PRIVATGYMNASIUM VIB
 

Welche Schule für mein Kind ? 2008, als pdf Seite 9 - Freie Schulen

Privatgymnasium VIB, 29.02.2008 und 01.03.2008, jeweils 09:00 - 16:00 Uhr (Vorstellungstag). Berckhusenstr. 120, 30625 Hannover, www.privatgymnasium-vib.de, info@privatgymnasium-vib.de, Tel. 53 89 98 60, Schulleiter: Herr Müller, Herr Malz

Schülerzahl: 42, Vollzeitlehrerstellen: 6 (11 Lehrer), Altersdurchschnitt der Lehrer: 35, Klassengröße 5. Jg.: 15

Schwerpunkte: Experimentalunterricht in Naturwissenschaften, Sprachen. Besonderheiten: Schule im Aufbau, zur Zeit 5. und 6. Jg. Träger: deutsch-türkischer Verein für Integration und Bildung (VIB). Ganztagsbetreuung bis 16 Uhr. Deutschförderung für Einwandererkinder. Hausaufgabenbetreuung. Förderangebote, AGs (Theater, Kunst, Musik, Sport). Schulgeld 239 Euro/Monat. Einmalige Aufnahmegebühr 300 Euro.
Oberstufenprofile: Sprachen, Mathe/Naturwissenschaft, Gesellschaftswissenschaft.
Prominente Absolventen: junge Schule, bislang erst zwei Abi-Jahrgänge verabschiedet

 

 

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HAZ, 21.02.2008 Großes Interesse an türkischem Gymnasium
Eltern diskutieren über Schulen für Einwanderer

Von Bärbel Hilbig
Helfen türkischsprachige Gymnasien bei der Integration? Eine Forderung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan bot den Anlass für eine Diskussion, die Bündnis 90/Die Grünen Hannover am Dienstag veranstaltet haben. Doch Erdogans Positionen spielten für die meisten der rund 30 Zuhörer keine Rolle. „Mich interessiert, wie die deutsche Gesellschaft mich aufnimmt und nicht, was irgendein Politiker aus der Türkei sagt“, betonte ein türkischstämmiger Diskussionsteilnehmer. Wie viele Eltern sorgt sich der Vater über volle Klassen und Unterrichtsausfall an dem staatlichen Gymnasium, das seine beiden Kinder besuchen.
Auf wesentlich mehr Interesse stieß das neue Privatgymnasium VIB, das bisher ausschließlich von türkischstämmigen Kindern besucht wird. Schulleiter Karl-Heinz Müller räumte ein, dass die Schulgründung durchaus eine Form der „kleinen Kritik“ am deutschen Bildungssystem sei
. Mit kleinen Klassen, viel Förderunterricht, mehr Deutschstunden und Hausaufgabenbetreuung will das Gymnasium seine Schüler fit fürs Abitur machen. „Im Grunde weiß jeder Bildungspolitiker, wie es geht. Nur wird immer noch an der Bildung gespart“, sagte Müller.
Türkisch lernen die Schüler am VIB bisher nur in Arbeitsgemeinschaften
. Im Hinblick auf das zusammenwachsende Europa sei es jedoch wichtig, dass die Schüler ihre Heimatsprache gut beherrschten, betonte Müller. Zweisprachiger Unterricht sei deshalb ein mögliches Ziel. Zuhörer benannten als Problem, dass manche Mädchen aus Einwandererfamilien nicht am Sport oder an Klassenfahrten teilnehmen. Das ist an dem Privatgymnasium anders. „Die Kinder an dieser Schule hätten wahrscheinlich auch an staatlichen Schulen wenig Integrationsprobleme“, resümierte Ratsfrau Ingrid Wagemann. >> Privatgymnasium VIB

 
NP, 12.10.2007 „Wir wissen, wie türkische Kinder ticken“

Migrationsausschuss: Verein für Integration und Bildung (VIB) stellt Schulkonzept vor

