auch
Ein inklusives Betreuungs- und Bildungssystem beruht auf einer grundlegenden
Umgestaltung der Einrichtungen, so dass nahezu alle Kinder und Jugendliche
diese Einrichtungen besuchen können - z.B. Barrierefreiheit, Veränderung
in der akustischen Gestaltung der Räumlichkeiten, Regelung der |
| 20.04.2011, BILDUNGSKLICK.DE | Behindertenkonvention Inklusion: Viele Modelle statt einer Schule für alle |
| >> bildungsklick.de/a/73000/inklusion-viele-modelle-statt-einer-schule-fuer-alle/ |
| 20.04.2010 - (dpa) Die UN-Behindertenkonvention hat sich binnen eines Jahres als starker Motor für einen anderen Umgang mit behinderten Kindern im deutschen Schulsystem erwiesen. "Die Kultusminister sind informiert und alarmiert. Sie haben Hoffnungen begraben, dass sie ohne große Änderungen auskommen können", sagte die GEW-Vizevorsitzende Marianne Demmer dem dpa-Dossier Bildung Forschung. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Ludwig Spaenle (CSU), nannte die UN-Konvention eine "zentrale Wegmarke". "Die Umsetzung der Inklusions-Strategie bedeutet eine große Herausforderung", sagte er. |
| Die UN-Konvention, die ein inklusives, allgemeines Bildungssystem für alle Kinder vorsieht, trat am 26. März 2009 in Deutschland in Kraft. Bisher besuchen hierzulande die meisten Mädchen und Jungen mit sonderpädagogischem Förderbedarf verschiedene Förder- oder Sonderschulen. Nur rund 17 Prozent bundesweit werden gemeinsam mit anderen Kindern unterrichtet. Nach der UN-Konvention sollen es bis zu 90 Prozent sein. Mit seiner Quote bildet Deutschland innerhalb Europas mit ein trübes Schlusslicht(vgl. Schwerpunkt 46/2008)... |
| HAZ, 09.01.2009 | Grüne wollen Förderschulen abschaffen - Eltern von behinderten Kindern müssen um Platz in Integrationsklasse betteln . >> Integration behinderter Schüler |
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| 13.02.2010, HAZ | Modellprojekte für Integration beantragt |
| Schulen für alle Kinder |
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Zwei weiterführende Schulen in Hannover wollen in Kooperation
mit Förderschulen die Integration behinderter Kinder weiter vorantreiben.
Die Integrierte Gesamtschule Linden und die IGS Stöcken haben beim
Kultusministerium unterschiedliche Modellprojekte beantragt, in denen
sie behinderte und nicht behinderte Schüler gemeinsam unterrichten
wollen. Die IGS Linden beschränkt sich dabei zunächst auf lernbehinderte
Kinder, die IGS Stöcken will von Anfang an auch geistig behinderte
Schüler einbeziehen. |
| Do, 13.01.2010, 18:00 - 20:30 Uhr | Programmwerkstatt: Chancengleichheit Schule der Zukunft: Wie schaffen wir Bildungschancen für alle? |
| Am Do, 13.01.2011, 18:00 - 20:30 Uhr in der IGS Stöcken, Schulzentrum Stöcken , Eichsfelder Straße 38, 30419 Hannover |
| >> Flyer zur Programmwerkstatt am 13.01.2011 als pdf, 47 kb | >> Flyer mit der Übersicht über alle Programmwerkstätten als pdf, 217 kb |
| Homepage der AfB unter www.afb.spd-region-hannover.de |
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Wie kann der Übergang von der Schule in den Beruf erfolgreich gestaltet werden? Wie kann Chancengleichheit für Jugendliche unabhängig von ihrem familiären Hintergrund geschaffen werden? Und welche Rolle spielt dabei die inklusive Schule in der Region Hannover? Diese und andere Fragen werden wir zur Diskussion stellen und beispielhafte Projekte kennenlernen.. Begrüßung durch Heidi Stolzenwald, Bezirksbürgermeiserin
Herrenhausen-Stöcken * Gregor Terbuyken, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Loccum
a.D Präsentation von Projekten * zur gemeinsamen Beschulung und Freizeit von Kindern Die SPD in der Region Hannover bereitet sich auf die Kommunalwahl 2011 vor. In zehn öffentlichen Programmwerkstätten wollen wir mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden und Organisationen darüber diskutieren, welche Politik in den einzelnen politischen Handlungsfeldern die beste für die Region Hannover ist. Die Ergebnisse dieses Diskussionsprozesses sollen dann in das Kommunalwahlprogramm für die Wahl zur Regionsversammlung einmünden. Bei dieser Veranstaltung wollen wir aber nicht nur über Vorstellungen von guter Schule reden, sondern beispielhafte Projekte kennenlernen, von denen Anregungen für die konkrete Weiterentwicklung der Bildungslandschaft im Stadtteil oder in der Gemeinde ausgehen können. Wir laden Sie sehr herzlich ein, sich an diesem Diskussionsprozess aktiv zu beteiligen! Herzliche Grüße |
