| Volle Halbtagsschulen |
| HAZ, 14.05.2009 | Grundschüler protestieren - Unterschriften übergeben |
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Die Uhrzeit war mit Bedacht gewählt: Gestern Mittag, fünf
Minuten vor zwölf, machten rund 500 Lehrer, Schüler und Elternvertreter
aus allen Teilen Niedersachsens vor dem Wirtschaftsministerium ihrem Ärger
über die geplante Abschaffung der so genannten Vollen Halbtagsschule
Luft. Im Zuge der Kundgebung überreichten die Demonstranten dem
CDU-Landtagsfraktionschef David McAllister eine Unterschriftensammlung
der besonderen Art: mehrere Säcke, gefüllt mit einigen Tausend
beschrifteten, mahnend erhobenen Händen aus Pappe. Gegen 14 Uhr löste
sich die friedliche Demonstration auf. |
| NP, 18.12.2004 | Kürzungen in Vollen Halbtagsschulen und bei der Integration |
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| NP, 18.12.2004 | Kürzungen in Vollen Halbtagsschulen und bei der Integration - Offener Brief an Busemann |
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Offener Brief an Busemann HANNOVER. Protest-Post für Bernd Busemann (CDU): Niedersachsens Kultusminister erhält in diesen Tagen zwei offene Briefe von verärgerten Eltern. Es geht um die Kürzungen der Lehrerstunden an den Vollen Halbtagsschulen (VHTS) und bei dem so genannten „Regionalen Integrationskonzept Hannover-Nordwest“. Die Kritik kommt von der breiten Basis: Die Schulelternräte von 24 Vollen Halbtagsschulen in Stadt und Region, der Stadtelternrat und der Regionselternrat wollen gegen die Sparmaßnahmen an den Vollen Halbtagsschulen vorgehen. Die Kürzungen seien so massiv, dass die Schulen „ihrem pädagogischen Auftrag nicht mehr gerecht werden könnten“, heißt es in dem Brief. Die Folgen: Unterrichtsausfall, Klassen werden aufgeteilt oder zusammengelegt, AGs und Klassenfahrten fallen aus. Hintergrund: Das Konzept der VHTS sieht eine bessere Lehrerversorgung und mehr Förderunterricht vor. In der Unterrichtszeit (bis mittags) kümmern sich nur ausgebildete Pädagogen um die Kinder. Durch die Stundenkürzung fürchten die Eltern, dass dieses Schulmodell demontiert werden soll. Auch die Sparmaßnahmen bei dem so genannten „Regionalen Integrationskonzept Hannover-Nordwest“ stößt auf heftige Kritik. Dieses Modell unterstützt und begleitet besonders benachteiligte Schüler in sozialen Brennpunkten. Das verhindere in vielen Fällen eine Überweisung in Förderschulen, so Richard Lochte vom Stadtelternrat. „Außerdem sinkt damit das Bildungsniveau weiter, und auf lange Sicht steigt die Jugendkriminalität. Dagegen wollen wir uns wehren.“ Die Eltern hoffen nun auf eine Antwort von Busemann. KaSch |
| HAZ, 18.12.2004 | Kürzungen in Vollen Halbtagsschulen und bei der Integration - Basteln statt Lernen |
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Basteln statt lernen – Eltern sind sauer Immer mehr Unterricht an Vollen Halbtagsschulen fällt aus / Kürzungen an Integrationsschulen geplant Stadtelternrat und Regionselternrat sind verärgert: Stundenkürzungen in Grundschulen haben zu massivem Unterrichtsausfall und dem Wegfall von Förderangeboten geführt. Seit bei den Vollen Halbtagsschulen die Vertretungsreserve gestrichen wurde, werden dort meist Klassen zusammengelegt, wenn Lehrer krank werden. Ursprünglich waren die Vollen Halbtagsschulen besser mit Lehrerstunden versorgt als andere Grundschulen. „Das war sinnvoll, weil viele dieser Schulen in sozialen Brennpunkten liegen“, sagte eine Mutter bei einem Treffen von Elternvertretern am Donnerstagabend. Zweiter Kritikpunkt der Eltern: Auch in Schulen, die Sonderschüler für Lernhilfe integrieren, sollen zum Schulhalbjahr Lehrer abgezogen werden. In den sieben Schulen, die zum „Regionalen Integrationskonzept Hannover-Nordwest“ gehören, fallen dann 80 Stunden weg. „Bisher können diese Grundschulen sozial benachteiligte Kinder frühzeitig fördern und halten ihnen damit Bildungschancen offen“, sagt Richard Lochte vom Stadtelternrat. Genau das finde laut Pisa-Studie in Deutschland bisher viel zu wenig statt. So viel Unterrichtsausfall wie in diesem Herbst haben wir noch nie erlebt. Die vierten Klassen wurden tageweise nach Hause geschickt“, sagt ein Vater, dessen Schule von den Kürzungen doppelt betroffen ist. Die Schulleitung versuche alles, was möglich ist. „Aber wenn drei Lehrer krank werden, lässt sich das nicht mehr ausgleichen.“ In einer Vollen Halbtagsschule waren kurzfristig fünf von 15 Lehrern erkrankt und zwei weitere bei einer Pflichtfortbildung. Eltern aus anderen Schulen berichten,
dass es durch die Klassenzusammenlegungen zu tief greifenden Konflikten
unter den Schülern kommt. „Die Lehrer können das in
Klassen mit 40 Kindern nicht mehr auffangen. Einzelne Eltern beschuldigen
jetzt öffentlich die Schule.“ Eine andere Mutter beklagt,
dass die Viertklässler seit vier Wochen nur noch basteln statt auf
die weiterführenden Schulen vorbereitet zu werden. Manche Schulen
setzen Eltern als Aufsicht ein. „Ich stehe hinter dem Ehrenamt.
Aber wenn ich Kinder fördern will, brauche ich eine qualifizierte
Ausbildung“, sagt Garnet Eichholz vom Stadtelternrat. |
| NP, 26.09.2002 | Volle Halbtagsschule soll lange bleiben |
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Rüdiger Knorr |
| NP, 26.09.2002 | Kommentar: Nur noch Geplänkel von Rüdiger Knorr |
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Hannovers erstklassiges Modell der vollen Halbtagsschulen erst auf den
letzten gesetzlich möglichen Drücker zu Gunsten des Modells
verlässliche Grundschule zu opfern, ist sicher richtig. Zum einen
wird es genug Schwierigkeiten mit der Organisation der verlässlichen
Betreuung geben, wenn die anderen bisher noch fehlenden 44 Grundschulen
auf einen Schlag umgestellt werden. Zum anderen ist und bleibt das
Ende der vollen Halbtagsschulen ein Rückschritt, der freilich nicht
mehr zu verhindern ist. |
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