VON CHRISTIAN CARSTENS
HANNOVER. Der Verein für Integration und Bildung (VIB) stellte sich gestern den Fragen des Migrationsausschusses zum Konzept des Türkischen Gymnasiums. Der Vorsitzende Rakip Dumlu betonte, dass die Schule sämtliche Anforderungen des Landes erfülle.
In der ehemaligen Maximilian-Kolbe-Schule an der Berkhusenstraße (Kleefeld) werden nun 41 Kinder von zehn Lehrern in zwei fünften und einer sechsten Klasse unterrichtet
. Mehr als die Hälfte aller Kinder habe einen deutschen Pass, sagte Dumlu. Als Besonderheit biete das Gymnasium zum Beispiel Tutoren, die Kontakte zu den Familien der Schüler pflegen. „Wir wissen aus eigener Erfahrung sehr genau, wie türkische Kinder ticken, und können sie sehr gut motivieren“, sagte Dumlu.
Die Kosten für den VIB in Höhe von 30 000 Euro pro Monat würden derzeit überwiegend mit Spenden finanziert. Für das Privatgymnasium müssten Eltern 239 Euro pro Kind und Monat zahlen. „In den nächsten Jahren sollen die Schülerzahlen steigen. Wir arbeiten auf eine staatliche Förderung hin“, sagte Dumlu und betonte, dass das Gymnasium nicht für gutsituierte Familien bestimmt sei: „Viele Eltern sparen zu Hause, um ihre Kinder bei uns anzumelden“, sagte Dumlu. Würde die Schule staatlich gefördert, könne man sozial schwachen Familien Nachlass gewähren.
Das nächste Ziel des VIB sei die Einrichtung einer Realschule. „Wenn die Kinder die Anforderungen nicht erfüllen, können sie mit dem gleichen pädagogischen Konzept weiter unterrichtet werden“, so Dumlu. Weiterhin denke man auch über eine private berufsbildende Schule nach.
Vom Konzept der Schule zeigten sich alle Fraktionen im Migrationsausschuss überzeugt:
„Sie setzen genau das um, über das wir seit vielen Jahren mit vielen tausend Worten reden“, lobte Friedrich-Wilhelm Busse (CDU).

HAZ, 12.10.2007 Türkische Realschule geplant
Ergänzung für Gymnasium

Von Veronika Thomas
Hannovers erstes privates Gymnasium will zum nächsten Schuljahr zusätzlich den Betrieb einer Realschule beantragen. Das kündigte Rakip Dumlu, Vorsitzender des deutsch-türkischen Trägervereins für Integration und Bildung (VIP) gestern im Migrationsausschuss an. Vertreter der Schulleitung und der Geschäftsführung des Vereins stellten sich dort den Fragen der Ausschussmitglieder.
„Nicht alle Kinder werden das Abitur schaffen“, begründete Dumlu den Schritt
. Die Realschule soll ebenfalls im Gebäude der ehemaligen Maximilian-Kolbe-Schule in Kleefeld ihren Betrieb aufnehmen. „Nur etwa die Hälfte unserer Schüler hat die Empfehlung für ein Gymnasium, die anderen Kinder haben eine Realschulempfehlung“, sagte Dumlu.
Seit sechs Wochen werden die mittlerweile 41 Schüler in drei Klassen an der Schule unterrichtet,
inklusive der Fächer Sport sowie Werte und Normen. Zwei Drittel der Kinder hätten einen deutschen Pass, fast alle einen Migrationshintergrund, sagte VIB-Geschäftsführer Yusuf Ordueri. Bis zum Beginn der Herbstferien sollen noch neue Schüler aufgenommen werden, danach nur noch jeweils zum nächsten Schuljahr. „Wir sind ein ganz normales niedersächsisches Gymnasium“, betonte Gunter Malz, einer der beiden Schulleiter. Die Lehrer seien bis auf eine Französischlehrerin Deutsche, die Schulsprache sei Deutsch, und auch beim nachmittäglichen Förderunterricht werde Deutsch gesprochen.
Der Verein hat in wochenlanger Arbeit das seit zwei Jahren leer stehende Schulgebäude renoviert und möbliert
. Inzwischen ist dort auch ein Ganztagskindergarten eingerichtet worden, in dem die Kinder auch am Wochenende betreut werden. „Wir hatten noch nicht einmal die Zeit für eine offizielle Einweihungsfeier“, sagte Malz. Das werde aber nachgeholt.
„Unser Ziel ist es, eines der besten Gymnasien in Hannover zu werden“,
setzte der VIP-Vorsitzende nach. Auf die Frage von Ausschussmitgliedern nach dem Integrationskonzept antwortete Dumlu: „Bildung ist der beste Weg zur Integration.“ Außerdem würden alle Eltern intensiv in die Arbeit mit einbezogen. Die Initiative zur Schulgründung sei ebenfalls von den Eltern der jetzigen Schüler ausgegangen.