| Mi, 09.02.2011, 13:30 - 17:30 Uhr | Durch Vielfalt lernen - auf dem Weg zur inklusiven Schule |
| Fachtagung zur inklusiven Bildung am 9. Februar 2011 in Celle |
| >> Flyer zur Fachtagung des SoVD, 953 KB | >> Homepage des Sozialverbandes Deutschland |
| Ort: Alte Exerzierhalle Celle, Helmuth-Hörstmann-Weg 1, 29221 Celle. Anmeldungen auf dem Flyer an die Stadt Celle, Gleichstellungsbeauftragte |
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Der SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. und die Stadt Celle möchten
dazu beitragen, dass gemeinsames lernen behinderter und nicht behinderter
Kinder in Deutschland selbstverständlich wird. Und wir möchten eine breite gesellschaftliche Debatte zum Thema anstoßen. Helfen Sie mit! 13.00 Uhr Imbiss / Stehcafé 13.45 Uhr Chancen inklusiver Bildung für behinderte und nicht behinderte
Kinder 14.30 Uhr Dialoggespräch: Stolpersteine durch ein inklusives Bildungssystem 15.00 Uhr Was müssen Eltern beachten? Elke Lengert, Mittendrin Hannover
e.V. 16.15 Uhr Politische Diskussion zur Umsetzung inklusiver Bildung in Niedersachsen 17.15 Uhr Zusammenfassung und Ausblick |
| >> Flyer zur Fachtagung des SoVD, 953 KB | >> Homepage des Sozialverbandes Deutschland |
| 2009 | Bertelsmann-Stiftung: Jacob-Muth-Preis |
| Der "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" wurde an die Heinrich-Zille-Grundschule in Berlin, die Montessori-Gesamtschule in Borken und die Waldschule in Flensburg verliehen. Für ihren vorbildlichen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern erhalten die drei Schulen ein Preisgeld von je 3.000 Euro. Projektträger sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die Deutsche UNESCO-Kommission und die Bertelsmann Stiftung. |
| >> Jakob-Muth-Preis auf der Homepage der AfB - auch die Preisträger des Jahres 2009 |
| >> Jakob-Muth-Preis auf der Homepage der Bertelsmann-Stiftung |
| >> Flyer zum Jakob-Muth-Preis als pdf, 1 MB |
| >> Artikel zur Verleihung des Jakob-Muth-Preises 2010 |
| Unter dem Motto "Gemeinsam lernen - mit
und ohne Behinderung" zeichnete der "Jakob Muth-Preis für
inklusive Schule" auch in diesem Jahr Schulen aus, in denen behinderte
und nicht behinderte Kinder vorbildlich gemeinsam lernen.
Projektträger sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die Bertelsmann Stiftung und die Deutsche UNESCO-Kommission. Bewerben konnte sich bis zum 14. Mai jede Schule, die den Weg zur inklusiven Schule beschreitet - unabhängig von Schulform oder Trägerschaft. Die drei ersten Preise sind mit je 3.000 Euro dotiert und wurden im Oktober 2010 feierlich verliehen. Mit dem bundesweiten Preis soll die Praxis von Schulen bekannter gemacht werden, die eine bessere Teilhabe ermöglichen - unabhängig von Herkunft, Beeinträchtigung oder sonstiger Benachteiligung. Namensgeber Jakob Muth (1927-93) hatte sich als Bochumer Professor schon früh für eine gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder eingesetzt. Bis heute sieht die Praxis in Deutschland anders aus: Rund 85 Prozent der Kinder mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten in Deutschland werden in separaten Förderschulen unterrichtet. Diese erweisen sich häufig als Sackgasse für ihre weitere Entwicklung: Die Abgänger erhalten keinen qualifizierenden Schulabschluss, und eine gesellschaftliche Teilhabe wird ihnen wesentlich erschwert. Dass es anders geht, zeigen andere europäische Länder: In Italien, Norwegen und Schweden etwa gehen 95 Prozent aller beeinträchtigten Schüler in allgemeine Schulen. Auch in Deutschland kann das Konzept der inklusiven Schule gelingen: Dies zeigen die mutmachenden Beispiele der Schulen, die sich am Jakob Muth-Preis beteiligt haben. |
| 2009 | Jacob-Muth-Preis 2009 - Erika-Mann-Grundschule in Berlin-Wedding |
| Preisträger des Jahres 2009 |
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In der Erika-Mann-Grundschule Berlin im Bezirk Wedding werden rund 600 Kinder aus 22 Nationen unterrichtet - unter ihnen acht Prozent mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Schule mit offenem Ganztagsangebot fördert ihre Schülerinnen und Schüler unter anderem durch eine jahrgangsgemischte Schulanfangsphase, individuelle Lernpläne für alle Kinder und verlässliche multiprofessionelle Lehrerteams. Eine indikatorgestützte Leistungsbeurteilung hilft den Eltern, "Bildungspartner" ihrer Kinder zu werden. Eine intensive Entwicklungsarbeit mit und im "Kiez" rundet den ganzheitlichen Ansatz ab |