 

NP, 28.06.2007

Bekommt Hannover ein türkisches Gymnasium?

HAZ, 01.08.2007 Gymnasium erhält Räume Stadt vermietet alte Schule...

NP, 28.06.2007 Bekommt Hannover ein türkisches Gymnasium ? Start schon für Beginn des kommenden Schuljahres in Kleefeld geplant. ...

HAZ, 28.06.2007 Türken planen Gymnasium Neue Privatschule könnte am Nackenberg entstehen ..

 
HAZ, 23.08.2007 „Das Beste für unsere Kinder“

Die Genehmigung ist da – nun fiebern Eltern, Kinder und Lehrer dem Start des neuen deutsch- türkischen Gymnasiums entgegen.

Von Bärbel Hilbig
Die ersten Eltern, die ihre Kinder auf das neue deutsch-türkische Gymnasium in Kleefeld schicken, sind erleichtert: Noch kurz vor Schulbeginn hat das Kultusministerium die Schule genehmigt. Natürlich hatten alle ihre Kinder bereits auf einer staatlichen Schule angemeldet. „Aber ich hatte gleich angekündigt, dass ich das nur pro forma mache“, sagt Nuray Erlale aus Hainholz. Die dreifache Mutter ist überzeugt, dass die neue Ganztagsschule das Beste für ihre älteste Tochter Yasemin ist.
„Sie wird dort nachmittags gefördert und gut betreut. Ich selbst kann das mit zwei kleinen Kindern doch gar nicht.“
Die Alternative wäre aus Sicht der Mutter eine professionelle bezahlte Hausaufgabenbetreuung. „Und dafür würden wir auch schon fast die Hälfte des jetzt fälligen Schulgeldes bezahlen.“ Nuray Erlale hat wie die anderen Eltern großes Vertrauen in den Schulträger, den Verein für Integration und Bildung (VIB). Eine Schwägerin hat mit den Nachhilfekursen des Vereins das Abitur gemeistert und studiert jetzt.
Ähnliche Erfahrungen bewegen auch die anderen Eltern. Hakan Karahan hat Freunde, deren Sohn das private Gymnasium Eringerfeld im Kreis Soest besucht, in dem seit der Gründung 2006 überwiegend türkischstämmige Schüler lernen. „Er hat seine Noten sehr verbessert.“ Für Karahan, selbst Energie-Elektroniker bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, liegen die Vorteile der neuen Schule auf der Hand: kleine Klassen, Ganztagsunterricht, Förderkurse. Er erwartet mehr Unterstützung beim Lernen für seinen Sohn – und die fehlt aus seiner Sicht am staatlichen Gymnasium. „Ich will das Beste für mein Kind. Und wenn ich mir das leisten kann, warum nicht?“ Sohn Ahmet sieht dem Schulwechsel mit gemischten Gefühlen entgegen: Der Sechstklässler lässt am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Garbsen deutsche, türkische und polnische Freunde zurück.
Für die zehnjährige Tugce aus Döhren stand dagegen nach der Grundschule jetzt sowieso ein Wechsel an. Ihre Mutter Nigar Sünter ist mit der Hausaufgabenbetreuung des VIB sehr zufrieden – und als Alleinerziehende schätzt die Geschäftsführerin eines Modegeschäfts das Ganztagsangebot des neuen Gymnasiums.
Für die meisten Eltern spielt bei der Schulwahl auch eine Rolle, dass der VIB betont Gewicht auf Erziehung legt. „Es geht uns um allgemeine menschliche Werte, die für Türken, Deutsche oder Portugiesen gleichermaßen wichtig sind“, sagt Yusuf Ordueri, VIB-Geschäftsführer. Der Respekt vor älteren Menschen sei zum Beispiel verloren gegangen. „Unsere Schüler sollen lernen, in der Straßenbahn für Ältere aufzustehen.“ Höflichkeit gehört für Ordueri in den Wertekanon, aber die Lehrer wollen auch darauf achten, dass selbst vor der Schule niemand raucht – weder Schüler noch Erwachsene. Geplant ist auch die Einführung einer Schuluniform. Vater Hakan Karahan ist davon begeistert.
Damit die Schulgründung klappt, ist der VIB trotz der bis Dienstag fehlenden Genehmigung finanziell in Vorleistung getreten. Es wurden Möbel gekauft, Schulbücher bestellt und ein Gebäude von der Stadt gemietet. In den Räumen in der Berckhusenstraße laufen noch die Malerarbeiten. Der deutsch-türkische Verein hatte im Vorfeld Unterstützer gesucht, die monatlich einen kleinen Beitrag zahlen. Um weitere Sponsoren will Ordueri nun kräftig werben. In den ersten drei Jahren bekommen Privatschulen keine staatliche Unterstützung – die veranschlagten 239 Euro Schulgeld pro Monat werden nach Einschätzung des Vereins zunächst nicht reichen. Bei etablierten Schulen in freier Trägerschaft liegen die Höchstsätze zwischen 60 Euro/Monat (St.-Ursula-Schule) und 10 720 Euro/Jahr (Internationale Schule). Die Waldorfschulen kosten um 230 Euro/Monat.
Sein Gymnasium startet der VIB am 1. September mit einer Einschulungsfeier. Doch die Pläne reichen schon weiter: Für nächstes Jahr ist an die Erweiterung um eine Realschule gedacht, sagt Ordueri. „Längerfristig würden wir gerne einen Kindergarten und eine Grundschule eröffnen und die Kinder durchgängig betreuen.“