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| 2009 | Jacob-Muth-Preis 2009 - Integrierte Gesamtschule Linden in Hannover |
| Preisträger des Jahres 2009 |
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Die Integrierte Gesamtschule Linden in Hannover unterrichtet behinderte und nicht behinderter Kinder seit 1996 in sogenannten "Integrationsklassen" gemeinsam. Knapp sieben Prozent der Schülerinnen und Schüler haben sonderpädagogischen Förderbedarf, insbesondere im Bereich "Lernen" und "Emotionale und soziale Entwicklung". Durch eine gute individuelle Förderung - die unter anderem durch Doppelbesetzung in zentralen Unterrichtsstunden erfolgt - schaffen auch Kinder mit Lernschwierigkeiten den Realschulabschluss. Als "Berufswahl- und Ausbildungsfreundliche Schule" konzentriert sich die IGS Linden erfolgreich darauf, die Chancen ihrer Absolventen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen |
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| 2009 | Jacob-Muth-Preis 2009 - Sophie-Scholl-Schule in Gießen |
| Preisträger des Jahres 2009 |
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An der Sophie-Scholl-Schule in Gießen werden zur Zeit 270 Schülerinnen und Schüler im rhythmisierten Ganztag unterrichtet. Die Grundschule wurde als Fortführung einer integrativen Kindertagesstätte von Eltern gegründet und wird von der "Lebenshilfe Gießen" getragen. Ein Viertel aller Kinder sind geistig oder körperlich behindert - in jeder altersgemischten Lerngruppe mit 22 Kindern gehören 5 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf selbstverständlich dazu. Die Sophie-Scholl-Schule hat nicht nur ein sehr großes Einzugsgebiet und wesentliche höhere Nachfrage als sie Plätze vergeben kann. Zur Zeit beginnt auch der Ausbau zur integrierten Gesamtschule, damit das erfolgreiche Konzept des gemeinsamen Lernens aller Kinder auch bis zum Schulabschluss fortgeführt werden kann. >> mehr |
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| 2009 | Integrierte Gesamtschule Linden, Hannover - Preisträger des Jakob Muth-Preises für inklusive Schule des Jahres 2009 |
| Preisträger des Jahres 2009 |
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Die öffentliche Gesamtschule besuchen insgesamt rund 1.400 Schülerinnen und Schüler, davon 45 Prozent mit Migrationshintergrund und knapp sieben Prozent mit "sonderpädagogischem Förderbedarf". Seit 1996 gibt es an der Schule Integrationsklassen, in denen alle Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Zurzeit sind es 12 Integrationsklassen, womit die Schule die größte Integrationsmaßnahme in Niedersachsen realisiert. Um alle Kinder in heterogenen Klassen optimal zu fördern, arbeitet die Schule nach kompetenzorientierten Curricula und legt besonderen Wert darauf, die Fähigkeiten jedes Kindes zu kennen. Zu Beginn des 5. Schuljahres werden die Kinder in Neigungsklassen aufgenommen, wo ihre Kompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik mit standardisierten Verfahren überprüft werden. Auf dieser Grundlage werden individuelle Förderpläne erstellt, die fortlaufend geführt werden. Ab Klasse 7 werden einzelne Fächer in A- und B-Kurse differenziert und die Schüler können aus einem großen Angebot die Wahlpflichtkurse und AGs wählen. Dies ermöglicht es, die Eigenverantwortung und die individuellen Stärken der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler ist ein Ziel, das die Schule konsequent verfolgt. Dabei spielen die "Klassenräte" eine wichtige Rolle, in der die Kinder und Jugendlichen Verantwortung übernehmen. Mit dem 8. Schuljahr beginnt eine intensive Berufsvorbereitung. Den Einstieg bildet eine Betriebssimulation, es folgen Betriebspraktika, Veranstaltungen im Berufsinformationszentrum und Termine mit Berufsberatern, sowie kontinuierliche Begleitung für Schüler mit besonderem Förderbedarf. Hierzu arbeitet die Schule intensiv mit der Agentur für Arbeit zusammen. Regelmäßige Kooperationen mit außerschulischen Partnern finden auch im Kontext der zahlreichen Arbeitsgemeinschaften und Projektwochen statt. Die außergewöhnlichen Leistungen der Schule dokumentieren mehrere Auszeichnungen. So gilt die Schule z.B. seit 2003 als "Berufswahl- und Ausbildungsfreundliche Schule in der Region". Zudem erhält sie seit 2001 die Gütesiegel "Umweltschule in Europa" und "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Die Schule ist mit ihrem konsequenten Ansatz individueller Förderung auch bei den Eltern leistungsstärkerer Schülerinnen und Schüler sehr beliebt: Viele melden ihre Kinder mit Realschul- oder Gymnasialempfehlungen bewusst für die Integrationsklassen der Gesamtschule an. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist in der IGS zentral. Eltern beteiligen sich aktiv am Schulleben, sie bieten eigene Arbeitsgemeinschaften an, sind als Experten zu bestimmten Themen im Unterricht oder bei Projektwochen gefragt oder sorgen mit für die Verpflegung der Schülerinnen und Schüler, z.B. in der "Naturkostbar". Für Eltern mit Migrationshintergrund werden die Elternabende nach Möglichkeit in ihrer Muttersprache angeboten. Die Schule setzt herausragende künstlerische und musische Akzente. Es gibt z.B. in Zusammenarbeit mit dem Zirkuspädagogischen Zentrum einen Schulzirkus, der gerade für lernschwache Kinder und Jugendliche ein wichtiges Element in der Berufs- und Lebensorientierung sein kann. Große mediale Resonanz fand die Aufführung der Rap-Oper "Culture Clash" im Schuljahr 2007/08, an der eine Integrationsklasse der Schule gemeinsam mit dem Opernhaus, anderen Schulen und Jugendzentren beteiligt war. Kontakt: Schulleiter Christoph Walther, IGS Linden, Integrierte Gesamtschule
Linden, 30449 Hannover, igs-linden@hannover-stadt.de; http://www.igs-linden.de/ |
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| 2009 | Zur Bewerbung der IGS Linden zum Jakob-Muth-Preis |
| 01.12.2009 | >> IGS Linden, pdf, 30 kb |
| 12.11.2009 | >> Bertelsmann: Perspektiven für Förderschulen, pdf, 86 kb |
| 27.08.2009 | >> Jakob-Muth-Preis für die IGS Linden, pdf, 78 kb |
| 27.08.2009 | >> Bertelsmann: Inklusive Schulen, pdf, 86 kb |
| 27.08.2009 | >> Bertelsmann: Jakob-Muth-Preis, pdf, 84 kb |
| 13.03.2009 | >> Jakob-Muth-Preis für Inklusive-Schulen, pdf, 198 kb |
| 28.02.2009 | Offen macht anders - Freundschaft macht Schule |
| Gemeinsames Leben und Lernen mit beeinträchtigten Kindern u. Jugendlichen |
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9:00- 9:20 Begrüßung : Herzliches Willkommen von ERIK Goslar,
Begrüßung durch den Landrat |
| HAZ, 09.01.2009 | Grüne wollen Förderschulen abschaffen - Eltern von behinderten Kindern müssen um Platz in Integrationsklasse betteln |
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Hannover. Zweieinhalb Jahre hat Birgit Feickert aus Langelsheim für ihre Tochter Amelie einen Platz an einer weiterführenden Schule gesucht. Zusammen mit den Eltern von drei anderen geistig behinderten Kindern hat die Mutter an jeder weiterführenden Schule im Landkreis Goslar angefragt, an Haupt- und Realschulen genauso wie an Gymnasien. Immer wieder Klinken putzen, immer wieder erklären und betteln, sagt Feickert. Diese Betteltour der Eltern soll nach dem Willen der niedersächsischen Grünen ein Ende haben. In einem gestern vorgestellten Gesetzentwurf fordern sie ab 2010 die sukzessive Abschaffung der Förderschulen und die Übernahme von Kindern mit Handicaps an reguläre Schulen. Gemeinsamer Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern muss die Regel, nicht die Ausnahme sein, sagte die bildungspolitische Sprecherin Ina Korter. Man habe 20 Jahre vergeblich auf das Prinzip der Freiwilligkeit gesetzt. Hintergrund der Grünen-Initiative ist die UN-Konvention über die Rechte Behinderter, die Berlin ratifiziert hat und die seit Januar geltendes Recht ist. Die Konvention verlangt, dass behinderte Kinder Regelschulen besuchen. Schulen können in Niedersachsen die Einrichtung einer Integrationsklasse ablehnen, wenn organisatorische, personelle oder finanzielle Gründe dagegen sprechen. Dieser Vorbehalt muss raus aus dem Schulgesetz, findet Korter. Gemeinsamer Unterricht stärke das Selbstbewusstsein und führe zu besseren Lernerfolgen. Auch Eltern setzen große Hoffnung auf die UN-Konvention: Es wäre schön, wenn Eltern nicht immer wieder kämpfen müssten, sagt Frank Hehlgans, Vater einer geistig behinderten Tochter aus Goslar. Manche geben auf, wenn sie an zwei Schulen abgeblitzt sind. Hehlgans und Feickert waren hartnäckiger. Ihre Töchter besuchen seit zwei Jahren das Werner-von-Siemens-Gymnasium in Bad Harzburg - eine Ausnahme. |
| HAZ, 09.01.2009 | STICHWORT INTEGRATION: Möglichst viel gemeinsamer Unterricht |
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Jedes Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf hat in Niedersachsen
Anspruch auf Unterstützung. Es kann entweder an einer Förderschule
unterrichtet werden oder eine reguläre Schule besuchen. Landesweit
gab es 2007 insgesamt 290 sogenannte Integrationsklassen an 153 Schulen.