Das Gymnasium startet in gemieteten Räumen in der Kleefelder Berckhusenstraße. Archiv

 
HAZ, 01.08.2007 Gymnasium erhält Räume

Stadt vermietet alte Schule

Die Eröffnung eines privaten türkischen Gymnasiums ist ein Stück näher gerückt. Die Stadt hat dem Verein für Integration und Bildung (VIB) jetzt 900 Quadratmeter in der Berckhusenstraße in Kleefeld vermietet. Dort war bis vor einem Jahr die Maximilian-Kolbe-Schule untergebracht. Der Vertrag ist auf zwei Jahre befristet, der Verein hat aber die Option, auch die restlichen 1500 Quadratmeter des Gebäudes zu mieten oder das Gebäude zu kaufen. Am 30. August will der VIB den Schulbetrieb zunächst mit vier Klassen aufnehmen.
Davor steht die Genehmigung der Landesschulbehörde. Sie hatte dem Verein einen Fragenkatalog übermittelt, unter anderem ging es um pädagogische Konzepte, Fächerangebot und Lehrerzahl. Dem VIB genügt vorerst auch eine Genehmigung nur für die Sekundarstufe. Das private Gymnasium richtet sich besonders an Kinder von Einwanderern. gum.

 
NP, 28.06.2007 Bekommt Hannover ein türkisches Gymnasium?

Start schon für Beginn des kommenden Schuljahres in Kleefeld geplant

VON MICHAEL KRISCHE
HANNOVER. Die Landeshauptstadt soll ein türkisches Gymnasium bekommen. Ein Trägerverein hat die Genehmigung beim Landesschulamt beantragt.
Auch der Standort ist bereits ausgeguckt: Die Stadt ist bereit, dem Verein das ehemalige Gebäude der Maximilian-Kolbe-Schule am Nackenberg (Kleefeld) zur Verfügung zu stellen. Das berichtete die Leiterin des städtischen Fachbereichs Bibliothek und Schule, Petra Martinsen, gestern auf Anfragen im Schulausschuss. Hinter dem „Verein für Integrative Beschulung“ (VIB) sollen wohlhabende türkische Geschäftsleute stehen. Die Verhandlungen hat in seinem Auftrag der frühere Großraum-Verbandschef Siegfried Frohner geführt, der inzwischen als Anwalt tätig ist.
Starten soll das Gymnasium mit je zwei fünften, sechsten und siebten Klassen (mit je 15 Schülern) bereits zum Beginn des kommenden Schuljahrs. Unterrichtssprache sei Deutsch. Türkisch werde als Muttersprache unterrichtet. Die Schule solle aber offen auch für Schüler anderer Nationalitäten sein, heißt es. Die Landesschulbehörde prüft nach eigenen Angaben bei Anträgen auf Errichtung von Privatschulen ausschließlich, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Eröffnung einer Privatschule erfüllt sind. Lehrerversorgung und Finanzierung müssen gesichert, ein geeignetes Gebäude müsse vorhanden sein.