Hier werden Behinderte so weit wie möglich mit nicht behinderten
Schülern zusammen unterrichtet. |
| HAZ, 30.09.2008 | Kein Problem: Geistig behindert und Gymnasiast |
| In Bad Harzburg lebt eine 7. Klasse mit vier Down-Syndrom-Kindern mit einem Vorzeigemodell vor, was Integration wirklich heißt. |
| Sonderpädagogin Gabriele Krusche hat sich
einen Rucksack bäuchlings umgebunden und erklärt Andre ganz praktisch,
wie ein Akkordeon funktioniert. Derweil lässt Musiklehrer Arne Spohr
Marvin seine Querflöte ausprobieren. Mitschülerin Amelie ist mit
vier anderen Mädchen ins Gespräch über Bigbands und Streichquartette
vertieft. Muntere Szenen wie diese sind Alltag in der Klasse 7a des Werner-von-Siemens-Gymnasiums
in Bad Harzburg. Daran, dass der Lärmpegel ein bisschen höher
ist als in anderen Klassen, haben sich Schüler und Lehrer längst
gewöhnt.
Amelie, Astrid, Marvin und Andre sind geistig behindert und Gymnasiasten. Damit sind die vier Down-Syndrom-Kinder eine Ausnahmeerscheinung im bundesdeutschen Bildungssystem. Derzeit gibt es nur noch ein Gymnasium in der Nähe von Nürnberg, das in einer Integrationsklasse auch geistig behinderte Kinder unterrichtet. Vielleicht verkraften Gymnasien das sogar besser als Hauptschulen, denn dort gibt es oft noch ganz andere Probleme, meint Wilfried Eberts, Konrektor am Werner-von-Siemens-Gymnasium, der die Klasse anfangs als Klassenlehrer betreut hat. Sicher gab es am Anfang Ängste, man ist für so etwas eigentlich gar nicht ausgebildet, erinnert sich der Pädagoge. 20 Stunden in der Woche kommen zusätzlich im Wechsel zwei Förderschullehrerinnen in die Klasse, die Amelie, Astrid, Marvin und Andre in einigen Fächern auch in einem angrenzenden kleinen Raum extra betreuen. Andere Stunden wie Sport, Musik, Religion und Biologie werden im Klassenverbund unterrichtet. Die beiden Integrationshelfer Christian Sund und Sünja Glatthor sind während des gesamten Unterrichts anwesend, und sie sind nicht nur für die vier Behinderten vertraute Ansprechpartner, sondern auch für die anderen Kinder. Die 7a ist im Lehrplan genauso weit wie ihre Parallelklassen. Der Druck durch das Turboabitur ist auch hier spürbar, aber auch die Rücksicht, die die 27 Schüler aufeinander nehmen. Natürlich gebe es eine Lernschere zwischen den behinderten und nicht behinderten Kindern, die mit dem zunehmend komplizierteren Stoff auch immer größer werde, sagt die neue Klassenlehrerin Ina Samel. Es gibt Grenzen, die muss man sehen, meint auch ihr Vorgänger Eberts. Nach zwei Jahren als Klassenlehrer fällt seine Bilanz nur positiv aus: Der gemeinsame Unterricht bringt allen Vorteile, die soziale Integration läuft ganz toll. Die behinderten Mitschüler sind längst Freunde geworden, mit denen man Geburtstag feiert oder ins Kino geht. Und die man vermisst, wenn sie nicht da sind. Astrid fehlt, sagt ein Mädchen und zieht bedauernd die Schultern hoch. Sie merkt immer gleich, dass man traurig ist und umarmt einen, ohne dass man was sagen muss. Die zwölfjährige Astrid muss sich nach einer Operation zu Hause in Goslar auskurieren. Für ihren Vater Frank Hehlgans war es von Anfang an selbstverständlich, dass seine Tochter, die eine nicht behinderte Zwillingsschwester hat, so normal wie möglich aufwächst. Von Schonräumen für Behinderte hält er nicht viel: Das bedeutet auch immer Isolierung. Astrid soll sich selbstständig zurechtfinden können in der normalen Welt. An dumme Sprüche wie die Frage, ob denn seine Tochter auch Abitur machen soll, hat sich Frank Hehlgans gewöhnt und begegnet ihnen mit einem Achselzucken. Astrid kann nicht lesen und schreiben. Egal was sie können und was nicht, in der Klasse 7a sind die vier behinderten Kinder längst angekommen. Astrid genauso wie Andre, der gar nicht mehr so schweigsam ist wie am Anfang, Marvin mit seinem herzöffnenden Lächeln und Amelie, die sich oft meldet und in der Pause mit ihren Freundinnen kichernd tuschelt. Von Berührungsängsten keine Spur. Wir können uns gar nicht vorstellen, dass die vier irgendwann nicht mehr in unsere Klasse gehen, die gehören doch dazu, sagt eine Mitschülerin. von Saskia Döhner |
| >> PRESSESPIEGEL Feb 2008 | In Integrationsklassen fehlen die Lehrer |
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| HAZ, 07.02.2008 | In Integrationsklassen fehlen die Lehrer |
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Von Saskia Döhner |
| HAZ, 07.02.2008 | Langer Weg durch die Gerichte |
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Hannover (jö). In der Geschichte der Integration von behinderten Kindern stand Göttingen schon einmal im Mittelpunkt: Ruth Sancken, ein 13-jähriges Mädchen aus Bovenden, fand im Jahr 1997 bundesweit viel Beachtung. Die behinderte Schülerin klagte durch alle Instanzen, weil sie nach der Grundschule nicht in eine Sonderschule geschickt werden wollte. Die Integrierte Gesamtschule in Göttingen-Geismar hatte das Mädchen im Rollstuhl abgelehnt, die Behörden stellten "sonderpädagogischen Förderbedarf" fest. Der Fall ging bis vor das Bundesverfassungsgericht. Die Richter gaben Ruth in einer einstweiligen Verfügung zunächst Recht. Ein halbes Jahr später korrigierte sich Karlsruhe in seiner Entscheidung: Es müssten auch die Voraussetzungen für eine Integration in den Schulen gegeben sein. Für Ruth war inzwischen eine Lösung in einer anderen Schule als der IGS gefunden worden - für viele Eltern war ihre Geschichte das Aufbruchsignal, für Integration zu kämpfen. |
| HAZ, 07.02.2008 | Kommentar: Bitte ehrlich |
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Behinderte Kinder sollen gemeinsamen mit nichtbehinderten Kindern in einer Klasse sitzen, beide sollten voneinander lernen - es klingt so schön, dass es schon gar nicht mehr in unsere Zeit passen mag. Und tatsächlich: Nach Pisa und immer neuen Leistungsanforderungen ist es still geworden um die Integration von behinderten Kindern in herkömmlichen Schulen. Weil in manchem Fall auch persönliche Enttäuschungen hinzukamen, verschwand das Thema stillschweigend von der Tagesordnung. Schulen scheuen den Aufwand selbst dann, wenn sie die Integration im Namen tragen. Und die Schulbehörden stehlen sich wegen der Kosten aus der Verantwortung. Versprechen und Wirklichkeit passen schon lange nicht mehr zusammen. Es ist an der Zeit, eine Bestandsaufnahme der bisherigen Integrationsbemühungen zu machen - und Eltern von behinderten Kindern dann ehrlich zu sagen, was möglich und vor allem was gewollt ist. Jörg Kallmeyer |
| Behinderte Kinder verschiedener Jahrgangsstufen werden von Förderschullehrer Holger Theiß an der KGS Göttingen in einer Extraklasse unterrichtet. Hinzmann |
| Goslarsche Zeitung, 18.01.2007 |
Flaggschiff Werner-von-Siemens-Gymnasium |
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Marsch durch Köpfe und Instanzen - Integration: Veranstaltung mit Prof. Schöler im Bürgerhaus Seesen |
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Wenn Forschung und Lehre auf die Ministerialbürokratie treffen, geht das selten gut. Am Dienstag aber war die Konstellation Garant für eine muntere Info-Veranstaltung zur schulischen Integration behinderter und nicht behinderter Kinder im Bürgerhaus Seesen. Auf Einladung des Elternvereins ERIK (Eltern für ein regionales Integrationskonzept) Goslar sprachen Prof. Dr. Jutta Schöler von der TU Berlin und Dr. Peter Wachtel, seit acht Jahren im niedersächsischen Kultusministerium zuständiger Referent für den Bereich sonderpädagogische Förderung. Traum seit 25 Jahren Vor rund 150 Besuchern im vollen Bürgersaal konnte zunächst die Wissenschaftlerin ihr Glück kaum fassen, das sie in Bad Harzburg erlebt hatte. Am dortigen Werner-von-Siemens-Gymnasium besuchen seit Beginn dieses Schuljahres auch vier behinderte Kinder eine 5. Klasse. Schöler sagte: Integration am Gymnasium, das ist mein Traum seit 25 Jahren, es ist die Fortsetzung meiner beruflichen Tätigkeit im ersten Jahr der Pensionierung. Die 66-Jährige bezeichnete das WvS-Gymnasium als bundesweites Flaggschiff und ließ keinen Zweifel an der Richtigkeit der Maßnahme: Bei weiterführenden Schulen gehören Behinderte ans Gymnasium, wegen des sozial stabilen Umfelds von ,normalen Schülern. Charmant, aber deutlich weniger euphorisch präsentierte sich Referent Wachtel. Er skizzierte die sonderpädagogischen Möglichkeiten in Niedersachsen (siehe unten) und sprach sich dafür aus, Pluralität zuzulassen. Die Konzepte müssten qualitativ weiterentwickelt werden, und das möglichst wohnortnah. Keinesfalls dürfe man etwas von oben herab programmatisch durchsetzen. Und: Sonderschulen werden deshalb nicht überflüsssig. Das missfiel der streitbaren Professorin sichtlich, die von Beispielen in Berlin und Basel berichtete, wo aus Sonderschulen Integrationschulen wurden. Deutschland sei Entwicklungsland, einen Rechtsanspruch auf Integration gebe es nicht. Wohl aber die umgekehrte Richtung, basierend auf dem Reichsschulpflichtgesetz von 1938, dessen Bestimmungen die (Alt-)Bundesländer übernahmen. Instanz Eltern Einig waren sich Schöler und Wachtel (Evolution statt Revolution), dass es Zeit braucht, die Entwicklung voranzubringen, in den Köpfen der Menschen wie auch in den Schaltstellen der Instanzen. Die Wissenschaftlerin forderte Druck auf die Politik, das Schulsystem insgesamt besser auszustatten, denn: Deutsche Lehrer werden für miserable Arbeitsbedingungen relativ hoch bestochen. Kostengründe führte Schöler auch an, um ein dauerndes Nebeneinander der etwa gleich teuren Sonderschulen und Integrationsmodelle abzulehnen. Und dann: Solange es beide Systeme gibt, sind die *Eltern die einzige Instanz, die über die ,Miseren entscheiden darf. Das löste tosenden Beifall aus , den aber Wachtel nicht mehr hörte, der sich aufgemacht hatte, um seinen Zug nach Osnabrück zu erreichen.