 
HAZ, 28.06.2007 Türken planen Gymnasium

Neue Privatschule könnte am Nackenberg entstehen

Von Bärbel Hilbig
Ein Verein türkischer Bürger will ein privates Gymnasium in Hannover einrichten.
Mit der Stadt laufen bereits Verhandlungen über ein nicht mehr von der Stadt genutztes Gebäude, das die Schulgründer für ihr Projekt anmieten wollen. Das berichtete Petra Martinsen, Leiterin des Fachbereichs Schule, gestern im Schulausschuss. „Dem Verein gehören türkische Mitbürger aus Hannover und auch von außerhalb an. Die Unterrichtssprache soll Deutsch sein.“
Das neue Gymnasium soll nach Kenntnis der Schulverwaltung allen Schülern offen stehen, unabhängig von Nationalität und Herkunft.
Also können dort auch deutsche Kinder angemeldet werden. „Die Schulgründer legen aber Wert darauf, auf die Lebensinhalte muslimischer Schüler einzugehen und ihrer Lebensart besonders Rechnung zu tragen“, erklärte Martinsen. Deshalb seien auch spezielle Freizeitangebote für die Schüler geplant.
Auch mit der Landesschulbehörde, die für die Genehmigung neuer Privatschulen zuständig ist, steht der Verein bereits in Kontakt.
„Das ist allerdings keine inhaltliche Prüfung“, sagte Martinsen. Die Genehmigung für eine private Schule könne nur verweigert werden, wenn die materiellen Voraussetzungen nicht erfüllt werden. Dazu gehören der Nachweis geeigneter Räume, qualifizierter Lehrer und eines tragfähigen Finanzierungskonzepts. Wie weit das Genehmigungsverfahren gediehen ist, konnte Martinsen gestern nicht sagen. In den ersten drei Jahren bekommen neue Privatschulen nach dem Schulgesetz keine finanzielle Unterstützung vom Staat. Deshalb muss das Schulgeld meist entsprechend hoch sein.
Zurzeit verhandelt der Verein mit dem städtischen Gebäudewirtschaftsbetrieb über die Anmietung einer leer stehenden Schule im Stadtteil Kleefeld.
Dabei geht es um das ehemalige Gebäude der Maximilian-Kolbe-Schule, einer Förderschule, am Nackenberg.

Von Bärbel Hilbig
Helfen türkischsprachige Gymnasien bei der Integration? Eine Forderung des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan bot den Anlass für eine Diskussion, die Bündnis 90/Die Grünen Hannover am Dienstag veranstaltet haben. Doch Erdogans Positionen spielten für die meisten der rund 30 Zuhörer keine Rolle. „Mich interessiert, wie die deutsche Gesellschaft mich aufnimmt und nicht, was irgendein Politiker aus der Türkei sagt“, betonte ein türkischstämmiger Diskussionsteilnehmer. Wie viele Eltern sorgt sich der Vater über volle Klassen und Unterrichtsausfall an dem staatlichen Gymnasium, das seine beiden Kinder besuchen.
Auf wesentlich mehr Interesse stieß das neue Privatgymnasium VIB, das bisher ausschließlich von türkischstämmigen Kindern besucht wird. Schulleiter Karl-Heinz Müller räumte ein, dass die Schulgründung durchaus eine Form der „kleinen Kritik“ am deutschen Bildungssystem sei
. Mit kleinen Klassen, viel Förderunterricht, mehr Deutschstunden und Hausaufgabenbetreuung will das Gymnasium seine Schüler fit fürs Abitur machen. „Im Grunde weiß jeder Bildungspolitiker, wie es geht. Nur wird immer noch an der Bildung gespart“, sagte Müller.
Türkisch lernen die Schüler am VIB bisher nur in Arbeitsgemeinschaften
. Im Hinblick auf das zusammenwachsende Europa sei es jedoch wichtig, dass die Schüler ihre Heimatsprache gut beherrschten, betonte Müller. Zweisprachiger Unterricht sei deshalb ein mögliches Ziel. Zuhörer benannten als Problem, dass manche Mädchen aus Einwandererfamilien nicht am Sport oder an Klassenfahrten teilnehmen. Das ist an dem Privatgymnasium anders. „Die Kinder an dieser Schule hätten wahrscheinlich auch an staatlichen Schulen wenig Integrationsprobleme“, resümierte Ratsfrau Ingrid Wagemann.