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| Der Schulelternrat des Werner-von-Siemens-Gymnasiums (WvSG) hat im Sommer 2006 (damals war Wolfgang Kuert Vorsitzender des Schulelternrates) in einer Schulelternratssitzung lange und sehr offen mit zwei Elternteilen der behinderten Kinder in einer Schulelternratssitzung diskutiert. Wolfgang Kuert berichtet in einer Mail: "Ich hatte mich damals zu Beginn der Sitzung bei den Eltern der behinderten Kinder bedankt, dass sie das WvSG als künftige Schule ihrer Kinder ausgesucht haben und damit der Schulleitung, den Lehrkräften, den Eltern und Schülerinnen und Schülern die soziale Kompetenz zutrauten, ihre Kinder am WvSG integrativ beschulen zu lassen. In der erforderlichen Abstimmung sprach sich der Schulelternrat mit 82 % dafür aus, eine Integrationsklasse einzurichten." |
| Goslarsche Zeitung, 18.01.2007 |
Seit 1993 im Schulgesetz Regelintegration ist in Niedersachsen kein Selbstläufer, sondern bedarf eines Antrags |
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Unter der SPD-Alleinregierung von Gerhard Schröder wurde die Regelintegration 1993 in das Niedersächsische Schulgesetz aufgenommen (§ 4). Sie lief zunächst unter dem Schlagwort Lernen unter einem Dach und hatte zum Ziel, möglichst umfassend nicht behinderte und behinderte Kinder diese haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam zu unterrichten. Die CDU/FDP-Landesregierung hat 2006 einen Grundsatzerlass herausgebracht. Zur Umsetzung des Gesetzes richtete man eine Rahmenplanung ein, deren Kernstück die regionalen Integrationskonzepte sind. Hintergrund: Da die Bedingungen und der Bedarf von Region zu Region unterschiedlich sind, sollen Schulträger, Lehrkräfte, Schulleitungen und -behörden vor Ort in enger Kooperation die passenden Konzepte erarbeiten. Es gibt eine ganze Palette von Möglichkeiten: A Förderschulen (frühere Sonderschulen) A Integrationsklassen A Kooperationsklassen A Mobile Dienste A Sonderpädagogische Grundversorgung. A Als ältere Förderformen kennt Niedersachsen noch die Sprachheilklassen und die Tagesbildungsstätten (mit freien Trägern). Das größte Interesse seitens der Elternschaft gilt den Integrationsklassen, die im Landkreis Goslar mittlerweile an fünf Grundschulen und am Bad Harzburger Werner-von-Siemens-Gymnasium eingerichtet sind. Auch wenn der Name Regelintegration es nahe legt einen Rechtsanspruch und einen Automatismus gibt es nicht. Integrationsklassen können eingerichtet werden aufgrund eines Antrags von Schule, Schulträger oder Schulelternrat. Einzelne Eltern haben kein Antragsrecht.hgb |
| NP, 08.05.2005 | Jordan will weniger Förderschulen |
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NNOVER.
Kinder mit Sprach- und Lernschwierigkeiten sollen in der Region künftig
nicht nur in Förderschulen unterrichtet werden. Sozialdezernent Erwin
Jordan begründet diese Entscheidung mit einer „Überversorgung
an Förderschulen“. Und er verweist auf das Schulgesetz, nach
dem jeder Schüler vor Ort unterrichtet werden sollen – auch
solche mit Auffälligkeiten. |
| HAZ,18.12.2004 | Basteln statt lernen – Eltern sind sauer |
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Kürzungen in Vollen Halbtagsschulen und bei der Integration |
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| Stadtelternrat, 16.12.2004 | Stellungnahme zu Kürzungen beim "Regionalen Integrationskonzept" |
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| NP, 18.12.2004 | Offener Brief an Busemann gegen Kürzungen an Vollen Halbtagsschulen und am Regionalen Integrationskonzept Nordwest |
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Offener Brief an Busemann HANNOVER. Protest-Post für Bernd Busemann (CDU): Niedersachsens Kultusminister erhält in diesen Tagen zwei offene Briefe von verärgerten Eltern. Es geht um die Kürzungen der Lehrerstunden an den Vollen Halbtagsschulen (VHTS) und bei dem so genannten „Regionalen Integrationskonzept Hannover-Nordwest“. Die Kritik kommt von der breiten Basis: Die Schulelternräte von 24 Vollen Halbtagsschulen in Stadt und Region, der Stadtelternrat und der Regionselternrat wollen gegen die Sparmaßnahmen an den Vollen Halbtagsschulen vorgehen. Die Kürzungen seien so massiv, dass die Schulen „ihrem pädagogischen Auftrag nicht mehr gerecht werden könnten“, heißt es in dem Brief. Die Folgen: Unterrichtsausfall, Klassen werden aufgeteilt oder zusammengelegt, AGs und Klassenfahrten fallen aus. Hintergrund: Das Konzept der VHTS sieht eine bessere Lehrerversorgung und mehr Förderunterricht vor. In der Unterrichtszeit (bis mittags) kümmern sich nur ausgebildete Pädagogen um die Kinder. Durch die Stundenkürzung fürchten die Eltern, dass dieses Schulmodell demontiert werden soll. Auch die Sparmaßnahmen bei dem so genannten „Regionalen Integrationskonzept Hannover-Nordwest“ stößt auf heftige Kritik. Dieses Modell unterstützt und begleitet besonders benachteiligte Schüler in sozialen Brennpunkten. Das verhindere in vielen Fällen eine Überweisung in Förderschulen, so Richard Lochte vom Stadtelternrat. „Außerdem sinkt damit das Bildungsniveau weiter, und auf lange Sicht steigt die Jugendkriminalität. Dagegen wollen wir uns wehren.“ Die Eltern hoffen nun auf eine Antwort von Busemann. KaSch |
| StadtAnzeiger West . 30.12.2002 | IGS Linden / Lehrer sollen bleiben |
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Die Integrierte Gesamtschule sorgt sich um ihr Integrationsmodell – etliche Pädagogen sind nur abgeordnet. ... Bislang sind diese Lehrer offiziell an verschiedenen Sonderschulen beschäftigt und lediglich zum Dienst an der Gesamtschule „abgeordnet“. ... Derzeit besuchen die IGS 40 Kinder, die eine Körperbehinderung aufweisen oder besondere Schwierigkeiten beim Lernen, im Sozialverhalten oder beim Spracherwerb haben. Dank der besonderen Betreuung – das zeigt ein Blick in die Statistik – schaffen die meisten von ihnen wenigstens den Hauptschulabschluss >> mehr / >>Integration / >>Schulen im Westen Hannovers |
| HAZ, 24.11.2002 | Behindert ? Die sind doch völlig normal |
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Sie basteln gemeinsam, sie lernen gemeinsam – und voneinander: Die Wilhelm-Schade-Schule schickt ihre geistig behinderten Schüler in mehrere Grundschulen der Stadt. Das Konzept zur Integration geht auf. ... „Es kommt immer auf die einzelnen Kinder an, ob sie Kontakt zueinander aufnehmen“, sagt Sonderschullehrerin Helga Graff. ... Aber die insgesamt sechs Sonderschüler haben in der Grundschule auch noch einen eigenen Klassenraum für sich. ... An diesem Tag wird auch in der 2a an Weihnachtsdekoration gebastelt. ... Auch Sonderschullehrer Hans-Dieter Krull sieht in dem Modell nur Vorteile. Für die geistig behinderten Kinder bringe der Umgang mit den anderen Schülern sehr viele sprachliche Anregungen. mehr ... |
| StadtAnzeiger West . 30.12.2002 | IGS Linden / Lehrer sollen bleiben |
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Die Integrierte Gesamtschule
sorgt sich um ihr Integrationsmodell – etliche Pädagogen sind
nur abgeordnet. Die Integrierte
Gesamtschule Linden (IGS) will ihre sonderpädagogische Förderung
langfristig sichern. Um einer möglichen Personalnot vorzubeugen,
möchte die IGS bei den niedersächsischen Schulbehörden
erreichen, dass die sechs eingesetzten Sonderpädagogen eine feste
Stelle in Linden bekommen. Bislang sind
diese Lehrer offiziell an verschiedenen Sonderschulen beschäftigt
und lediglich zum Dienst an der Gesamtschule „abgeordnet“.
Ziel sei es, den „status quo“ zu halten, sagt Erich
Schuler, Rektor an der IGS. Rückendeckung bekommt die Gesamtschule
auch vom Bezirksrat Linden-Limmer: Das Stadtteilgremium hat in seiner
vergangenen Sitzung beantragt, dass sich die Stadt für die gewünschte
Stellenzuweisung stark macht. |
| HAZ, 24.11.2002 | Behindert ? Die sind doch völlig normal |
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